Heftige Vorwürfe: Musste Stefan Kuntz den HSV aus anderem Grund verlassen?

Hamburg - Heftige Vorwürfe gegen Ex-Sportvorstand Stefan Kuntz (63)! Laut BILD wurde der wahre Grund für das Ende der Zusammenarbeit mit dem HSV verschwiegen.

Stefan Kuntz (63) sieht sich mit heftigen Vorwürfen konfrontiert.
Stefan Kuntz (63) sieht sich mit heftigen Vorwürfen konfrontiert.  © WITTERS

Eigentlich rechneten die meisten mit einer zeitnahen Verlängerung der Arbeitspapiere des Sportvorstandes. Umso größer war dann die Überraschung, als der HSV zum Trainingsauftakt Anfang des Jahres die einvernehmliche Vertragsauflösung bekannt gab.

In der Pressemitteilung hieß es, Kuntz habe aus persönlichen familiären Gründen um eine Auflösung gebeten.

Wie die BILD am Sonntagmorgen berichtete, sei der wahre Grund ein ganz anderer. Demnach hätten Recherchen ergeben, dass mehrere Mitarbeiterinnen des HSV dem Manager sexuelle Belästigung vorwerfen würden.

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Zunächst habe eine Frau ein Verhalten des 63-Jährigen geschildert, das sie als verbale sexuelle Belästigung empfunden habe.

Der HSV-Aufsichtsrat soll daraufhin eine Anwaltskanzlei hinzugezogen haben. In Gesprächen mit den Anwälten sei von der Frau eine weitere genannt worden, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben soll.

Stefan Kuntz soll Anzeige wegen Stalkings gestellt haben

Stefan Kuntz (63) kam im Mai 2024 zum HSV, mit ihm gelang die Rückkehr in die Bundesliga.
Stefan Kuntz (63) kam im Mai 2024 zum HSV, mit ihm gelang die Rückkehr in die Bundesliga.  © WITTERS

Laut BILD hieß es aus dem Vereinsumfeld, dass die Juristen die Schilderungen der Frauen als glaubwürdig eingeschätzt hätten. Inzwischen seien weitere Betroffene bekannt geworden.

Kuntz selbst soll laut BILD bei der Staatsanwaltschaft Hamburg eine Anzeige gegen Unbekannt wegen Stalkings gestellt haben - wenige Tage nachdem sich die erste Frau an den Verein gewandt habe.

Demnach habe er seit Juli anonyme Nachrichten einer Verehrerin erhalten.

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Der Sportvorstand soll in der Woche vor dem letzten HSV-Spiel des Jahres in seinem Büro von einem Teil des Aufsichtsrates mit den Vorwürfen konfrontiert worden sein.

Eine BILD-Anfrage zu den Vorwürfen soll der Manager über einen Anwalt beantworten lassen haben. Er habe den HSV "aus persönlichen familiären Gründen um eine kurzfristige Vertragsbeendigung gebeten".

TAG24-Anfragen beim Hamburger SV und Stefan Kuntz blieben bislang unbeantwortet.

Titelfoto: WITTERS

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