Leipzig - Auch einen Tag nach der Peinlich-Pleite von Lok Leipzig gegen Schlusslicht Hertha Zehlendorf (0:2) ist die Stimmung bei den Sachsen milde gesagt gedämpft. Der Auftritt passt so gar nicht zu dem, was man in Probstheida eigentlich gewohnt ist. Sah auch Coach Jochen Seitz (49) so, der direkt ein Versprechen an die Fans gab.
"Ab nächster Woche kann ich garantieren, ist die Mannschaft voll fokussiert und wir werden eine andere Mannschaft gegen Erfurt sehen", so der sichtlich angefressene Trainer auf der Pressekonferenz nach der Partie.
Seitz sprach sogar von der schlechtesten Leistung seines Teams, seit er das Amt bei Lok innehat. Im Juli 2024 kam er zu den Blau-Gelben.
Was den 49-Jährigen so richtig störte, war die Art und Weise des Auftritts seines Teams. "Schon die ersten zehn Minuten waren ganz, ganz schlecht. So viele Fehlpässe. Das passt einfach nicht zu unserer Identität. Wir haben Zweikämpfe verloren, die wir normalerweise nicht verlieren. Mit so einer Leistung haben wir da oben nichts verloren", redete sich Seitz gar in Rage.
Es gilt jetzt für Lok, den Mund abzuputzen. Noch ist der Vorsprung auf die Verfolger groß. Das kann sich aber schnell ändern. Gerade, wenn sich solche Spiele wie Mittwochabend häufen.
Der Coach: "Das war hoffentlich eine Ausnahme. Man kann Spiele verlieren, aber nicht auf diese Art und Weise. Wenn wir nicht bei 100 Prozent sind, wird es schwierig in der Regionalliga Nordost."
Stefan Maderer und Pasqual Verkamp fehlten Lok Leipzig
Auch wenn Seitz selbst das nicht gegebene reguläre Tor und den streitbaren Elfmeter als Ausrede sehen wollte, ist natürlich auch die Tatsache ein Punkt, dass nicht alle Leistungsträger am Mittwoch zur Verfügung standen.
Top-Torjäger Stefan Maderer (29) zum Beispiel fehlte wegen einer Fußverletzung, ist gegen Erfurt aber vermutlich wieder einsatzfähig.
Pasqual Verkamp (28), der sich nach einer langen Durststrecke zuletzt wieder näher an die Mannschaft gemogelt hatte, stand nicht einmal im Kader.
Nach TAG24-Informationen musste er bereits am Dienstag wegen Oberschenkelproblemen das Training abbrechen. Eine genaue Diagnose und eine Prognose zu seiner Ausfallzeit stehen noch aus.
Tabelle Regionalliga Nordost
| POS | VEREIN | Sp. | +/- | Pkt. | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 |
|
1. FC Lokomotive Leipzig | 27 | 55:22 | 61 | |
| 2 |
|
Hallescher FC | 26 | 47:23 | 53 | |
| 3 |
|
FC Rot-Weiß Erfurt | 26 | 50:33 | 50 | |
| 4 |
|
FC Carl Zeiss Jena | 25 | 45:28 | 48 | |
| 5 |
|
FSV Zwickau | 26 | 40:32 | 48 | |
| 6 |
|
VSG Altglienicke | 26 | 37:31 | 41 | |
| 7 |
|
1. FC Magdeburg II | 27 | 43:37 | 37 | |
| 8 |
|
Chemnitzer FC | 26 | 42:40 | 37 | |
| 9 |
|
FSV 63 Luckenwalde | 25 | 28:31 | 35 | |
| 10 |
|
BFC Preussen | 23 | 31:37 | 31 | |
| 11 |
|
Hertha BSC II | 26 | 38:50 | 30 | |
| 12 |
|
ZFC Meuselwitz | 25 | 34:40 | 29 | |
| 13 |
|
BFC Dynamo | 25 | 29:38 | 27 | |
| 14 |
|
Greifswalder FC | 26 | 27:38 | 26 | |
| 15 |
|
SV Babelsberg 03 | 24 | 35:45 | 24 | |
| 16 |
|
BSG Chemie Leipzig | 25 | 24:38 | 21 | |
| 17 |
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FC Eilenburg | 27 | 26:47 | 19 | |
| 18 |
|
Hertha 03 Zehlendorf | 23 | 19:40 | 14 | |
Der Meister 2026 spielt am Ende der Saison in zwei Aufstiegsspielen gegen den Meister der Regionalliga Bayern. Der Sieger steigt in die 3. Liga auf. Es steigen maximal vier Mannschaften in Abhängigkeit der Absteiger aus der 3. Liga ab.