Herthas ewiger Pekarik in die Heimat? Verliert die Alte Dame gleich zwei Rechtsverteidiger?

Berlin - Er ist die Konstante im Kader von Hertha BSC. Seit nun schon einem ganzen Jahrzehnt trägt Peter Pekarik (36) das blau-weiße Trikot. Schon oft war der Routinier abgeschrieben, gespielt hat er am Ende aber doch. So war es wenig überraschend, dass der Rechtsverteidiger im Sommer erneut noch ein Jahr dranhing.

Peter Pekarik (36) trägt schon seit zehn Jahren die Fahne auf der Brust, spielt in dieser Saison aber keine Rolle.
Peter Pekarik (36) trägt schon seit zehn Jahren die Fahne auf der Brust, spielt in dieser Saison aber keine Rolle.  © Andreas Gora/dpa

Nun aber könnte die Zeit in Berlin doch vorzeitig enden. Der mittlerweile 36-Jährige wird seit Wochen mit einem Wechsel in die Heimat in Verbindung gebracht. Er gilt neben Vladimir Darida (32) als einer der Wechsel-Kandidaten im Winter.

"Natürlich gibt es Spieler, die über ihre Situation nachdenken. Dann sollten wir klar, offen und ehrlich darüber reden und dann finden wir eine Lösung", sagte Sandro Schwarz. Der 44-Jährige schätzt Herthas Mr. Zuverlässig, eine große Rolle spielte der Abwehrmann in dieser Saison aber nicht. Der Slowake hat nur ein einziges Mal gespielt - sieben Minuten beim 1:1 in Mainz.

Sollte Pekarik seine Karriere lieber in der Heimat anstatt auf der Bank ausklingen lassen, rückt ein Abschied nach 222 Pflichtspielen für den Hauptstadtklub immer näher. Hertha droht dann allerdings ein Problem.

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Jonjoe Kenny (25) ist zwar gesetzt, dahinter wird es aber dünn, zumal auch für Deyovaisio Zeefuik (24) ein Abnehmer gesucht wird. Beim Niederländer, dem schon im Sommer mitgeteilt wurde, dass er keine Zukunft mehr besitzt, sieht die Bilanz noch düsterer aus. Der 24-Jährige durfte zwar fünf Minuten im Pokal ran, stand aber nur am ersten Spieltag überhaupt im Kader.

Ein Wechsel hatte sich trotz mangelnder Perspektive zerschlagen, im Winter aber bietet sich eine neue Chance. Verliert die Alte Dame im Januar nun gleich zwei Rechtsverteidiger? Gut möglich, dass am Ende nur einer gehen darf oder aber Fredi Bobic (51) ebenfalls auf dem Transfermarkt zuschlägt.

Herthas Deyovaisio Zeefuik (24) wurde schon im Sommer ein Wechsel nahegelegt.
Herthas Deyovaisio Zeefuik (24) wurde schon im Sommer ein Wechsel nahegelegt.  © Sven Hoppe/dpa

Neue Chance für Julian Eitschberger?

Allzu viele Hoffnungen auf Winter-Zugänge sollten sich die Berliner aber angesichts der finanziellen Lage aber nicht machen. "Der Januar ist ein sehr schwieriger Monat. Man kann sehr viel falsch machen. Wir werden uns genau überlegen, was wir machen und was wir nicht machen", so Bobic.

Wahrscheinlicher ist da, dass die Berliner der Jugend eine Chance geben. Mit Julian Eitschberger (18) hat Hertha noch ein Talent in den Reihen, der bereits etwas Bundesligaluft schnuppern durfte. In der vergangenen Spielzeit setzte Felix Magath (69) beim Derby überraschend auf den U19-Nationalspieler. Wohlgemerkt als Linksverteidiger. Jetzt könnte Eitschberger (elf Spiele in der Regionalliga Nordost) im Oberhaus gebraucht werden.

Titelfoto: Andreas Gora/dpa

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