Hannover - Als hätten frischgebackene Eltern nicht schon genug Stress, müssen Zweitliga-Profi Havard Nielsen (32) und seine Ehefrau Karoline kurz nach der Geburt ihres Kindes auch noch umziehen. Der norwegische Angreifer fliegt aus seiner Wohnung in Hannover. Das hat das Amtsgericht jetzt bestätigt.
Wie die "HAZ" berichtet, ist der 96-Kicker mit seinem Einspruch gegen eine Zwangsräumung seines Domizils im Hannoveraner Stadtteil Kirchrode gescheitert.
Demnach lebte der 14-fache Nationalstürmer dort bis zum 27. September 2025 glücklich mit seiner Partnerin auf 95 Quadratmetern für 2700 Warmmiete. Dann meldete ein neuer Eigentümer allerdings Eigenbedarf an.
Nielsen wehrte sich dagegen und pochte auf einen Formfehler, denn das Kündigungsschreiben sei nur an ihn, nicht aber an seine Frau gerichtet gewesen. Für das Gericht war das jedoch "unerheblich", wie Sprecher Dr. Patrick Skeries demzufolge erklärte.
Außerdem sollen der Fußballer und seine Gattin erst sehr spät auf die Kündigung reagiert und eine ähnliche Alternativwohnung im Erdgeschoss desselben Hauses abgelehnt haben, während der Eigentümer seinen Eigenbedarf "überzeugend dargelegt" habe, hieß es vonseiten des Gerichts.
Dass die junge Familie nun überhaupt noch bis zum 16. Juli Zeit für den Auszug bekommt, liegt daran, dass Söhnchen Oskar erst vor einem knappen Monat am 21. Mai das Licht der Welt erblickte.
Havard Nielsen braucht einen neuen Klub
Der Anspruch auf Fürsorge und Schutz für Mütter ist im Grundgesetz verankert und verhindert hier die Anordnung einer sofortigen Räumung.
Immerhin könnte für den 32-Jährigen und seine wachsende Familie ein Tapetenwechsel ohnehin bald auch ohne juristischen Zwang notwendig werden. Nach vier Jahren läuft sein Vertrag bei Hannover 96 nämlich aus, verlängert wird er nicht. Somit braucht er einen neuen Klub.
In der vergangenen Spielzeit gehörte Nielsen bei den Roten längst nicht mehr zum Stammpersonal und kam lediglich auf zehn Kurzeinsätze. Ein Scorerpunkt gelang ihm dabei nicht.