Leitl zieht Fazit: So soll Herthas neuer Fußball aussehen

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Kitzbühel - Schluss in Österreich: Hertha BSC beendet das Trainingslager in Kitzbühel und tritt mit einem guten Gefühl die Heimreise an. Die Berliner sehen sich für den Ligastart in knapp zwei Wochen gerüstet. 

Über eine Woche lang bereitete sich Hertha in Kitzbühel auf die neue Saison vor.
Über eine Woche lang bereitete sich Hertha in Kitzbühel auf die neue Saison vor.  © TAG24/Johannes Kohlstedt

"Grundsätzlich bin ich sehr zufrieden mit dem Trainingslager, weil wir unser Programm komplett durchziehen konnten. Wir hatten bis auf Gustav Christensen zum Abschluss keinen Ausfall. Das ist natürlich bitter, aber insgesamt stand der komplette Kader permanent zur Verfügung und das ist natürlich super, weil wir sehr gut arbeiten konnten", zieht Stefan Leitl (48) Bilanz. 

Einen Härtetest gibt es noch. Am 31. Juli testet die Alte Dame gegen Köln - wieder in Österreich. "Wir sind wirklich auf einem ordentlichen Weg. Was uns jetzt noch fehlt, ist, so einen Rhythmus zu bestimmen, aus dieser sehr intensiven Spielweise, vielleicht sich auch mal wieder in einem tieferen Block zu erholen. Das ist jetzt die Aufgabe in den nächsten Tagen, dass wir da gut hinkommen." 

Apropos Spielweise: Die soll sich in der neuen Saison ändern. Hertha will offensiver werden, künftig höher stehen und höher pressen - mit einkalkuliertem Risiko. "Insgesamt bin ich super zufrieden mit der Art und Weise, wie wir spielen. Wir schießen viele Tore, wir werden auch das eine oder andere schlucken müssen, aber grundsätzlich gefällt uns dieser offensive Gedanke sehr, sehr gut. So machen wir weiter", kündigt Leitl an.

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Die neue Spielweise kommt der doch jungen Mannschaft entgegen, rückt der Berliner Weg nach den vielen Abgängen noch mehr in den Fokus. Allein im Trainingslager waren acht Nachwuchsspieler dabei, die durchaus auf sich aufmerksam machen konnten.

Stefan Leitl (48) zieht ein positives Fazit.
Stefan Leitl (48) zieht ein positives Fazit.  © Andreas Gora/dpa

Leitl begrüßt Neuzugang und kann sich über zwei Rückkehrer freuen

Luca Schuler (27, r.) meldet sich rechtzeitig kurz vor dem Ligastart zurück.
Luca Schuler (27, r.) meldet sich rechtzeitig kurz vor dem Ligastart zurück.  © TAG24/Johannes Kohlstedt

Leitl weiß aber auch: Am Ende zählt es, was Hertha am 7. August in Bochum (20.30 Uhr/Sky) auf den Platz bringen kann. "Hohes Pressing birgt immer Risiko. Das fühlt sich momentan wirklich sehr, sehr gut an. Jetzt musst du es in die Liga transportieren. Wenn du Erfolgserlebnisse hast, dann hat die Mannschaft ja noch mehr Vertrauen in das Ganze und dann läuft es irgendwann mal von alleine."

Freuen kann sich der Trainer nicht nur über den ersten Neuzugang Oluwaseun Adewumi (21), sondern auch über die zwei Rückkehrer Deyovaisio Zeefuik (28) und Luca Schuler (27). Beim internen Test konnte das Duo jeweils ein 45-Minuten-Comeback geben. Zuvor konnten sie nur teilweise am Mannschaftstraining teilnehmen. 

Schuler belohnte sich mit einem Doppelpack, während Zeefuik wie gewohnt kompromisslos verteidigte - mit Folgen für Christensen. "Ihr kennt ja Deyo und wisst ja auch, dass er natürlich immer spielen will. Deyo ist emotional natürlich auch extrem wichtig für die Mannschaft", so Leitl.

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Der Fanliebling könnte das Vakuum auf der linken Abwehrseite beheben, auch wenn der erst 17-jährige Mayson Grothe zu den positiven Überraschungen gehört.

Klar ist aber auch: Adewumi wird nicht der einzige Neuzugang bleiben. Die Mannschaft wird sich noch verändern. Priorität haben weiterhin ein Stürmer und ein Linksverteidiger. Der Zweitliga-Start kann dennoch kommen.

Titelfoto: TAG24/Johannes Kohlstedt, Andreas Gora/dpa

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