"Es tut immer noch richtig weh": Jochen Seitz spricht erstmals über sein Aus bei Lok Leipzig

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Leipzig - Nach dem verpassten Aufstieg in die 3. Liga verkündete Cheftrainer Jochen Seitz (49) vor rund einer Woche überraschend, dass er seinen neuen Vertrag zum 1. Juli nicht antreten wird und sein Amt niederlegen wird. Über die genauen Gründe wurde sich nicht geäußert - bis jetzt.

Obwohl der 1. FC Lokomotive Leipzig zweimal Meister in der Regionalliga Nordost wurde, verhinderten die Regeln des DFB einen direkten Aufstieg.
Obwohl der 1. FC Lokomotive Leipzig zweimal Meister in der Regionalliga Nordost wurde, verhinderten die Regeln des DFB einen direkten Aufstieg.  © Picture Point/ Sven Sonntag

Am Mittwoch meldete Seitz sich auf Social Media aus dem Familienurlaub und erklärte erstmals, wieso er geht.

"Die Entscheidung euch zu verlassen, ist bisher die schwierigste in meiner Trainerkarriere", gestand der 49-Jährige.

Seitz und das Team haben in zwei Jahren zahlreiche Erfolge gefeiert. Der 1. FC Lokomotive Leipzig wurde zweimal Meister in der Regionalliga Nordost, verpasste beide Male aber den Aufstieg.

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"Das beschissene Relegationsspiel" gegen die Würzburger Kickers, wie Seitz es bezeichnete, war für ihn zu viel. "Es tut immer noch richtig weh", sagte er und erklärte weiter: "Nach zwei Meisterschaften ohne Belohnung hatte ich leider keine Energie mehr den dritten Anlauf zu nehmen".

Deswegen entschied er, den Trainerposten aufzugeben.

Jochen Seitz schwärmt vom Team und den Fans

Als bekannt wurde, dass Jochen Seitz (49) als Trainer von Lok Leipzig aufhören wird, wurde erklärt, dass er selber über die Gründe dafür sprechen möchte.
Als bekannt wurde, dass Jochen Seitz (49) als Trainer von Lok Leipzig aufhören wird, wurde erklärt, dass er selber über die Gründe dafür sprechen möchte.  © Screenshot/Instagram/@jochen.seitz.18

Der Verein und die "Lok-Familie" werden für den Trainer aber immer wichtig bleiben.

In dem Video bedankte er sich bei Sportchef Toni Wachsmuth, mit dem er mittlerweile gut befreundet sei, den Ehrenamtlern, Mitarbeitern, der Mannschaft und dem Staff.

"Was wir die letzten zwei Jahre abgeliefert haben, war allergrößte Kunst", fasste Seitz zusammen.

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Vor allem bedankte er sich aber bei den Fans. "Wie ihr euch die letzten zwei Jahre weiterentwickelt habt, das war sensationell", sagte er.

Er erinnerte sich zurück, wie die Kurve am Anfang seiner Trainerzeit noch leerer war und dann immer voller wurde. Zu Hause und auswärts unterstützten immer mehr Fans die Mannschaft. "Ihr habt einen großen Anteil, dass wir so erfolgreich waren", schwärmte Seitz.

Wie es jetzt für ihn weiter gehen wird, ließ er erst einmal offen. Er will Lok Leipzig aber weiter verfolgen und auch wieder ins Stadion kommen.

Der Verein ist derzeit auf der Suche nach einem neuen Trainer. Es soll bereits einige Bewerber geben, eine finale Entscheidung wurde allerdings noch nicht verkündet.

Titelfoto: Bildmontage: Screenshot/Instagram/@jochen.seitz.18; PICTURE POINT/ Sven Sonntag

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