"Aus" der Traum: Hertha BSC verabschiedet sich endgültig vom Aufstieg

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Berlin - Mit einem Sieg gegen Eintracht Braunschweig hätte Hertha BSC den Abstand auf Platz drei noch einmal auf fünf Punkte verkürzen können - nach der enttäuschenden Punkteteilung an der Hamburger Straße sind es jetzt sieben Zähler.

Fabian Reese (28) ist mit seiner Hertha wieder einmal ins Straucheln geraten und hat den Aufstieg frustriert abgehakt.
Fabian Reese (28) ist mit seiner Hertha wieder einmal ins Straucheln geraten und hat den Aufstieg frustriert abgehakt.  © Swen Pförtner/dpa

Bei noch ausstehenden vier Partien wäre eine Aufholjagd rein rechnerisch zwar noch immer möglich, allerdings ist kaum davon auszugehen, dass alle Aufstiegsaspiranten den Berlinern jetzt den Gefallen tun und reihenweise verlieren.

So kommt es auch nicht von ungefähr, dass Fabian Reese (28) die Frage nach dem endgültigen Abschied vom Aufstiegstraum am Sky-Mikrofon nach Spielschluss knapp aber unmissverständlich und frustriert bejahte: "Ja, war der endgültige. Aus."

Sportdirektor Benjamin Weber (46) erklärte indes, dass man im gesamten Saisonverlauf nie richtig an die Aufstiegsplätze herangekommen sei. Für Hertha gehe es jetzt nur noch darum, die Spielzeit "maximal gut" zu beenden. "Alles andere - die Frage stellt sich nicht", betonte er zerknirscht.

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Stefan Leitl (48) zeigte sich bei der anschließenden Pressekonferenz "schon sehr enttäuscht". Schließlich sei in der Partie mehr möglich gewesen, weil "wir in der ersten Hälfte viele Möglichkeiten hatten, um höher zu führen", bemängelte der Coach.

Es war nicht das erste Mal in dieser Saison, dass die Blau-Weißen beste Chancen ungenutzt ließen und dadurch ein besseres Ergebnis verspielten.

Luca Schuler (27, l.) war mit zwei Alutreffern der Pechvogel des Tages.
Luca Schuler (27, l.) war mit zwei Alutreffern der Pechvogel des Tages.  © Swen Pförtner/dpa
Kennet Eichhorn (16) wurde nach seinem Platzverweis von seinem Coach in Schutz genommen.
Kennet Eichhorn (16) wurde nach seinem Platzverweis von seinem Coach in Schutz genommen.  © Swen Pförtner/dpa

Stefan Leitl bemängelt zu viele Rote Karten für Hertha BSC

Stefan Leitl (48) hat nach Spielschluss enttäuscht die mangelnde Effizienz seiner Mannschaft kritisiert.
Stefan Leitl (48) hat nach Spielschluss enttäuscht die mangelnde Effizienz seiner Mannschaft kritisiert.  © Swen Pförtner/dpa

Pechvogel des Tages war sicherlich Luca Schuler, der zwar den Strafstoß herausholte, den Reese im Nachschuss zur Führung verwandelte, aber selbst zweimal am Aluminium scheiterte.

Schlüsselszene der Begegnung war zweifelsohne der Platzverweis von Kennet Eichhorn (16), der beim Stand von 1:0 vorzeitig in die Kabine musste. "Ja, es ist natürlich eine rote Karte", bestätigte Leitl auf Nachfrage.

Allerdings nahm er seinen Youngster auch umgehend in Schutz: "Ich finde, dass wir [...] Kenny in diese Situation bringen, weil wir einfach kein qualitativ gutes Passspiel an den Tag legen und Kenny einfach mit seinem Eifer und mit seinem Einsatz noch alles versucht."

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Der 16-Jährige ging mit gestrecktem Bein und offener Sohle in den Zweikampf um den Ball und erwischte Gegenspieler Florian Flick oberhalb des Knöchels. Man könne ihm keine Absicht unterstellen, merkte der 48-Jährige an und sprach von einer "total unglücklichen Szene".

Dennoch monierte der BSC-Coach, dass seine Mannschaft im Verlauf der Saison einfach zu viele entscheidende Rote Karten bekommen habe. "Auf Sicht verlierst du einfach zu viele Punkte", stellte er fest, es "sind jetzt glaube ich sechs".

Rechnet man besagte sechs Zähler dem Punktekonto des Hauptstadtklubs hinzu, so hätten die Spree-Athener nur noch ein einziges Pünktchen Rückstand auf den Tabellendritten ...

Titelfoto: Swen Pförtner/dpa (Bildmontage)

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