Nach Krawallen in Dresden: Hertha BSC verpasst Fans einen Dämpfer

Berlin - Nach der Fan-Eskalation rund um das Auswärtsspiel bei Dynamo Dresden hat Hertha BSC die geplante Veröffentlichung eines Sondertrikots kurzfristig verschoben.

Fans überwindeten die Absperrung und beschossen sich mit Pyrotechnik.
Fans überwindeten die Absperrung und beschossen sich mit Pyrotechnik.  © Sebastian Kahnert/dpa

Das teilte der Klub am Dienstagabend in den sozialen Medien mit.

In einer Mitteilung erklärte der Verein: "Liebe Herthanerinnen und Herthaner, im Rahmen unseres Heimspiels am kommenden Samstag gegen den 1. FC Kaiserslautern war geplant, dass unsere Mannschaft in einem Sondertrikot aufläuft."

Zur Begründung hieß es: "Umso schwerer fällt uns die Entscheidung, den Release dieses Sondertrikots vorerst zu verschieben. Hintergrund sind die Ereignisse rund um unser Auswärtsspiel am vergangenen Samstag in Dresden. Die dortigen Vorfälle und jede Form von Gewalt verurteilen wir aufs Schärfste."

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Ein Sondertrikot stehe "für Gemeinschaft, Zusammenhalt und Identifikation – innerhalb des Vereins, zwischen Mannschaft und Fans sowie über Generationen hinweg".

Diese Werte ließen sich derzeit nicht glaubwürdig vermitteln, da die Ereignisse noch aufgearbeitet werden müssten. "Deshalb haben wir uns bewusst dafür entschieden, zunächst innezuhalten", so der Zweitligist weiter.

Zugleich verwies Hertha BSC auf bereits angestoßene organisatorische Maßnahmen, die sich nicht vollständig stoppen ließen, und bat um Verständnis. Ein neuer Termin für die Veröffentlichung soll folgen.

Unabhängig davon bleibt bei Heimspielen ein Awareness-Angebot bestehen. Gemeinsam mit dem Projekt "Wo ist Lotte?" stehen auch psychologische Ansprechpartner für Betroffene zur Verfügung.

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa

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