Neuer Halle-Sportchef im Anflug: Ex-CFC-Boss Thomas Sobotzik soll es werden!

Halle - Nach einer wenig befriedigenden Hinrunde und dem mauen Start ins Jahr 2023 bewegt sich beim HFC wieder etwas: Der neue Sportchef soll nach einem Bild-Bericht feststehen und noch in dieser Woche vorgestellt werden.

Chemnitz früherer Strippenzieher Thomas Sobotzik (48): Als designierter Halle-Sportchef wird er künftig wieder viel Zeit am Telefon verbringen, um neue Spieler zum HFC zu lotsen.
Chemnitz früherer Strippenzieher Thomas Sobotzik (48): Als designierter Halle-Sportchef wird er künftig wieder viel Zeit am Telefon verbringen, um neue Spieler zum HFC zu lotsen.  © PICTURE POINT/ K. Dölitzsch

Thomas Sobotzik (48) ist in Ostdeutschland kein unbeschriebenes Blatt, auch wenn es zuletzt ruhiger wurde um den ehemals starken Mann des Chemnitzer FC.

Doch schon bald dürfte Sobotzik wieder vermehrt im Blitzlichtgewitter des deutschen Profifußballs stehen: Der 135-malige Bundesliga-Spieler (vor allem Eintracht Frankfurt) soll den Ende März ausscheidenden Ralf Minge (62) beim Halleschen FC als Sportchef beerben!

Bereits am Dienstagabend wurde der zuletzt als bei Regionalligist Kickers Offenbach tätige Sport-Geschäftsführer auf der Tribüne im Leuna-Chemie-Stadion in Halle gesehen. Er wurde Zeuge eines 2:2 im Drittliga-Spiel der Englischen Woche gegen Viktoria Köln.

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Dass Halles Wahl auf Sobotzik fiel, überrascht Beobachter wenig: Bereits in Offenbach und Chemnitz bildete der Sportchef mit dem seit einem Monat im Amt weilenden Halle-Trainer Sreto Ristic (47) ein erfolgreiches Tandem.

Und soll dies jetzt wiederholen. Seine wichtigste Aufgabe: Den Klassenerhalt in Zusammenarbeit mit Ristic eintüten. Und währenddessen Leistungsträger wie Ex-Dynamo Niklas Kreuzer (30) von einer Vertragsverlängerung beim HFC überzeugen.

Thomas Sobotzik ging beim Chemnitzer FC im Unfrieden - "Frahn-Affäre" wurde zum Politikum

Ein Bild aus Chemnitzer Zeiten: Thomas Sobotzik (heute 48, r.) mit dem damaligen CFC-Co-Trainer Sreto Ristic (heute 47, l.).
Ein Bild aus Chemnitzer Zeiten: Thomas Sobotzik (heute 48, r.) mit dem damaligen CFC-Co-Trainer Sreto Ristic (heute 47, l.).  © PICTURE POINT / K. Dölitzsch

Sobotziks Abgang bei den himmelblauen Chemnitzern war im Herbst 2019 indes ein unrühmlicher. Der sportliche Verantwortungsträger galt damals als Zielscheibe und Sündenbock von Fans und Öffentlichkeit.

Die Stimmungslage in Chemnitz war damals hochexplosiv und das nicht nur mit Blick auf den verpatzten Saisonstart (drei Punkte aus sieben Spielen). Vor allem die "Frahn-Affäre" und der viel diskutierte Umgang damit belastete und spaltete den Klub.

Sobotzik zog die Konsequenzen und trat nach etwas mehr als einem Jahr ab. Trotz des erreichten Ziels direkter Wiederaufstieg in die 3. Liga, der öffentliche Druck war zu groß.

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Wenige Monate später heuerte er bei Regionalligist Kickers Offenbach als Sport-Geschäftsführer an und erreichte nach einer Übergangssaison zwei dritte Plätze mit Sreto Ristic an der Seitenlinie.

Mit dem Hessenpokal-Sieg im Gepäck wurden er und Ristic allerdings anschließend vor die Tür gesetzt, da der mehrmals verpasste Aufstieg nachwirkte.

Angesichts der damaligen Konkurrenz, die heute in Elversberg und Freiburg II von der Spitze der 3. Liga grüßt, eine rückblickend äußert schwierige Mission.

Hammermeldung in der Halbzeitpause: Halle-Kapitän Jonas Nietfeld verlängert seinen Vertrag bis 2026!

Wie sehr Thomas Sobotzik schon an der Vertragsverlängerung mit einem Hallenser Schlüsselspieler beteiligt war, bleibt indes offen. Im Fall Jonas Nietfeld (29) sprachen die sportlichen Fakten ohnehin für sich.

Halles Kapitän hat sich in seiner vierten Saison beim HFC endgültig zur Führungskraft und zum Vorkämpfer hochgearbeitet. "Nieter", wie er von Mitspielern und Fans liebevoll genannt wird, bewies diese Drittliga-Saison sowohl als Abwehrchef als auch Angreifer (sechs Treffer) vielfach seinen Wert fürs Team.

Deswegen schmerzte vor gut einer Woche die Nachricht, dass Halles Nummer 33 aufgrund einer Bänderverletzung im Sprunggelenk vorerst zum Zuschauen verdammt ist, umso mehr.

Die Nachricht seiner Vertragsverlängerung bis 2026 dürfte dagegen so ziemlich jeder HFC-Sympathisant gutheißen. Sie wurde am Dienstagabend während der Halbzeitpause im Stadion verkündet.

Titelfoto: Bildmontage: PICTURE POINT/ K. Dölitzsch

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