Zwickau - Der FSV Zwickau hat sich den Halbfinaleinzug im Sachsenpokal ganz teuer erkauft! Abwehrchef Max Somnitz (22), der kurz vor Spielende an der Seitenauslinie rüde gefoult wurde, zog sich einen Bruch des Wadenbeines sowie einen Riss des Syndesmosebandes im linken Knöchel zu. Für ihn ist die Saison damit vorzeitig beendet.
Noch am Sonntag wurde der 22-Jährige im Zwickauer Heinrich-Braun-Klinikum (HBK) erfolgreich operiert. Zudem erhielt der Publikumsliebling eine rührende Fanbotschaft. Außerdem Glück im Unglück: Somnitz' Außenbänder sind intakt geblieben, wie die OP ergab.
"Wir sind alle bestürzt über diese schwere Verletzung und können uns im Moment gar nicht so recht über den Sieg gegen Auerbach freuen. Unsere Gedanken sind in diesen Stunden bei Max!", zeigt sich Sportdirektor Robin Lenk (42) erschüttert.
Pascal Schardt hatte Zwickaus Vizekapitän in der fünften Minute der Nachspielzeit umgetackelt und dafür Geld-Rot gesehen.
"Absolut bitter! An und für sich war es bis dahin ein absolut faires Spiel, in dem es für beide Teams um extrem viel ging", ärgert sich Lenk.
Er stand in ständigem Austausch mit Mannschaftsarzt Dr. med Alexander Suffeda, der die OP am HBK auch durchführte. "Ein großes Dankeschön gebürt Alex, und Physio Benjamin Jorde, die das alles sofort gemanaged haben", so Lenk.
Bitter! FSV-Spieler Somnitz wird in der Endphase der Regionalliga Nordost fehlen
Somnitz wird den Schwänen damit nicht nur in der Endphase der Regionalliga Nordost fehlen, sondern auch beim Versuch, erstmalig in der Vereinsgeschichte den Sachsenpokal in die Robert-Schumann-Stadt zu holen.
Neben ihm werden im Halbfinale bei Stahl Riesa auch Innenverteidiger Oliver Fobassam (Rot) sowie Außenverteidiger Jonas Dittrich und Cheftrainer Rico Schmitt (beide Gelb-Rot) gesperrt fehlen.
Im Falle des Finaleinzugs hätten die Westsachsen im Duell mit dem Gewinner der zweiten Finalpaarung Chemnitzer FC gegen Erzgebirge Aue Heimrecht.
Erstmeldung: 29. März, 19.27 Uhr, zuletzt aktualisiert am 30. März, 11.47 Uhr