Ex-Hertha-Bubi Königsdörffer ärgert Union Berlin: HSV siegt bei Baumgart-Rückkehr

Hamburg - Der HSV hat bei der Rückkehr von Steffen Baumgart in einer turbulenten Partie mit 3:2 (2:1) die Oberhand gegen Union Berlin behalten und zieht mit dem Sieg in der Tabelle an den Berlinern vorbei. Mann des Spiels war Ex-Hertha-Bubi Ransford Königsdörffer, der einen Doppelpack schnürte.

Leopold Querfeld (l.) lässt Daniel Heuer Fernandes (M.) keine Chance vom Punkt.  © Christian Charisius/dpa

Das Duell begann schwungvoll im ausverkauften Volksparkstadion. Bereits in der 3. Minute hätte es zum ersten Mal im Gäste-Tor klingeln können. Nach 19 Zeigerumdrehungen sorgte dann ein Kopf-Crash für Diskussionen. Andrej Ilic und Jordan Torunarigha waren im Strafraum zusammengerasselt. Die Eisernen forderten Elfer - der Pfiff blieb aber aus.

Sieben Minuten später war Ilic erneut in der Box zur Stelle und wurde von Nicolas Capaldo wohl mit dem Fuß am Kopf erwischt, sodass Schiedsrichter Florian Badstübner diesmal auf den Punkt zeigte. Leopold Querfeld schnappte sich die Kugel und schob sie sicher unten rechts zur Führung ein.

In der 35. Minute schlugen die Hanseaten zurück. Diesmal führte ein Konter über Fabio Vieira und Robert Glatzel zum Erfolg. Am Ende war es Königsdörffer, der mit seinem Schuss ins lange Eck den Ausgleich mit seinem ersten Treffer besorgte.

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In der Nachspielzeit überschlugen sich die Ereignisse noch einmal. Daniel Heuer Fernandes verschätzte sich bei einem langen Schlag, sodass Ilic plötzlich frei vor dem Tor zum Abschluss kam und das Spielgerät unter Druck von Torunarigha knapp am linken Posten vorbeisetzte.

Im Gegenzug segelte eine eigentlich harmlose Flanke durch den FCU-Strafraum. Bakery Jatta hielt die Pille im Spiel und legte auf Capaldo zurück, der direkt abschloss und mit ein wenig Glück Frederik Rönnow zur HSV-Führung überwand. Das Kunstleder sprang von der Unterkante der Latte ins Tor - der Schlusspunkt einer unterhaltsamen ersten Halbzeit.

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Andrej Ilic (r.) lässt die große Chance zur erneuten Union-Führung liegen  © Christian Charisius/dpa
Im Gegenzug überwindet Nicolas Capaldo (r.) mit einem Flachschuss Union-Keeper Frederik Rönnow (l.) zum 2:1 für den HSV.  © Christian Charisius/dpa

Ransford Königsdörffer schnürt Doppelpack gegen Union Berlin, Andrej Ilic bricht Torbann

Ransford Königsdörffer (2.v.r.) hat zwei Tore gegen die Eisernen erzielt.  © Christian Charisius/dpa

Auch im zweiten Durchgang blieben die Hausherren die bestimmende Mannschaft, ohne sich aber weitere hochkarätige Torchancen zu erspielen.

Zur Stundenmarke brachte Steffen Baumgart frische Beine und zwei seiner Joker hätten beinahe in einer Koproduktion für den neuerlichen Ausgleich gesorgt. Tim Skarke donnerte den Querpass von Livan Burcu aus spitzem Winkel aber knapp am Gehäuse vorbei.

Union kam jetzt immer besser ins Spiel. In Minute 71 krachte ein direkter Freistoß des Hamburger Jungen Derrick Köhn an den Querbalken - Glück für Heuer Fernandes. Kurz darauf wechselte auch Merlin Polzin erstmals und brachte unter anderem den nach seiner Suff-Fahrt begnadigten Jean-Luc Dompe in die Partie.

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Es war aber erneut Königsdörffer, der den Sack für die Rothosen zumachte. Bei einem weiteren Konter ließ der Stürmer Unions Abwehrmann Querfeld in einem Laufduell einfach stehen und ballerte das Spielgerät zum 3:1 in die Maschen.

Kurz vor Schluss konnte Ilic immerhin endlich noch seinen Torbann brechen und seinen ersten Saisontreffer erzielen. In der heißen Schlussphase warfen die Eisernen noch einmal alles nach vorn, warten nach der knappen Niederlage aber weiter auf den ersten Sieg im Jahr 2026.

Ransford Königsdörffer (M.) feiert seinen Doppelpack ausgelassen mit seinen Mitspielern.  © Christian Charisius/dpa

Statistik zum Spiel zwischen dem HSV und Union Berlin

Bundesliga, 22. Spieltag

Hamburger SV - 1. FC Union Berlin 3:2 (2:1)

Aufstellung Hamburger SV: Heuer Fernandes - Capaldo (87. Elfadli), L. Vuskovic, Torunarigha - Jatta (74. Gotscholeischwili), Fábio Vieira, Remberg, Muheim - Königsdörffer (87. Mikelbrencis), Otele (72. Dompé) - Glatzel (72. Poulsen)

Aufstellung 1. FC Union Berlin: Rönnow - Doekhi, Querfeld, Nsoki (83. Burke) - Trimmel, Khedira (75. Kral), Kemlein (83. Schäfer), Köhn - Ilic, Jeong (61. Burcu), Ansah (61. Skarke)

Schiedsrichter: Florian Badstübner (Windsbach)

Zuschauer: 57.000 (ausverkauft)

Tore: 0:1 Querfeld (28./Foulelfmeter), 1:1 Königsdörffer (35.), 2:1 Capaldo (45.+2), 3:1 Königsdörffer (82.), 3:2 Ilic (89.)

Gelbe Karten: L. Vuskovic (5), Capaldo (6), Mikelbrencis (2) / -

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Die Union-Spieler demonstrieren Zusammenhalt mit den mitgereisten 5800 Schlachtenbummlern.  © Christian Charisius/dpa

Tabelle 1. Bundesliga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Bayern München 22 82:19 57
2 Borussia Dortmund 22 47:20 51
3 TSG 1899 Hoffenheim 22 47:28 45
4 VfB Stuttgart 22 41:29 42
5 Bayer 04 Leverkusen 21 43:27 39
6 RB Leipzig 21 40:28 39
7 Eintracht Frankfurt 22 44:46 31
8 SC Freiburg 22 32:36 30
9 Hamburger SV 21 24:31 25
10 1. FC Union Berlin 22 28:37 25
11 1. FC Köln 22 31:37 23
12 Borussia Mönchengladbach 22 25:37 22
13 FC Augsburg 21 24:39 22
14 1. FSV Mainz 05 22 25:37 21
15 VfL Wolfsburg 21 29:44 19
16 SV Werder Bremen 22 22:42 19
17 FC St. Pauli 22 20:39 17
18 1. FC Heidenheim 21 19:47 13

Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Deutscher Meister. Wer auf den Rängen 17 und 18 steht, steigt in die 2. Bundesliga ab. Der drittletzte Platz (Position 16) darf in der sogenannten Relegation um den Klassenerhalt spielen. Der Gegner ist der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.

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