HSV gegen Werder: So brisant war das Nordderby seit Jahren nicht mehr

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Hamburg/Bremen - Am Samstag (15.30 Uhr) stehen sich der SV Werder Bremen und der HSV im 159. Nordderby gegenüber. Als hätte das ewige Duell nicht schon Brisanz genug, ist das Kräftemessen dieses Mal sportlich so wichtig wie seit vielen Jahren nicht mehr.

Im kommenden Nordderby zwischen dem HSV und Werder Bremen dürfte es ordentlich zur Sache gehen.
Im kommenden Nordderby zwischen dem HSV und Werder Bremen dürfte es ordentlich zur Sache gehen.  © Marcus Brandt/dpa

Dass die beiden Erzrivalen zu einem derart späten Zeitpunkt in der Saison aufeinandertreffen, war zuletzt in der Saison 2015/16 der Fall. Damals triumphierten die Rothosen am 31. Spieltag mit 2:1 und machten einen ganz wichtigen Schritt Richtung Klassenerhalt.

Der SVW wiederum rangierte nach der Derby-Pleite auf Relegationsplatz 16 und musste bis zum allerletzten Spieltag zittern, ehe ein 1:0-Erfolg gegen Eintracht Frankfurt die Erlösung brachte. Die SGE wiederum musste als 16. in die Relegation gegen den 1. FC Nürnberg - lang ist's her.

Vor dem anstehenden Duell ist die Ausgangslage nun ähnlich brisant wie damals: Der HSV (31 Punkte) steht auf Tabellenplatz 12 und hat drei Zähler Vorsprung auf Werder (Rang 15). Die Grün-Weißen haben ihrerseits nur einen Drei-Punkte-Puffer auf den Relegationsplatz.

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Klar ist: Mit einem Dreier im Nordderby könnten die Hamburger - wie schon vor zehn Jahren - einen riesigen Schritt Richtung Ligaverbleib machen. Bei dann noch drei verbliebenen Spielen hätten sie mindestens sechs, bei einer Pleite vom FC St. Pauli am Freitag (20.30 Uhr) sogar neun Punkte Vorsprung auf Rang 16.

HSV gegen Werder: Beide Klubs wollen Pleite unbedingt vermeiden

Im Hinspiel mussten sich die Bremer knapp geschlagen geben. Eine erneute Niederlage wollen sie unbedingt vermeiden - genau wie die Hamburger.
Im Hinspiel mussten sich die Bremer knapp geschlagen geben. Eine erneute Niederlage wollen sie unbedingt vermeiden - genau wie die Hamburger.  © WITTERS

Bei einer Niederlage wiederum müssten die Hanseaten wieder richtig zittern, wären plötzlich punktgleich mit Werder - bei einem sehr deutlichen Heimsieg könnten die Bremer sogar in der Tabelle vorbeiziehen.

Sollten der 1. FC Köln (gegen St. Pauli) und Borussia Mönchengladbach (gegen den 1. FSV Mainz 05) ihrerseits einen Punkt holen, droht der Elf von Merlin Polzin (35) sogar der Absturz auf Platz 15 - das dürften die Rothosen mit aller Macht verhindern wollen.

Noch kritischer ist die Lage aber für den SVW: Läuft es ganz schlecht, könnten die Werderaner als Tabellen-16. aus dem Spieltag gehen - bei einer (deutlichen) eigenen Niederlage und einem (deutlichen) Sieg von St. Pauli.

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Diese Rechenspiele zeigen: Das kommende Nordderby hat eine sportliche Brisanz wie zuletzt vor zehn Jahren. Wer darf am Ende des Tages im Bremer Weserstadion jubeln?

Titelfoto: Marcus Brandt/dpa

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