Neun Ex-Hertha-Stars bei WM dabei: Bobic-Flop spielt sogar für ein anderes Land

Berlin - Die Hertha-Stars werden die WM gebannt vor dem Fernseher verfolgen. Als Zweitligist stellt Hertha BSC keinen einzigen Nationalspieler, der beim großen Turnier in Mexiko, Kanada und den USA dabei ist. Und doch dürften blau-weiße Anhänger so manches Land ganz besonders verfolgen: Mit neun ehemaligen Spielern stellt die Alte Dame fast eine ganze Mannschaft auf.

Ivan Sunjic (29) ist den meisten bei Hertha BSC vor allem durch die Suspendierung in Erinnerung geblieben.  © Tom Weller/dpa

Kurios: Mit Ivan Sunjic (29) und Frederik Björkan (27) sind zwei Akteure bei der Endrunde dabei, die bei Hertha absolut gar nicht funktioniert haben.

Ersterer ist nur noch in Erinnerung geblieben, weil er einst von Pal Dardai (50) vom Trainingsplatz geschmissen worden ist - und das mit legendären Worten: "Was denkst du dir? Geh weg. Tschüss", schimpfte Dardai. "Verpiss dich. Tschüss."

Sunjic wurde daraufhin suspendiert, machte kein einziges Spiel mehr für Hertha, spielte allerdings vorher schon kaum eine Rolle mehr. Der Sechser ging erst zu Birmingham und empfahl sich mit Champions-League-Teilnehmer Pafos für mehr.

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Allerdings nicht mehr für Kroatien. Inzwischen läuft Sunjic für Bosnien-Herzegowina auf und ist gesetzt.

Weil sein bislang einziges Länderspiel für Kroatien ein Freundschafts- und kein Pflichtspiel war, war ein Verbandswechsel drin.

In Berlin vom Hof gejagt, trifft der Flop-Einkauf von Fredi Bobic (54) mit Bosnien auf einen Mitspieler, dem auch zwei Jahre nach seinem Abgang die Herzen in der Hauptstadt zufliegen: Haris Tabakovic (32) ist trotz erlittener Fußverletzung am letzten Bundesligaspieltag bei der WM dabei.

Björkan, ein weiterer Bobic-Flop, schrieb in dieser Saison ohnehin ein ganz besonderes Fußballmärchen. Mit Underdog Bodø Glimt mischte der Norweger die Champions League auf. Erst im Achtelfinale war trotz 3:0 im Hinspiel gegen Sporting Lissabon im Rückspiel nach Verlängerung Schluss.

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Bei Hertha wurde Frederik Björkan (27) nie glücklich.  © Andreas Gora/dpa
Da ist er wieder: Vladirmir Darida (35, r.) machte wie Neuer einen Rücktritt vom Rücktritt  © Adam Davy/PA Wire/dpa

Vladimir Darida mit Rücktritt vom Rücktritt

Matheus Cunha (27) zaubert auch bei Manchester United.  © Martin Rickett/PA Wire/dpa

Bei Hertha lief es weniger gut. Im Winter 2022 verpflichtet war der Linksverteidiger acht Monate später und insgesamt nur zehn Spielen schon wieder weg. Jetzt kann er mit Erling Haaland (25) und Co für die nächste Sensation sorgen.

Ebenfalls eine tolle Geschichte: Das Comeback von Vladimir Darida (35). Auch mit 35 Jahren ist der Dauerläufer nicht aus der tschechischen Nationalelf wegzudenken - obwohl er eigentlich schon zurückgetreten ist. Für die Playoffs machte der langjährige Herthaner jedoch einen Rücktritt vom Rücktritt und reist mit über den großen Teich.

Auch bei Algerien wird aus der Hauptstadt genau hingeguckt, läuft mit Ibo Maza (20) doch ein gebürtiger Berliner auf. Der 20-Jährige trifft bei der WM-Gruppenhase unter anderem auf Lionel Messi (38).

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Zur Kategorie "fast vergessen" gehört hingen Omar Alderete (29). Der Paraguayer kam noch zu einer Zeit, als das Geld viel, viel lockerer bei der Alten Dame saß. Dennoch war der Innenverteidiger nach nur einer Saison schon wieder weg. Inzwischen verdient er sein Geld mit dem AFC Sunderland in England.

Jhon Cordoba (33) hingegen ist nach wie vor einer der wenigen ausländischen Fußballer, die trotz des Angriffskriegs in Russland aktiv sind. Der mittlerweile 33-jährige Sturmtank spielt weiterhin für Krasnodar, dürfte bei Kolumbien aber meist wohl von der Bank kommen.

Auch beim Brasilianer Matheus Cunha (27) ist die Konkurrenz in der Seleção groß. Ebenso bei Dodi Lukebakio (28) in Belgien.

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