Werder gegen den HSV im Liveticker: So spektakulär war das Hinspiel

Bremen - Mehr Brisanz geht kaum: Am Samstag (15.30 Uhr) stehen sich der SV Werder Bremen und der HSV im 159. Nordderby gegenüber. Für beide Klubs steht extrem viel auf dem Spiel.

Sowohl für Werder Bremen als auch für den HSV geht es im 159. Nordderby um extrem viel. (Archivfoto)  © Christian Charisius/dpa

Während die Rothosen mit einem Auswärtssieg im Weserstadion einen Riesenschritt Richtung Klassenerhalt machen könnten, wollen die Grün-Weißen punktetechnisch mit dem Erzrivalen gleichziehen und ihrerseits ganz wichtige Zähler holen.

Mit dem Liveticker von TAG24 verpasst Ihr vor, während und nach dem brisanten Duell nichts.

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14.10 Uhr: Polizei rund ums Weserstadion im Großeinsatz

Wie angekündigt, ist die Polizei rund ums Weserstadion im Großeinsatz. Bis dato gab es nach derzeitigen Erkenntnissen keine größeren Zwischenfälle.

Die Bremer Beamten werden von etlichen Kräften aus anderen Bundesländern unterstützt, um bei dem Hochrisikospiel für die nötige Sicherheit zu sorgen.

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Die Polizei ist rund ums Bremer Weserstadion im Großeinsatz. Die Partie wurde als Hochrisikospiel eingestuft.  © WITTERS

14 Uhr: Rückblick auf das spektakuläre Hinspiel

Das spektakuläre Hinspiel im Dezember hatte alles, was ein Nordderby braucht: Viele Tore, Emotionen und dramatische Momente.

Die Werderaner gingen durch Jens Stage kurz vor der Pause in Führung, doch die Rothosen schlugen nach dem Wiederanpfiff durch Albert Sambi Lokonga und ein Traumtor von Luka Vuskovic zurück.

Justin Njinmah glich für die Bremer wieder aus, ehe Yussuf Poulsen mit seinem bisher einzigen HSV-Treffer den Volkspark erneut zum Beben brachte und den 3:2-Derbysieg perfekt machte.

HSV-Stürmer Yussuf Poulsen (M.) entschied das Hinspiel im Dezember mit seinem bisher einzigen Treffer für die Rothosen.  © Marcus Brandt/dpa

13.45 Uhr: Wo wird das Derby zwischen Werder und dem HSV übertragen?

Das 159. Nordderby läuft nicht im Free-TV. Zu sehen ist es nur über die kostenpflichtigen Anbieter Sky und DAZN.

Während bei Sky, Sky Go und über die dazugehörige Streaming-Plattform WOW das Einzelspiel übertragen wird, läuft die Partie bei DAZN lediglich in der Konferenz.

Die Vorberichte starten jeweils um 14 Uhr.

13.30 Uhr: Ausgangslage so brisant wie seit zehn Jahren nicht

Beide Vereine wollen eine Niederlage im Nordderby mit aller Macht verhindern - die sportliche Ausgangslage ist vor dem Duell der Erzrivalen so brisant wie seit zehn Jahren nicht.

Welche Parallelen es zwischen damals und heute gibt, lest Ihr im Artikel: "HSV gegen Werder: So brisant war das Nordderby seit Jahren nicht mehr".

13.15 Uhr: Aaron Hunt hofft auf Klassenverbleib beider Vereine

Er bestritt 286 Spiele für Werder Bremen und 153 für den HSV - Aaron Hunt (39) kennt die Bedeutung des Nordderbys nur allzu gut. "Es hat immer seinen eigenen Charakter", erklärte der Ex-Profi im Interview auf hsv.de. Jetzt komme durch den Abstiegskampf noch mehr Brisanz hinzu.

