HSV trauert verpasster Chance hinterher: Polzin übt klare Kritik

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Hamburg - "Heute tut es weh, weil es ein riesiger Schritt gewesen wäre, wenn wir gewonnen hätten" - mit diesen Worten sprach Nicolai Remberg (25) nach der 1:2-Niederlage gegen die TSG 1899 Hoffenheim vermutlich allen beim HSV aus der Seele.

HSV-Coach Merlin Polzin (35) übte nach der Pleite gegen Hoffenheim sowohl Kritik an der Defensive als auch an der Offensive seiner Mannschaft.
HSV-Coach Merlin Polzin (35) übte nach der Pleite gegen Hoffenheim sowohl Kritik an der Defensive als auch an der Offensive seiner Mannschaft.  © Christian Charisius/dpa

Mit fünf Zählern Vorsprung und dem deutlich besseren Torverhältnis im Vergleich zum verhassten FC St. Pauli (Platz 16) waren die Rothosen in die Partie gegangen - ein Dreier und der Klassenerhalt wäre drei Spiele vor Schluss quasi perfekt gewesen. Doch es kam anders.

Zwar zeigten die Hamburger gegen den Champions-League-Anwärter eine ansprechende Leistung, Zählbares kam dabei aber nicht herum. Zum einen wegen der Qualität der Kraichgauer, zum anderen wegen der Fehler der Hanseaten.

"Wir wollen nichts schönreden, wenn wir am Ende keine Punkte holen: Beide Gegentore lassen sich trotz der Qualität des Gegners besser verteidigen", verdeutlichte Coach Merlin Polzin (35). Sowohl Fisnik Asllani (23) als auch Tim Lemperle (24) waren bei ihren Treffern von der HSV-Abwehr sträflich allein gelassen worden.

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Doch auch offensiv fehlte etwas - vor allem in der 74. Minute, als Bakery Jatta (27) die Mega-Möglichkeit auf den Ausgleich vergab. "Das war wahrscheinlich die größte Chance, die es an diesem Spieltag gab", kommentierte Polzin, der direkt nach der Szene an der Seitenlinie auf die Knie gesunken war.

HSV hat trotz dramatischer Zahlen weiter alles in der eigenen Hand

Trotz dramatischer Zahlen in den vergangenen Wochen haben die Hamburger im Abstiegskampf weiter alles in der eigenen Hand.
Trotz dramatischer Zahlen in den vergangenen Wochen haben die Hamburger im Abstiegskampf weiter alles in der eigenen Hand.  © Christian Charisius/dpa

So konnte sich der HSV am Ende leistungstechnisch wenig vorwerfen, ging aber trotzdem mit leeren Händen nach Hause - mal wieder.

Und die Zahlen sind dramatisch: Es war die dritte Bundesliga-Niederlage in Folge, aus den vergangenen zehn Partien holten die Rothosen nur einen Sieg. Erst zweimal hatten die Hamburger in ihrer Historie nach 31 Spielen weniger Punkte als jetzt.

Trotzdem: Die Polzin-Elf hat angesichts der schwächelnden Konkurrenz weiter alles in der eigenen Hand. "Wo wir gerade stehen, haben wir uns hart erarbeitet. Das wollen wir vergolden", betonte Keeper Daniel Heuer Fernandes (33).

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Trainer Polzin gab sich ebenfalls kämpferisch und betonte abschließend: "Wir werden nicht von unserem Weg abkommen und gehen gemeinsam in eine Richtung" - in Richtung Klassenerhalt?

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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