Lok wieder in der Spur! Saustarker Lehrer hält Dreier gegen DDR-Rekordmeister fest

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Berlin - Der 1. FC Lokomotive Leipzig hat sein kleines Ergebnistief überwunden! Im stimmungsvollen Duell der Regionalliga Nordost beim BFC Dynamo setzte sich der Spitzenreiter am Freitagabend mit 1:0 (1:0) durch und baute seinen Vorsprung auf Carl Zeiss Jena vorerst auf fünf Punkte aus.

Ayodele Adetula (l.) erzielte das 1:0 für Lok.
Ayodele Adetula (l.) erzielte das 1:0 für Lok.  © Elke Bahrdt

In der Partie im Sportforum Hohenschönhausen steckte einiges an Brisanz.

Während der DDR-Rekordmeister den Klassenerhalt klarmachen konnte, wollten im Meisterkampf die verletzungsgebeutelten Leipziger vorlegen, die neben den Offensivleuten Stefan Maderer und Jonas Arcalean auch auf den angeschlagenen Djamal Ziane verzichten mussten.

Und das sah Mitte der ersten Hälfte schon mal gut aus. Ayodele Adetula lief einen haarsträubenden Rückpass von Tim Windsheimer ab, versenkte die Kugel ganz sicher zum 1:0 für Lok (21.). Ein Segen für die Blau-Gelben, die zuletzt dreimal in den vergangenen vier Partien ohne eigenen Treffer geblieben waren.

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Die dickste Chance auf eine höhere Führung hatte Filip Kusic, der nach Freistoß von David Grözinger aus dem Stand und kürzester Distanz zum Kopfball kam, doch BFC-Keeper Nicolas Ortegel wehrte mit einem Wahnsinns-Reflex ab (44.).

Der BFC-Block im Sportforum Hohenschönhausen.
Der BFC-Block im Sportforum Hohenschönhausen.  © Elke Bahrdt

Andreas Naumann sichert Lok Leipzig den Dreier gegen den BFC Dynamo

Luc Elsner (r.) startete erstmals in dieser Saison von Beginn an, weil Djamal Ziane angeschlagen passen musste.
Luc Elsner (r.) startete erstmals in dieser Saison von Beginn an, weil Djamal Ziane angeschlagen passen musste.  © Elke Bahrdt

Auf der anderen Seite hielt Andreas Naumann, hauptberuflich Lehrer, die Gäste gleich mehrfach im Spiel. In der 13. Minute lenkte er einen Weitschuss zur Ecke, verhinderte auch Windsheimers Treffer (26.). Ivan Knezevic war per Direktabnahme nach Eckstoß der Dritte im Bunde, der ebenfalls am herausragenden Schlussmann scheiterte (45.+1).

Zur Halbzeit sah es so aus, als könnte Lok die jüngste Top-Statistik gegen den BFC (drei Siege, 9:0 Tore) fortführen und an den 3:0-Hinrundenerfolg anschließen.

Der BFC spulte bisher einen April ohne Niederlagen ab, stand am Freitag aber einer Mannschaft gegenüber, die auswärts so viele Punkte geholt hatte, wie kein anderes. Umso überraschender, dass Coach Sven Körner seinen Topscorer Willi Reincke erst Mitte des zweiten Durchgangs brachte.

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Glück zudem für den DDR-Rekordchampion, dass der verwarnte Knezevic nach abermaligem Foul in der 67. Minute nicht vom Platz flog. Der Mittelfeldspieler wurde direkt danach ausgewechselt.

Adetula verpasste noch die Entscheidung (70.), doch die Loksche - insbesondere Torhüter Naumann - ließ hinten nichts mehr zu und kann sich jetzt anschauen, ob Jena am Sonntag bei Magdeburg II nachlegt.

Titelfoto: Bildmontage: Elke Bahrdt

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