Als Spieler habe er, egal wie die Konstellation war, schon zu Wochenbeginn gespürt, dass das Derby eine besondere Bedeutung hatte. "So ein Derby ist einfach ein besonderes Spiel und kann dir für die kommenden Wochen mächtig Auftrieb geben. Die Chancen, etwas zu erreichen, sind viel höher als die, etwas zu verlieren", sagte der 39-Jährige.

Ein Spiel mit offenem Visier erwarte Hunt aber nicht. "Werder hat in meinen Augen in dieser Saison nicht die Offensivpower für ein Spiel mit offenem Visier. Das erwarte ich nach den jüngsten Ergebnissen zwar auch nicht vom HSV, aber ich sehe den HSV schon stärker aufgestellt als Werder", so Hunt, der das Duell vor dem heimischen Fernseher verfolgen werde.

Auch wenn er sich nicht zu einem Tipp verleiten lassen wollte, hoffe er zumindest, dass beide Teams in der Liga bleiben. "Was ich sagen kann: Ich gucke dem HSV aktuell lieber zu als Werder", gestand Hunt, der mit beiden Vereinen intensive Jahre verbindet.

Aaron Hunt (39) kennt den HSV und Werder bestens. Für beide Vereine lief er zusammen mehr 400-mal auf.  © Fotomontage: Christian Charisius/dpa, IMAGO / MIS

13 Uhr: Diese besondere Geschichte verbindet Merlin Polzin und Daniel Thioune

Das Duell zwischen Werder und dem HSV ist auch für die beiden Trainer ein ganz Spezielles. Denn sie verbindet eine lange und intensive Zeit.

Daniel Thioune (51) trainierte seinerzeit eine Jugendmannschaft vom VfL Osnabrück, als ein junger Mann, damals 22 Jahre alt, eine Einheit beobachtete und fleißig Notizen machte. Es war ein Lehramts-Student, der den Namen Merlin Polzin (35) trug. Sie kamen ins Gespräch und schon bald wurde aus dem Studenten ein Co-Trainer.

Sieben Jahre lang arbeiteten die beiden zusammen beim VfL und später auch beim HSV, wohin Thioune Polzin mitnahm. Beide verbindet eine tiefe Freundschaft. Aber: "Am Wochenende sind wir keine Freunde", sagte Thioune, der schmunzelte und nachschob, "es muss schon eine Menge passieren, dass unser Verhältnis unter irgendetwas leidet. Wir hatten eine wunderbare Zeit zusammen. Wenn nicht mal irgendwann etwas dazwischenkommt und er mir ins Auto fährt, dann würde ich behaupten, dass wir Freunde sind."

Ähnlich sieht es auch Polzin. "In den 90 Minuten wollen beide Teams das Spiel gewinnen. Aber ich kann trotzdem behaupten, dass in diesen 90 Minuten ein Freund auf der anderen Seite steht", so der HSV-Coach. "Das Freundschaftsverhältnis ist mir sehr wichtig und bedeutet mir auch sehr viel."

Das bislang einzige, direkte Duell gewann übrigens Polzin - der HSV siegte mit 4:1 gegen Thiounes damaligen Verein Fortuna Düsseldorf.

Merlin Polzin (35, l.) begann seine Karriere beim VfL Osnabrück als Co-Trainer von Daniel Thioune (51). Insgesamt arbeiteten sie sieben Jahre lang zusammen.  © Friso Gentsch/dpa

12.35 Uhr: HSV-Profis wurden aus dem Schlaf gerissen

In der vergangenen Nacht gab es einen Zwischenfall vor dem HSV-Mannschaftshotel: Wie die Polizei gegenüber der Deutschen Presse-Agentur erklärte, zündete eine größere Gruppe gegen 3.30 Uhr Feuerwerkskörper in der Nähe der Unterkunft.

Als die Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, waren die Verursacher schon über alle Berge.

Laut eines HSV-Sprechers wurden einzelne Spieler durch den Lärm geweckt, der Großteil habe aber nichts von dem Krach mitbekommen.

