HSV unterliegt Hoffenheim bei Pyro-Festival und muss weiter bangen

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Hamburg - Im Volkspark heißt es weiter bangen: Der HSV hätte den Klassenerhalt mit einem Heimsieg gegen die TSG 1899 Hoffenheim so gut wie perfekt machen können, doch die Hanseaten unterlagen dem Champions-League-Anwärter mit 1:2.

TSG-Stürmer Fisnik Asllani (3.v.l.) dreht nach seinem Führungstreffer gegen den HSV zum Jubeln ab.
TSG-Stürmer Fisnik Asllani (3.v.l.) dreht nach seinem Führungstreffer gegen den HSV zum Jubeln ab.  © Christian Charisius/dpa

Dabei kamen die Rothosen richtig gut rein und hatten vor allem in Person von Ransford Königsdörffer gleich mehrere gute Aktionen - ein früher Treffer sprang dabei aber nicht heraus.

Von der TSG kam zunächst wenig, doch dann klingelte es plötzlich! Nach erstklassiger Ballannahme flankte Vladimir Coufal von rechts ins Zentrum, wo Fisnik Asllani völlig allein gelassen wurde und mit der linken Innenseite zur Führung traf - 0:1 (18.).

Die Hausherren ließen sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen und antworteten eine gute Viertelstunde später.

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Nationalkeeper Oliver Baumann konnte Robert Glatzel nach einem viel zu kurzen Rückpass von Ozan Kabak nur noch mit einem Foul stoppen, sodass Referee Robert Schröder sofort auf den Punkt zeigte. Der Gefoulte trat selbst an und verwandelte sicher zum 1:1 in die Mitte (34.).

Mit dem Remis ging es allerdings nicht in die Pause, denn in der 45. Minute vergaßen die Rothosen am zweiten Pfosten TSG-Stürmer Tim Lemperle, der Schlussmann Heuer Fernandes nach einer Kopfball-Vorlage aus kurzer Distanz keine Chance ließ - 1:2.

Nach seinem Treffer im Nordderby gegen Werder traf HSV-Angreifer Robert Glatzel auch gegen die Kraichgauer.
Nach seinem Treffer im Nordderby gegen Werder traf HSV-Angreifer Robert Glatzel auch gegen die Kraichgauer.  © Christian Charisius/dpa

HSV gegen Hoffenheim: Jatta lässt Mega-Chance auf Ausgleich liegen

Der Anpfiff der zweiten Hälfte verzögerte sich um mehrere Minuten, weil beide Fanlager Unmengen an Pyrotechnik zündeten.
Der Anpfiff der zweiten Hälfte verzögerte sich um mehrere Minuten, weil beide Fanlager Unmengen an Pyrotechnik zündeten.  © Christian Charisius/dpa

Nach dem Gang in die Kabine ließ der Wiederanpfiff anschließend mehrere Minuten auf sich warten, da beide Fanlager Unmengen an Pyrotechnik zündeten und das komplette Volksparkstadion einnebelten.

Als die Partie schließlich wieder lief, war die Stimmung kurzzeitig gespenstisch - aufgrund eines Notarzteinsatzes auf der Westtribüne stellten die Anhänger beider Klubs minutenlang ihren Support ein. In dieser Phase hatte Königsdörffer den erneuten Ausgleich auf dem Fuß (56.).

Noch dicker war aber die Gelegenheit, die Bakery Jatta in der 74. Minute liegen ließ: Nach einer Eckball-Variante kam der Gambier am zweiten Pfosten mutterseelenallein zum Kopfball, setzte die Kugel aber drüber. Das hätte der Ausgleich sein MÜSSEN!

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Die Schlussphase brach an und den Hanseaten drohte das fünfte sieglose Heimspiel in Folge. Sie versuchten noch einmal alles, doch an der knappen Pleite änderte sich nichts mehr. So verpasste der HSV die Vorentscheidung im Abstiegskampf, während die Kraichgauer extrem wichtige Zähler im Kampf um die Königsklasse holten.

Bakery Jatta (r.) ließ in der 74. Minute die Riesenchance auf den erneuten Ausgleich liegen.
Bakery Jatta (r.) ließ in der 74. Minute die Riesenchance auf den erneuten Ausgleich liegen.  © WITTERS

Statistik zum Bundesliga-Topspiel zwischen dem HSV und Hoffenheim

Bundesliga, 31. Spieltag

Hamburger SV - TSG 1899 Hoffenheim 1:2 (1:2)

HSV: Heuer Fernandes - Capaldo, Torunarigha, Omari (88. Downs) - Jatta (75. Gocholeishvili), Remberg, Grönbaek (88. Philippe), Mikelbrencis (75. Lokonga) - Fábio Vieira, Glatzel (64. Stange), Königsdörffer

Hoffenheim: Baumann - Coufal, Hranac (46. Bernardo), Kabak, Hajdari - Avdullahu, Kramaric (75. Prass), Burger, Lemperle (85. Moerstedt), Touré (85. Campbell) - Asllani (64. Prömel)

Schiedsrichter: Robert Schröder (Hannover)

Zuschauer: 57.000 (ausverkauft)

Tore: 0:1 Asllani (18.), 1:1 Glatzel (34., Elfmeter), 1:2 Lemperle (45.)

Gelbe Karten: Remberg (11), Lokonga (3) / Baumann (3), Hranac (5), Prömel (5), Burger (7)

Titelfoto: Fotomontage: Christian Charisius/dpa

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