Ein letztes Seitz-Goodbye bei Lok Leipzigs Testspiel-Pleite gegen Hertha BSC

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Leipzig - Munterer Kick am Samstagnachmittag im Bruno-Plache-Stadion! Lok Leipzig konnte gegen Zweitligist Hertha BSC gerade im ersten Durchgang noch recht gut mithalten, musste sich gegen die Qualität der Berliner letztendlich aber mit 1:3 (1:2) geschlagen geben. Trotzdem ein guter Test, bei dem Ex-Trainer Jochen Seitz emotional verabschiedet wurde.

Lok Leipzig wehrte sich mit allen Mitteln gegen die Qualität des Zweitligisten. Das ging auch lange Zeit in der ersten Halbzeit gut.
Lok Leipzig wehrte sich mit allen Mitteln gegen die Qualität des Zweitligisten. Das ging auch lange Zeit in der ersten Halbzeit gut.  © Picture Point / Roger Petzsche

Bestes Fußballwetter, ein starker Gegner und 3784 Fans im Stadion: Lok gegen Hertha stand unter einem guten Stern. Der erstaunlich erholt wirkende Seitz war zudem da, um Blau-Gelb die Daumen zu drücken.

"Ein etwas komisches Gefühl, wieder hier zu sein, aber man fühlt sich immer noch sehr verbunden", so der 49-Jährige schon vor Anpfiff gegenüber TAG24.

Kurz nach 15 Uhr erst rollte dann die Kugel, weil Vereinslegende Djamal Ziane noch schnell geehrt wurde.

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Der Favorit aus der Hauptstadt machte direkt Druck, störte die Sachsen extrem früh im Aufbau. Das ging teilweise viel zu schnell für den Regionalligisten, der Glück hatte, dass er in der Anfangsphase nicht in Rückstand geriet.

Aber die Hausherren warfen sich mit allem, was sie hatten dazwischen, gingen das an wie ein Pflichtspiel. So blieb die Partie bis zur Trinkpause - die von vielen Pfiffen begleitet wurde - torlos.

Frisch hydriert schnappte Hertha nach Wiederanpfiff aber zu. Nach einem Angriff über rechts segelte eine Flanke direkt auf den Kopf von Sebastian Grönning, der punktgenau rechts unten einnickte - 1:0 (31.). Aber Lok, absolut gar nicht geschockt, glich im Gegenzug direkt aus. Torschütze war Ayodele Adetula, der von links stark flach rechts unten netzte (34.).

Dann zeigte sich aber die Qualität der Gäste, die postwendend wieder in Führung gingen. Soufian Gouram nahm aus 20 Metern Maß, setzte das Leder an den rechten Pfosten und von dort ins Netz - 2:1 (36.).

In der Halbzeitpause wurde Ex-Trainer Jochen Seitz (r.) unter anderem von seinem ehemaligen Co-Trainer Robin Hintz gebührend verabschiedet.
In der Halbzeitpause wurde Ex-Trainer Jochen Seitz (r.) unter anderem von seinem ehemaligen Co-Trainer Robin Hintz gebührend verabschiedet.  © Picture Point / Roger Petzsche
Immer wieder ging es etwas zu schnell für den Regionalligisten. Hertha hätte mit etwas mehr Konsequenz zur Halbzeit auch höher führen können.
Immer wieder ging es etwas zu schnell für den Regionalligisten. Hertha hätte mit etwas mehr Konsequenz zur Halbzeit auch höher führen können.  © Picture Point / Roger Petzsche

Hertha BSC sorgt gegen Lok Leipzig schnell für klare Verhältnisse

Lok Leipzigs Trainer Torsten Ziegner konnte durchaus zufrieden mit der Leistung seines Teams sein.
Lok Leipzigs Trainer Torsten Ziegner konnte durchaus zufrieden mit der Leistung seines Teams sein.  © Picture Point / Roger Petzsche

Zur Pause wurde unter tosendem Applaus Seitz auf das Feld bestellt, um offiziell verabschiedet zu werden. "Ich werde Lok immer im Herzen behalten. Ich werde die Daumen drücken, dass die nächste Saison wieder so erfolgreich wird", so die Sätze des Coachs, die bei den Fans wie Öl runtergingen.

Und der Mannschaft Auftrieb gaben für den zweiten Durchgang? Naja, die Berliner machten das auch nach Wiederanpfiff schon sehr gut, gaben der Lokschen kaum Zeit zum Atmen.

Folgerichtig machten die Gäste nach 53 Zeigerumdrehungen dann auch recht einfach das 3:1. Der eingewechselte Marten Winkler traf rechts aus kurzer Distanz.

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Entlastung gab es für die Gastgeber immer seltener. Wenn Blau-Gelb mal durchbrach, dann meist über den starken Adetula, der immer mal wieder zwischen der letzten Kette durchstartete. Auch Neuzugang Patrick Vuc kam zu Abschlüssen, scheiterte aber an Keeper Tjark Ernst (82.).

Lok hätte sich in der Schlussphase insgesamt durchaus den Anschluss verdient gehabt. Am Ende pfiff Schiedsrichter Max Kluge beim Stand von 1:3 aber ab.

Titelfoto: Montage: Picture Point / Roger Petzsche

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