Schon wieder Hertha-Aufstieg adé: "Hatten dieses Spiel schon tausendmal in dieser Saison"

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Berlin - Das war's dann wohl endgültig! Nach fünf ungeschlagenen Spielen (davon vier Siege) keimte bei Hertha BSC doch noch wieder Hoffnung im Aufstiegsrennen auf, die jetzt aber auf brutale Art und Weise zunichtegemacht wurde. Mit dem 0:1 gegen Kaiserslautern ist das Thema Bundesliga durch. Schon wieder.

Fabian Reese (28) muss die unnötige Niederlage erstmal verarbeiten.
Fabian Reese (28) muss die unnötige Niederlage erstmal verarbeiten.  © Andreas Gora/dpa

Eigentlich war die Tür bereits zu und abgesperrt, dann aber rappelte sich die Alte Dame auf. Der Hauptstadtklub robbte sich auf fünf Punkte auf den Relegationsrang ran, um dann doch nach 90 Minuten geknickt das Feld verlassen zu müssen.

"Vom Gefühl hatte ich dieses Spiel schon tausendmal in dieser Saison. Wir kriegen es irgendwie nicht hin, die entscheidenden Dinger dann auch mal reinzumachen", bemängelte Paul Seguin (31) die fehlende Konsequenz vor dem Kasten.

Chancen hatten die Hausherren zur Genüge, doch der hervorragen aufgelegter Julian Krahl (26) war einfach nicht zu überwinden. Er war sowohl gegen Kevin Sessa (25), als auch Kennet Eichhorn (16), Seguin oder Lautern-Schreck Luca Schuler (26) glänzend zur Stelle. War der Keeper dann geschlagen, half entweder der Pfosten (Seguin) oder es fehlten die nötigen Zentimeter (Winkler). Der Ball wollte einfach nicht reingehen!

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Bezeichnend, dass der 1. FCK, die in der ersten Halbzeit kaum aus der eigenen Hälfte rausgekommen sind, mit der ersten Ecke in Führung gingen, weil Hertha den Ball nicht richtig klären konnte. Nutznießer war dann ausgerechnet Mergim Berisha (27). "Dann kriegst du ein Glücks-Gegentor von denen und du läufst wieder hinterher", so Seguin.

Stefan Leitl (48) vermisste vor dem Tor die letzte Konsequenz.
Stefan Leitl (48) vermisste vor dem Tor die letzte Konsequenz.  © Andreas Gora/dpa

Hertha BSC lässt wieder Mal Chance ungenutzt oben anzugreifen

Mergim Berisha trifft ins Hertha-Herz.
Mergim Berisha trifft ins Hertha-Herz.  © Andreas Gora/dpa

Im Sommer wollte der Hauptstadtklub den Stürmer noch an die Spree locken, jetzt beendete er auch die letzten aufkommenden Hoffnungen wieder. Seguin: "Wir müssen ehrlich sein, es wird sehr schwer, eigentlich fast unmöglich."

Besonders bitter: Viel vorwerfen lassen kann sich Hertha eigentlich nicht. Gerade im ersten Durchgang beherrschte der Gastgeber die Pfälzer nach Belieben, ohne aber wirklich zwingend zu werden. Statt in Führung zu gehen, kassierten die Blau-Weißen die kalte Dusche. "Die zweite Hälfte beginnt optimal für Kaiserslautern und richtig scheiße für uns. Wir kriegen die erste Ecke gegen uns und das Ding ist drin", sagte Stefan Leitl (48).

Seine Mannschaft wollte die Ungeschlagen-Serie unbedingt am Leben halten, drückte vor allem in der Schlussphase auf den Treffer, ließ aber teilweise beste Chancen ungenutzt. "Maximal bitterer Nachmittag für. Wir haben zu viel liegengelassen, um dieses Spiel noch zu drehen."

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Die rund 53.000 Zuschauer im sonnigen Olympiastadion hätten aber auch damit rechnen können. So unglücklich die Niederlage auch ist, folgt sie einem Muster. Immer wenn Hertha die große Chance hat, tatsächlich oben anzugreifen, patzt die Alte Dame. Wenn es schlecht läuft, kann Elversberg auf acht Punkte davonziehen. Dann ist der Relegationsrang wieder in weite Ferne gerückt

Das Motto daher für den Rest der Saison: "Fünf Spiele nochmal alles raushauen, Spaß haben und dann mal schauen", sagte Seguin.

Titelfoto: Andreas Gora/dpa

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