Lok Leipzig vor wichtigstem Spiel des Jahres! 90 Minuten entscheiden über Traum oder Albtraum
Leipzig - Darauf wurde die ganze Saison hingearbeitet! Am Samstagnachmittag (14 Uhr) kommt es zum großen Finale in der Regionalliga Nordost. Lok Leipzig, gefordert im Bruno-Plache-Stadion gegen Magdeburg II, kämpft im Fernduell gegen Carl Zeiss Jena. Der punktgleiche und nur um vier Tore schlechtere Kontrahent empfängt Rot-Weiß Erfurt zum Thüringen-Derby. Wer wird Meister und darf in die Aufstiegsspiele gehen?
Spannender könnte es jedenfalls kaum sein. Vor Wochen hätte wohl kaum jemand damit gerechnet, dass Jena noch einmal so herankommt.
Nur Lok-Coach Jochen Seitz (49) war sich stets sicher, dass seine Mannschaft bis zum letzten Spieltag kämpfen müsse. Er hat recht behalten, auch wenn man intern natürlich geglaubt hatte, dass die Sache eher geklärt sei.
"Ich hoffe, dass spätestens in Greifswald alles entschieden ist", sagte Vize-Kapitän Farid Abderrahmane (30) vor ein paar Wochen noch gegenüber TAG24.
Doch die Sachsen holten beim abstiegsbedrohten Klub gerade so ein 1:1. Ein Punkt, der laut dem Mittelfeldspieler aber "Gold wert" war, weil man beim letzten Spiel nun eben alles noch in der eigenen Hand hat.
Klar, im Fußball kann alles passieren. Aber dass sich Erfurt mit fünf Toren Unterschied abschießen lassen wird, gilt eher als unwahrscheinlich.
Ein Sieg gegen den FCM würde den Blau-Gelben also vermutlich reichen, um den zweiten Meistertitel in Folge feiern zu können. "Wir haben alle ein gutes Gefühl. Das wird richtig geil morgen", so Abderrahmane zuversichtlich.
90 Minuten Powerplay für den großen Traum
So einfach wird das aber definitiv nicht. Magdeburg präsentierte sich in den vergangenen Wochen extrem stark, ist gerade in der Offensive eine wahre Macht. Unter anderem wurde eben Jena mit 4:1 aus dem Stadion geschossen, Lok ist also definitiv gewarnt. Zumal die Verteidigung der Sachsen nach wie vor dünn besetzt ist. Unter anderem Lukas Wilton (31/rotgesperrt) wird schmerzlich vermisst.
Aber alles egal am Samstag. Leipzig möchte Meister werden, eine erneut hervorragende Saison mit dem Titel krönen. Dafür gelten keine Ausreden, sondern es braucht 90 Minuten Powerplay. Am besten unterstützt von einem vollgepackten Bruno.
Titelfoto: PICTURE POINT / S. Sonntag
