Zwickau - Ekstase pur herrschte beim FSV Zwickau nach dem Finaleinzug im Sachsenpokal. Die Oberbürgermeisterin Constance Arndt (48) herzte Sportdirektor Robin Lenk (42) nach dem 2:0 bei Stahl Riesa. Geschäftsführer André Beuchold zeigte sich sichtlich bewegt, und die Mannschaft hüpfte quietschvergnügt vor dem Block in der Riesaer Feralpi-Arena auf und ab.
"Wir wussten, dass es eine schwere Aufgabe wird, und die haben wir bravourös gelöst", freute sich Lenk.
Und was im Jubel über den Finaleinzug nicht untergehen durfte: Marc-Philipp Zimmermann (36), der zur 86. Minute in die Partie kam, bestritt sein 150. Pflichtspiel für die Westsachsen, was ihm den Platz im Legenden-Eck einbringt.
"Das hatte ich bei der Einwechslung auf dem Schirm", lachte Lenk: "Er hat sich das verdient und jetzt haben wir das Finale 'Daheeme', und das wollen wir, egal wie der Gegner heißt, gewinnen."
Genau dasselbe Ziel verfolgt "Zimbo", für den der bundesweit mit hoher Beachtung versehene Finaltag der Amateure am 23. Mai voraussichtlich das letzte Pflichtspiel im Dress seines Herzensvereins sein wird.
"Ins Finale bin ich jetzt schon das dritte Mal mit Zwickau eingezogen, nach 2015 gegen Chemnitz und 2016 gegen Aue. Ich hoffe, dass es zum Traumfinale gegen Aue kommt. Da ist die ganze Mannschaft heiß drauf. Es wäre auch für mich der krönende Abschluss, wenn wir uns im eigenen Stadion gegen sie krönen könnten", weiß Zimmermann, wonach sie in Eckersbach gieren.
FSV-Legende "Zimbo" hofft, dass die Schwäne bald wieder aufsteigen
Teamkollege Theo Martens (23) reichte der Mannschaft am Dienstagabend in Riesa eine Zaunfahne rüber, die das ganze Derbygeplänkel noch mal unterstreicht: "Schachter Schlachter." Ob es letztendlich Aue oder Chemnitz ins Finale packt, entscheidet sich im zweiten Halbfinale am Mittwochabend.
Egal, wer im Endspiel wartet, vielleicht will es der Fußballgott so, dass Zimmermann entscheidenden Einfluss ausübt. Dass Zwickau seit dem Drittligaabstieg 2023 einen erfolgreichen Weg eingeschlagen hat, lag vor allem mit an seiner Rückholaktion aus Auerbach im August 2023.
"Wir lagen am Boden. Ich wollte etwas mit aufbauen und die Jungs mit heranführen, was die drei Jahre super geklappt hat - unabhängig davon, dass ich diese Spielzeit wenig spiele. Wichtig ist, dass der Verein peu à peu wieder hochkommt und vielleicht in zwei Jahren die finanziellen Möglichkeiten hat, um wieder aufzusteigen", sagt die FSV-Legende.
Die DFB-Pokal-Startprämie von rund 220.000 Euro wäre eine willkommene Zusatzeinnahme fürs Vereinssäckel.
Tabelle Regionalliga Nordost
| POS | VEREIN | Sp. | +/- | Pkt. | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 |
|
1. FC Lokomotive Leipzig | 30 | 57:24 | 65 | |
| 2 |
|
FC Carl Zeiss Jena | 30 | 58:30 | 63 | |
| 3 |
|
Hallescher FC | 30 | 55:30 | 57 | |
| 4 |
|
FC Rot-Weiß Erfurt | 30 | 59:38 | 57 | |
| 5 |
|
FSV Zwickau | 30 | 46:40 | 55 | |
| 6 |
|
VSG Altglienicke | 30 | 47:36 | 49 | |
| 7 |
|
Chemnitzer FC | 30 | 46:45 | 41 | |
| 8 |
|
BFC Preussen | 29 | 39:44 | 41 | |
| 9 |
|
1. FC Magdeburg II | 30 | 47:45 | 40 | |
| 10 |
|
FSV 63 Luckenwalde | 30 | 34:42 | 39 | |
| 11 |
|
Hertha BSC II | 30 | 44:53 | 39 | |
| 12 |
|
BFC Dynamo | 30 | 41:45 | 36 | |
| 13 |
|
SV Babelsberg 03 | 30 | 50:54 | 32 | |
| 14 |
|
ZFC Meuselwitz | 30 | 40:51 | 32 | |
| 15 |
|
BSG Chemie Leipzig | 30 | 32:44 | 31 | |
| 16 |
|
Greifswalder FC | 30 | 29:42 | 28 | |
| 17 |
|
FC Eilenburg | 30 | 30:51 | 22 | |
| 18 |
|
Hertha 03 Zehlendorf | 29 | 22:62 | 14 | |
Der Meister 2026 spielt am Ende der Saison in zwei Aufstiegsspielen gegen den Meister der Regionalliga Bayern. Der Sieger steigt in die 3. Liga auf. Es steigen maximal vier Mannschaften in Abhängigkeit der Absteiger aus der 3. Liga ab.