12.30 Uhr: Diese Spieler liefen für Werder und den HSV auf

Der HSV und Werder sind große Erzfeinde, dennoch gab es in der Geschichte 28 Spieler, die für beide Vereine aufgelaufen sind.

Für eine Schlagzeile war Ailton (52) immer gut, bei Werder (214 Einsätze, 106 Tore) waren es meist positive. Denn dort holte der "Kugelblitz" das Double (2004). Beim HSV hingegen spielte der Brasilianer nur eine Saison und kam in 13 Einsätzen auf magere drei Treffer. Viermal traf er übrigens im Nordderby für Grün-Weiß.

Dietmar Beiersdorfer (62) ist einer von nur sechs Profis, die direkt von der Elbe an die Weser wechselten. Mit beiden Vereinen holte er den Pokal, mit Bremen sogar noch die Meisterschaft. Später lenkte er die Geschicke beim HSV.

Was kaum jemand weiß: HSV-Ikone Dennis Diekmeier (36, 184 Spiele) wurde in der Jugend der Grün-Weißen ausgebildet, ein Profi-Spiel absolvierte er jedoch nie.

Rodolfo Cardoso (57), der gerade erst das Traineramt bei den HSV-Frauen übernommen hat, lief ebenfalls für beide Klubs auf. Zunächst traf er im Derby noch für Bremen, ehe er wechselte und ein Jahr später auch für die Rothosen traf.

Bekannte Gesichter, die ebenfalls für beide Vereine aufliefen, sind unter anderem Ex-Nationalspieler Fabian Ernst (46), Aaron Hunt (39), Martin Harnik (38), Frank Rost (52) oder Bruno Labbadia (60).

Mit dabei sein werdewn am Samstag auf jeden Fall auch Christian Groß (37) und Karim Coulibaly (18) sein. Groß ist Co-Trainer von Werder, stammt aus der HSV-Jugend, kam aber nie für die Profis zum Einsatz. Bei Werder war er Kapitän und flog 2021 im Derby vom Platz. Coulibaly wechselte im Sommer aus dem Nachwuchs der Rothosen an die Weser und schaffte in dieser Saison den Sprung zu den Profis.

Ungewohntes Bild: Ailton (52) hat man in erster Linie im Trikot von Werder Bremen vor Augen, der einstige Stürmer-Star spielte aber auch für den HSV.  © WITTERS

12 Uhr: Schiedsrichter Florian Exner leitet das Nordderby

Florian Exner (35) wird das Nordderby zwischen Werder und dem HSV leiten. Beide Vereine konnten sich bislang nicht beklagen, wenn der gelernte Rechtsanwalt zur Pfeife griff.

Eine Partie der Bremen leitete der 35-Jährige bislang erst einmal. Am 15. Spieltag dieser Saison gewannen die Grün-Weißen daheim mit 4:1 gegen Union Berlin.

Der HSV und Exner haben da schon ein paar mehr gemeinsame Spiele auf dem Buckel. Nach einer Niederlage gegen Osnabrück (1:2 in der Saison 2022/23) folgten vier Siege und ein Remis. In dieser Spielzeit leitete er bereits zwei Begegnungen der Rothosen - beide endeten mit einem 2:1-Erfolg (gegen Heidenheim und in Wolfsburg).

Schiedsrichter des Nordderbys zwischen Werder und dem HSV ist Florian Exner (35).  © Christian Charisius/dpa

11.30 Uhr: Pflichtspiel-Bilanz spricht ganz knapp für Werder

158-mal standen sich Werder und der HSV in ihrer Historie in Pflichtspielen gegenüber - die Bilanz spricht dabei denkbar knapp für den SVW.

Während die Hamburger 56-mal als Sieger vom Platz gingen, triumphierten die Grün-Weißen bis dato 59-mal. 43-mal wurden die Punkte geteilt.

Blickt man nur auf die Bundesliga, stehen bisher 109 Duelle zu Buche. Die Bilanz aus Sicht des HSV: 35 Siege, 35 Remis und 39 Niederlagen.

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