Ex-Hertha-Flop mischt Champions League eiskalt auf

Berlin - Für Hertha BSC war er offenbar nicht gut genug - jetzt sorgt der einstige Transfer-Flop mit seinem neuen Team für jede Menge Wirbel in der Champions League.

Fredrik Björkan (27) hat nur zehn Pflichtspiele für Hertha BSC absolviert.
Fredrik Björkan (27) hat nur zehn Pflichtspiele für Hertha BSC absolviert.  © RONNY HARTMANN / AFP

Erinnert Ihr Euch noch an Fredrik Björkan (27)? Der Linksverteidiger wechselte im Januar 2022 ablösefrei mit einigen Vorschusslorbeeren aus Norwegen zum Hauptstadtklub.

Mit seinem Verein FK Bodø/Glimt spielte er sogar in der Conference League und sollte die dringend benötigte Verstärkung in der Hintermannschaft der Berliner werden - er wurde es nie.

Schon sein Einstieg verlief äußerst unglücklich, denn unmittelbar nach seiner Ankunft wurde der heute 27-Jährige von einer Corona-Infektion zurückgeworfen. Insgesamt absolvierte Björkan nur zehn Pflichtspiele für die Alte Dame - in der Regel Kurzeinsätze.

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Und obwohl die Blau-Weißen in der Relegation den Klassenerhalt in der Bundesliga sicherten, war die Zeit für den norwegischen Nationalspieler in Berlin schon wieder vorüber.

Im Sommer wurde er zunächst an Feyenoord Rotterdam verliehen, bevor im Januar 2023 die ablösefreie Rückkehr zu seinem Jugendklub erfolgte.

Bodø/Glimt siegt am Polarkreis auch gegen Inter Mailand

Beim Sieg gegen Inter Mailand hat sich Fredrik Björkan (r.) voll in die Zweikämpfe gehauen.
Beim Sieg gegen Inter Mailand hat sich Fredrik Björkan (r.) voll in die Zweikämpfe gehauen.  © Thomas Andersen/NTB/dpa

Zu jenem Bodø/Glimt, das zurzeit eiskalt die Königsklasse aufmischt - mit Björkan als Stammspieler. Mit sensationellen Siegen gegen Manchester City und Atlético Madrid konnten sich die Nordmänner auf den letzten Drücker noch für die Play-offs qualifizieren.

Im Kampf ums Achtelfinale wartete mit dem Vorrunden-Zehnten Inter Mailand ein dementsprechend schwerer Gegner. Aber wer jetzt denkt, die Italiener hätten leichtes Spiel mit dem krassen Underdog gehabt, der irrt sich gewaltig.

Das Hinspiel im heimischen Aspmyra-Stadion entschied Bodø am Mittwoch mit 3:1 gegen den letztjährigen Finalisten für sich. Den Führungstreffer von Sondre Brunstad Fet (29) leitete der Ex-Hertha-Profi mit seinem dynamischen Dribbling durchs Mittelfeld ein.

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Klar hat der Klub vom Polarkreis einen echten Heimvorteil. Das Aspmyra ist mit Kunstrasen ausgestattet und gegnerische Fans finden wohl eher selten den Weg in die 8270 Zuschauer fassende Spielstätte. Und dass eine italienische Mannschaft ungern bei gefühlt -7 Grad Celsius kickt, ist auch verständlich.

Leichtes Spiel sollte Inter aber trotzdem auch im Rückspiel nicht erwarten, denn den Dreier gegen Atlético hat Bodø/Glimt in der Fremde eingefahren, sodass Fredrik Björkan sich auf jeden Fall Hoffnungen auf den Einzug in die nächste Runde machen kann.

Titelfoto: RONNY HARTMANN / AFP

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