Mit der Rückennummer 10: Ost-Experte soll Halles Null-Tore-Sturm Beine machen

Halle (Saale) - Vier Törchen in vier Spielen hat der Aufstiegsaspirant des Halleschen FC fabriziert, keines war ein Stürmertor. Ein Ex-Lokist soll jetzt dem Null-Tore-Angriff Beine machen.

Für Lok wirbelte Osman Atilgan (heute 27, r.) drei Jahre überwiegend erfolgreich, schoss 22 Ligatore. (Archivfoto)  © Picture Point / Sven Sonntag

Osman Atilgan (27 Jahre) hat sich selbstbewusst die Nummer 10 gekrallt. Nach Stationen bei Dynamo, Rostock, Lok und zuletzt Greifswald ist der HFC sein fünfter Ostverein.

Speziell in der Regionalliga Nordost hat "Ossi" bewiesen, dass er Tore schießen kann. 36 Buden und 22 Vorlagen in 122 Spielen machen Atilgan zum Ost-Experten!

Atilgans Stärken: Er ist beidfüßig, schnell und abschlussstark, kann auf allen Stürmerpositionen eingesetzt werden.

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Halle hatte akuten Handlungsbedarf, nachdem Flügelangreifer Abdoul Karim Soumah (26) seinen Vertrag nach wenigen Wochen wieder aufgelöst hatte. Der Offensivmotor stottert ohne ihn seit Wochen bedenklich!

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Beim HFC soll Atilgan (im Bild mit Sportchef Marian Unger) schnellstmöglich die Torflaute brechen.  © Hallescher FC

Kombinierte sich der HFC oft noch ansehnlich durchs Mittelfeld, fehlte im letzten Drittel entweder die Durchschlagskraft oder die Kaltschnäuzigkeit.

Die bittere Bilanz: Von den vier Toren erzielte drei Mittelfeldmann Niclas Stierlin (26) und eins Verteidiger Felix Langhammer (20). 

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Hallescher FC kann für das Kräftemessen gegen Altglienicke wieder auf Soufian Benyamina zurückgreifen

Unter anderem bei Soufian Benyamina (36, 1.v.r.) steht noch die Null. Mit Atilgan (2.v.r.) kommt jetzt ein neuer Sturmpartner.  © IMAGO / Ballasch

Schon in der Vergangenheit war das Toreschießen DAS Problem, kein Angreifer kam in den Vorsaisons auf mehr als zehn Tore. Deshalb kaufte der HFC im Sommer zwei großen Namen ein: 

Doch Heimkehrer Stanley Ratifo (31) fehlt das Selbstverständnis aus den Vorjahren bei Chemie Leipzig und Routinier Soufian Benyamina (36) ist verletzt. Aber auch beim Rest der Offensive steht die Null auf dem Tore-Konto.

Deswegen brachte Trainer Robert Schröder (38) im vorletzten Spiel bei den Chemikern sogar Stierlin als verkappten Angreifer, der in der Nachspielzeit just das Siegtor markierte. Das soll sich jetzt ändern!

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Atilgan heißt Halles Hoffnungsträger für die Tore, außerdem ist Benyamina ins Training zurückgekehrt. Mit dem Mittelstürmer bildete Atilgan schon in Greifswald ein funktionierendes Duo.

Gegen Aufstiegskonkurrent VSG Altglienicke (Sonntag, 14 Uhr) zählt es direkt für die beiden.

Tabelle Regionalliga Nordost

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Rot-Weiß Erfurt 4 13:3 10
2 Chemnitzer FC 4 10:1 10
3 FC Erzgebirge Aue 4 10:6 10
4 VSG Altglienicke 4 11:7 8
5 1. FC Magdeburg II 4 11:6 7
6 Greifswalder FC 4 10:6 7
7 1. FC Lokomotive Leipzig 4 9:7 7
8 FC Carl Zeiss Jena 4 7:4 6
9 Hallescher FC 4 4:3 6
10 RSV Eintracht 1949 4 5:6 5
11 SV Babelsberg 03 4 5:6 4
12 BFC Dynamo 4 5:7 4
13 FSV Zwickau 4 3:7 4
14 FSV 63 Luckenwalde 4 4:9 3
15 Hertha BSC II 4 4:12 3
16 Tasmania Berlin 4 4:15 3
17 BFC Preussen 4 3:8 1
18 BSG Chemie Leipzig 4 1:6 1

Der Meister der Regionalliga Nordost steigt in diesem Jahr direkt in die 3. Liga auf.

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