HSV bekommt vom VfB die Grenzen aufgezeigt: "Haben den Gegner eingeladen"

Hamburg/Stuttgart - Vor nicht einmal drei Jahren trafen der HSV und der VfB Stuttgart noch in der Relegation aufeinander. Beim 0:4 am Sonntag wurde den Rothosen schmerzlich vor Augen geführt, wie weit sich die beiden Klubs seitdem voneinander entfernt haben.

Das war nix: Dem HSV wurden im Bundesliga-Spiel beim VfB Stuttgart die Grenzen aufgezeigt.  © Marijan Murat/dpa

Die Hanseaten waren den Schwaben in allen Belangen unterlegen. "Stuttgart war klar besser und hat verdient gewonnen. Das erkennen wir an", fasste Chefcoach Merlin Polzin (35) nach Abpfiff treffend zusammen.

Daniel Elfadli (29), der mal wieder in der Startelf stand, sprach von einer "toughen Aufgabe". Der VfB habe eine "Top-Mannschaft". Gleichzeitig übte der Defensiv-Akteur Kritik am eigenen Auftritt.

"Sie haben es gut gemacht, wir dagegen nicht. Wir haben den Gegner durch individuelle Fehler eingeladen. Ohne diese Fehler hätten wir vielleicht etwas mitnehmen können, so hatten wir etwa in der ersten Hälfte einige Aktionen nach vorne, die wir nicht nutzen konnten", analysierte er.

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Tatsächlich hatte es ein, zwei Situationen gegeben, in denen für die Hamburger etwas drin gewesen war. Doch: "Wir haben aus den Möglichkeiten, die wir hatten, einfach zu wenig gemacht", unterstrich Polzin.

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Nach der deutlichen Pleite traten die HSV-Profis mit betretenen Gesichtern vor die mitgereisten Gäste-Fans.  © Marijan Murat/dpa

Zu den offensiven Unzulänglichkeiten gesellte sich dann auch noch eine schwache Defensivleistung. "Wir sind in keiner Phase in unsere Abläufe gekommen. Wir wollten kompakt stehen, das ist uns nicht gelungen", kritisierte Keeper Daniel Heuer Fernandes (33).

So sahen die Zuschauer unterm Strich einen Klassenunterschied. "Ich habe der Mannschaft nach dem Abpfiff gesagt, dass der Tag heute bescheiden lief und wir auf diesem Level gegen so eine VfB-Mannschaft noch nicht mithalten können", ordnete Polzin die Partie passend ein.

Seine Mannschaft müsse sich nun einmal kurz schütteln, dann gehe es weiter. "Wir müssen jetzt keinen aufrichten. Die Jungs sind voll da. Natürlich sind wir heute enttäuscht, aber wir wissen, dass nächste Woche ein geiles Spiel auf uns wartet", betonte der Trainer.

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Dieses "geile Spiel" ist das Nordderby bei Erzfeind Werder Bremen am kommenden Samstag (15.30 Uhr). Einen Klassenunterschied dürfte es dort höchstwahrscheinlich nicht geben ...

Tabelle 1. Bundesliga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Bayern München 29 105:27 76
2 Borussia Dortmund 29 60:29 64
3 VfB Stuttgart 29 60:38 56
4 RB Leipzig 29 56:36 56
5 Bayer 04 Leverkusen 29 59:39 52
6 TSG 1899 Hoffenheim 29 57:43 51
7 Eintracht Frankfurt 29 54:54 42
8 SC Freiburg 29 42:47 40
9 1. FSV Mainz 05 29 35:44 33
10 FC Augsburg 29 36:53 33
11 1. FC Union Berlin 29 33:50 32
12 Hamburger SV 29 32:45 31
13 1. FC Köln 29 43:50 30
14 Borussia Mönchengladbach 29 35:49 30
15 SV Werder Bremen 29 32:52 28
16 FC St. Pauli 29 25:50 25
17 VfL Wolfsburg 29 39:65 21
18 1. FC Heidenheim 29 32:64 19

Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Deutscher Meister. Wer auf den Rängen 17 und 18 steht, steigt in die 2. Bundesliga ab. Der drittletzte Platz (Position 16) darf in der sogenannten Relegation um den Klassenerhalt spielen. Der Gegner ist der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.

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