Lok Leipzigs Seitz wütet nach "Skandal"-Pleite: "Wenn der NOFV keine Lust auf uns hat..."

Leipzig - Das wird vermutlich ein paar Tage dauern, bis Lok Leipzig diese Niederlage verarbeitet hat. Am Samstag verloren die Sachsen daheim gegen den BFC Preussen Berlin mit 1:3, sprachen im Nachgang von einem "Skandal", da einige Entscheidungen von Schiedsrichter Johannes Drößler (29) mehr als fraglich waren. Coach Jochen Seitz (49) war anzusehen, dass es in ihm brodelte.

Lok-Coach Jochen Seitz (49) teilte im Nachgang ordentlich gegen den Schiedsrichter aus: "Es hat seine Linie auch nach der roten Karte schlecht durchgezogen."  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Der Trainer bekam ebenso wie seine Spieler kurz nach Abpfiff ein Verbot, über die Partie zu reden. Auf der Pressekonferenz musste er dann aber doch ein paar Worte loswerden.

"Jeder hat es heute gesehen, dass der Schiedsrichter das Spiel so beeinflusst hat, dass es extrem schwierig war für uns. Aber das war ja nicht nur heute so", so Seitz und holte aus, was ihm schon zuletzt nicht gefallen hat.

"Gegen Zehlendorf erzielen wir ein reguläres 1:0, was nicht gewertet wurde, gegen Halle bekommen wir einen klaren Handelfmeter in der 90. Minute nicht. Heute bekommen wir in der zweiten Minute eine rote Karte, die keine war. Das ist ganz schlecht. Wenn der NOFV keine Lust hat auf Lok Leipzig in der Relegation, dann sollen sie bitte Bescheid sagen. Dann muss sich die Mannschaft nicht tagtäglich den Allerwertesten aufreißen, dann können wir das Ganze einfach lassen!"

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Rumms! Klare Worte vom Coach, der seiner Mannschaft absolut nichts vorzuwerfen hatte, weil sie sich in Unterzahl 90 Minuten lang gegen die Niederlage stemmte. Nette Worte gab es auch für die Fans: "Da muss ich euch heute mal loben: das Publikum hat echt nach vorne gepeitscht. Das war herausragend heute, das hat richtig Spaß gemacht."

Ein Lichtblick an einem sonst sehr düsteren Tag für Blau-Gelb, die natürlich mitbekommen haben, dass Verfolger Carl Zeiss Jena durch das 2:1 über den BFC Dynamo wieder auf zwei Punkte ran ist.

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Das Schiedsrichtergespann verließ recht zügig nach Abpfiff das Feld.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Lok Leipzig weiterhin im Meisterschafts-Vorteil

Trotz des bitteren Verlaufs am Samstag liegt der Vorteil trotzdem noch bei Blau-Gelb. Jena muss in den letzten zwei Partien noch gegen Halle und Erfurt ran, zwei Schwergewichte der Regionalliga Nordost. Lok hat noch Greifswald und Magdeburg II vor der Brust und eben noch zwei Zähler Vorsprung und das deutlich bessere Torverhältnis.

Gut möglich also, dass die Welt in Leipzig am kommenden Wochenende schon wieder ganz anders aussieht.

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Tabelle Regionalliga Nordost

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 1. FC Lokomotive Leipzig 32 59:27 68
2 FC Carl Zeiss Jena 32 61:35 66
3 Hallescher FC 32 58:34 60
4 FC Rot-Weiß Erfurt 31 62:41 58
5 FSV Zwickau 31 47:40 58
6 VSG Altglienicke 31 47:37 49
7 BFC Preussen 32 48:53 47
8 Chemnitzer FC 31 49:47 44
9 1. FC Magdeburg II 31 51:46 43
10 FSV 63 Luckenwalde 32 35:43 42
11 Hertha BSC II 32 44:56 39
12 SV Babelsberg 03 32 60:58 38
13 BFC Dynamo 32 42:48 36
14 Greifswalder FC 32 36:42 34
15 BSG Chemie Leipzig 31 36:46 34
16 ZFC Meuselwitz 31 42:54 32
17 FC Eilenburg 32 33:60 23
18 Hertha 03 Zehlendorf 31 26:69 14

Der Meister 2026 spielt am Ende der Saison in zwei Aufstiegsspielen gegen den Meister der Regionalliga Bayern. Der Sieger steigt in die 3. Liga auf. Es steigen maximal vier Mannschaften in Abhängigkeit der Absteiger aus der 3. Liga ab.

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