HSV empfängt RB Leipzig: Deshalb ist Coach Polzin "sehr dankbar" für den Gegner
Hamburg - Entfesselt die "Festung Volkspark" erneut ihre Magie? Seit sieben Heimspielen ist der HSV in der Bundesliga ungeschlagen. Setzen die Rothosen ihre Serie auch am Sonntag (19.30 Uhr) gegen Top-Klub RB Leipzig fort?
In den vergangenen Monaten versuchten sich mit dem FC Bayern München, Borussia Dortmund, Eintracht Frankfurt und dem VfB Stuttgart gleich mehrere Schwergewichte auswärts bei den Hanseaten - dreifach punkten konnte keiner von ihnen, die Schwaben gingen sogar als Verlierer vom Platz.
Mit Leipzig kommt nun die nächste "absolute Top-Mannschaft der Liga" nach Hamburg, wie HSV-Coach Merlin Polzin (35) auf der Pressekonferenz am Freitag urteilte. Seine Spieler und er seien "sehr dankbar, dieses Spiel im Volkspark erleben zu dürfen", betonte der Cheftrainer.
Seine Mannschaft habe in den Spielen gegen die großen Gegner gezeigt, dass sie mithalten könne. Gleichzeitig gab der 35-Jährige zu bedenken: "Wir müssen am Sonntag bei 100 Prozent sein. Und selbst das kann manchmal nicht reichen."
Im Hinspiel (1:2 aus Sicht der Hamburger) habe sein Team eine "stabile Leistung" gezeigt, aber "aufgezeigt bekommen, dass du vielleicht gut spielen kannst, am Ende aber entscheidend ist, was auf der Tafel steht", unterstrich der Aufstiegstrainer.
HSV gegen RB Leipzig auch das Duell der beiden jüngsten Bundesliga-Trainer
Am Sonntag wollen die Rothosen nun nicht nur ein gutes Spiel zeigen, "sondern auch ein besseres Ergebnis erzielen", bekräftigte Polzin. Das Selbstvertrauen dürfte angesichts der aktuellen Serie von sechs Spielen ohne Niederlage groß sein.
Gleichwohl hob der junge Coach auch noch einmal die hohe Qualität von Leipzig hervor, sprach von "sehr viel Geschwindigkeit" und "klasse Einzelspielern".
Auch für RB-Trainer Ole Werner (37) fand Polzin lobende Worte. Dieser habe schon bei Holstein Kiel und Werder Bremen "überragende Arbeit" geleistet und führe dies bei den Sachsen jetzt fort.
Übrigens: Das Kräftemessen am Sonntag ist auch das Duell der beiden jüngsten Trainer der Bundesliga. Wer wohl am Ende über den Dreier jubeln darf?
Titelfoto: Torsten Silz/dpa

