FSV-Spieler Göbel nach Dortmund-Pleite: "Die Tore fielen zu einfach!"

Zwickau - "Die Tore fielen zu einfach!", traf Patrick Göbel (29) nach dem 1:2 im Heimspiel gegen Borussia Dortmund II den Nagel auf den Kopf. Der FSV Zwickau konnte trotz früher Führung nicht den zweiten Sieg in Folge einfahren.

Zu oft mussten die Zwickauer - wie hier Patrick Göbel (29, l.) und Nils Butzen (29) - den Dortmunder Bubis um Guillermo Bueno Lopez (20) hinterherrennen.
Zu oft mussten die Zwickauer - wie hier Patrick Göbel (29, l.) und Nils Butzen (29) - den Dortmunder Bubis um Guillermo Bueno Lopez (20) hinterherrennen.  © Picture Point/Gabor Krieg

Maximilian Jansen (29) hatte nach einer Ecke von Patrick Göbel, die zunächst geklärt wurde, den zweiten Ball mustergültig veredelt. Zwickau ließ bis zur Halbzeitpause, abgesehen von einem tiefen Ball, den der spätere Torschütze zum 1:1 Justin Njinmah (21) knapp neben das Tor schoss, wenig anbrennen.

"Ich fand, dass wir den Strafraum in der ersten Halbzeit gut abgeschirmt haben. Aus drei Chancen machen sie dann zwei Tore", ärgerte sich Coach Joe Enochs (51) im Nachgang.

Der erste Gegentreffer resultierte aus einer falschen Entscheidung im eigenen Ballbesitz. Enochs: "Dortmund gewinnt den Ball, weil wir nach hinten statt nach vorne spielen."

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Die BVB-Bubis schalteten sofort um. Guillermo Bueno Lopez (20) spielte tief zu Jayden Jezairo Braaf (20) und Njinmah, wobei Letzterer ans Leder kam und von Davy Frick (32) im Strafraum abgeräumt wurde.

Vom FSV Zwickau kam offensiv zu wenig

Ted Tattermusch (21, M.) bestrafte die Zwickauer mit dem zweiten Dortmunder Tor.
Ted Tattermusch (21, M.) bestrafte die Zwickauer mit dem zweiten Dortmunder Tor.  © IMAGO/Frank Kruczynski

Besiegelt wurde die Niederlage durch einen langen Ball tief aus der Dortmunder Hälfte, der mit zwei Ballkontakten über Michael Eberwein (26) zu Siegtorschütze Ted Tattermusch (21) gelangte. Es zeichnete sich irgendwo ab, da von Zwickau bis auf die Führung nach vorne viel zu wenig kam.

Ein Umstand, der auch Göbel ins Grübeln brachte. Für den 29-Jährigen, der am Freitag zum zweiten Mal Papa geworden war, mangelte es an der nötigen Entlastung, um mit den wieselflinken Dortmundern bis zur letzten Minute Schritt zu halten.

"Bei mehr Entlastung hätten wir den BVB vor Aufgaben gestellt und sie hätten nicht mehr die Power gehabt, um nach vorne zu spielen. So ging es hin und her, was extrem anstrengend war."

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Dass nach dem emotional wie auch physisch anstrengenden Derby in Aue eventuell die nötigen Körner fehlten, ließ Göbel nicht als Ausrede durchgehen: "So weit würde ich nicht gehen, denn Dortmund lässt den Ball generell viel laufen, was es für den Gegner sehr aufwendig macht."

Titelfoto: IMAGO/Frank Kruczynski

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