Berlin - Dass immer wieder diverse Klauseln in Spielerverträge eingebaut werden, ist mittlerweile gang und gäbe im Fußball und auch bei Hertha BSC an der Tagesordnung.
So verlängerte sich beispielsweise der Vertrag des neuen Hertha-Kapitäns Josip Brekalo (28) am Ende der vergangenen Saison automatisch um eine weitere Spielzeit, nachdem er eine bestimmte Anzahl von Partien in der Startelf für die Alte Dame absolviert hatte - inzwischen hat der Kroate sogar bis Sommer 2028 unterschieben.
Dass sich solche Optionen auch negativ auf einen Kicker auswirken können, musste in der zurückliegenden Spielzeit Harvey Elliott (23) vom FC Liverpool am eigenen Leib erfahren. Damit sich Aston Villas Kaufpflicht nicht automatisch aktivierte, versauerte der 23-Jährige auf der Tribüne.
Aber zurück nach Berlin, wo die Blau-Weißen nach Informationen von Bild wirklich eine sehr kreative und gute Klausel mit Bayer Leverkusen für Leihspieler Farid Alfa-Ruprecht (20) ausgehandelt haben.
Der Hauptstadtklub hat zwar keine Kaufoption für den Flügelflitzer, allerdings kommt es dem Verein zugute, wenn der 20-Jährige viel Spielpraxis sammeln kann.
Je mehr Farid Alfa-Ruprecht spielt, desto weniger muss Hertha BSC für ihn bezahlen
Denn je mehr Partien Alfa-Ruprecht im Hertha-Trikot absolvieren darf, desto weniger müssen die Berliner am Ende von den vom Boulevardblatt genannten 300.000 Euro in Richtung Werkself überweisen.
Das ist also eine echte Win-win-Situation für beide Vereine: Leverkusen profitiert von der Leihe umso mehr, wenn der Flügelstürmer viel Einsatzzeit bekommt.
Im Gegenzug können die Spree-Athener natürlich zum einen die Leistung des Youngsters für sich nutzen und zum anderen durch viele Einsätze am Ende bares Geld sparen.
Der Anfang ist bereits gemacht. Beim Pokalsieg in Saarbrücken wurde der Rechtsaußen in der 87. Minute eingewechselt und hatte nur zwei Zeigerumdrehungen später die große Chance, seinen neuen Klub vor der Verlängerung zu bewahren.
"Wir sind wirklich happy, dass er da ist", freute sich Stefan Leitl (48) über den Transfer-Coup. Farid Alfa-Ruprecht sei ein Spieler, der maximalen Speed hat. "Man hat in Ansätzen gesehen, was er für ein Potenzial mitbringt", stellte der Hertha Coach erfreut fest.