Wahnsinn in Zwickau! FSV erkämpft gegen Lok nach Rückstand in der Schlussminute den Sieg

Zwickau - Was ist denn hier los? Der FSV Zwickau hat sich nach einer bärenstarken Leistung und einem 0:2-Rückstand zurückgekämpft und durch das neunte Saisontor von Zimmermann in der Nachspielzeit den 3:2-Heimsieg geschnappt. Das Team von Trainer Schmitt ist die Rote Laterne endlich wieder los!

Jubel bei den Leipzigern: Kurz vor Ende der ersten Halbzeit fiel das erste Tor.
Jubel bei den Leipzigern: Kurz vor Ende der ersten Halbzeit fiel das erste Tor.  © Picture Point/Gabor Krieg

"Meine Jungs wissen, was die Stunde geschlagen hat. Das wird man auf dem Platz sehen", betonte Schmitt kurz vor Anpfiff des Traditionsduells. Die Gastgeber ließen seinen Worten Taten folgen!

Der FSV gab vom Anpfiff weg den Ton an, bestimmte das Spiel. Einziges Manko: Er traf das Tor nicht.

Will, der beim 2:2 gegen Spitzenreiter Greifswald als Joker für den späten Ausgleich gesorgt hatte und gegen Lok von Beginn an spielen durfte, hatte in der 24. Minute am Elfmeterpunkt freie Schussbahn. Er setzte die Kugel übers Tor. Könnecke zog kurz darauf aus 18 Metern volley ab. Ein Leipziger konnte klären.

FSV Zwickau fährt mit Marc-Philipp Zimmermann an die Ostsee
FSV Zwickau FSV Zwickau fährt mit Marc-Philipp Zimmermann an die Ostsee

Die beste Möglichkeit der ersten Halbzeit vergab Top-Torjäger Zimmermann. Nach Könneckes Flanke köpfte der Stürmer aus fünf Metern knapp drüber (36.).

Die von 1000 Fans begleiteten Gäste aus der Messestadt agierten in Halbzeit eins sehr zurückhaltend. Sie kamen nicht in die Zweikämpfe und oft einen Schritt zu spät.

Doch sie haben mit Ziane einen Stürmer, der wenige Chancen braucht. Ballo bereitete kurz vor dem Pausenpfiff über die linke Strafraumseite mit viel Übersicht vor. Ziane war am Fünfmeterraum einen Schritt schneller Kapitän Frick und schob zur Führung ein (45.).

Wahnsinn! FSV Zwickau holt sich kurz vor Schluss den Sieg

Zwickau holte auf: Lucas Will (l.) wird nach seinem 1:2-Treffer gefeiert.
Zwickau holte auf: Lucas Will (l.) wird nach seinem 1:2-Treffer gefeiert.  © Picture Point/Gabor Krieg

Die zweiten 45 Minuten begannen mit der nächsten kalten Dusche für die Schwäne, die nach der Hereingabe von Held nicht energisch genug verteidigten. Sirch sagte danke und nagelte das runde Leder aus acht Metern unter den Querbalken (47.).

Die Schmitt-Elf steckte nicht auf und verkürzte vier Minuten später durch Will. Der kam nach Martens Hereingabe völlig frei zum Kopfball und nickte über Schlussmann Müller hinweg ein (51.).

Das Schlusslicht der Liga drückte auf den Ausgleich. Den hatte Martens in der 67. Minute auf dem Fuß. Er scheiterte an Lok-Torwart Müller.

FSV-Matchwinner Kuffour gesteht nach erstem Tor: "Ich habe es nicht kommen sehen!"
FSV Zwickau FSV-Matchwinner Kuffour gesteht nach erstem Tor: "Ich habe es nicht kommen sehen!"

Der eingewechselte Dobruna belohnte die Zwickauer in der 84. Minute mit dem Ausgleich. Könnecke erkämpfte im Strafraum gegen Piplica den Ball und legte auf. Dobruna verwandelte aus Nahdistanz eiskalt.

Doch die Westsachsen wollten drei Punkte. Und die bekamen sie. Zimmermann drosch den Ball in der 2. Minute der Nachspielzeit zum 3:2 in die Maschen.

Mit dem Abpfiff brachen im FSV-Lager alle Dämme. Die Leipziger waren am Boden zerstört.

Statistik zum Spiel FSV Zwickau gegen Lok Leipzig

FSV Zwickau - Lok Leipzig 3:2 (0:1)

Schiedsrichter: Lars Albert (Muldenhammer)

Zuschauer: 4848

Tore: 0:1 Ziane (45.+1), 0:2 Sirch (47.), 1:2 Will (51.), 2:2 Dobruna (84.), 3:2 Zimmermann (90.+3)

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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