Was sich bei Lok Leipzig unter Ziegner jetzt schon verändert hat - Spiel abgesagt

Leipzig - Mit einer durchaus anspruchsvollen Einheit in der prallen Sonne hat Lok Leipzigs neuer Trainer Torsten Ziegner (48) am Mittwoch ein erstes Kennenlernen mit seiner Mannschaft absolviert. Das Ziel, maximale Erfolge in der Regionalliga Nordost zu erreichen, ist gleich geblieben. Ein paar Dinge haben sich aber natürlich schon verändert.

Torsten Ziegner (48) hat knapp einen Monat Zeit, um aus Lok Leipzig einen erneuten Anwärter auf die Meisterschaft zu machen.  © Picture Point / Roger Petzsche

Jochen Seitz (49) war vom Charakter her anders. Eher ein ruhiger Typ auf dem Rasen, beobachtend, analysierend. Klar, wenn es mal nicht lief, konnte er auch lauter werden. Doch in der Regel wirkte er oftmals eher wie ein Ruhepol.

Das scheint unter Ziegner anders zu laufen. Der 48-Jährige sprintete am Mittwoch oft übers Feld, wollte anscheinend gern selbst mitspielen. Eher "mittendrin statt nur dabei" also.

Doch das ist noch nicht alles. "Er heißt anders, sieht anders aus, hat 'ne andere Ansprache", sagte Mittelfeldmann Alexander Siebeck (32) zunächst eher scherzhaft nach dem Training.

1. FC Lokomotive Leipzig Lok Leipzig legt endlich auf dem Transfermarkt los und holt Spieler von RB Leipzig!

Ergänzte dann aber: "Ich glaube, dass er ein guter Typ ist, und wir werden uns schnell dran gewöhnen, wie er ist. Es kommen ja auch noch ein paar Spieler dazu und dann ist es das Ziel, dass wir als Einheit wieder so zusammenwachsen."

Das will Ziegner natürlich erreichen. Erste Ansprachen hatten demnach auch Motivationscharakter. Die Spieler sollen sich klarmachen, dass in den vergangenen zwei Jahren keine Mannschaft aus der Regionalliga Nordost besser war als Lok. Kein Grund also, sich zu verstecken - und das nicht auch noch ein drittes Mal zu erreichen.

Anzeige
Alexander Siebeck (32, l.) hätte nach eigener Aussage gern noch eine Woche Urlaub gehabt, ist trotzdem aber froh, dass es nun wieder losgeht.  © Picture Point / Roger Petzsche

Abschied von Jochen Seitz für alle "ein großer Schock"

Jochen Seitz (48) hat sich nach zwei Meisterschaften ohne Aufstieg für einen Weggang von Lok Leipzig entschieden.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Auch wenn die Devise der Blau-Gelben jetzt ist, den Blick nach vorne zu richten, fehlte Seitz schon am Mittwoch ein bisschen.

Alles hat gefühlt so gut zusammengepasst mit ihm. Aber so ist Fußball, Dinge ändern sich.

"Das war für alle schon ein großer Schock, als wir erfahren haben, dass er geht. Keiner wusste es ja", berichtet Siebeck.

1. FC Lokomotive Leipzig "Möchte alles auf dem Platz lassen": Lok Leipzig trifft nächste Kader-Entscheidung!

"Ich kann aber seine Gründe verstehen. Ich hab ihm im Nachgang dann sogar persönlich geschrieben, dass er in Zukunft irgendwo sicherlich dort Trainer in einer Liga ist, wo wir gern wären."

Nun geht es mit Ziegner weiter, der in den nächsten Tagen seine Jungs weiter ins Schwitzen bringen will.

Das geplante Testspiel am Samstagnachmittag gegen den VfB Zwenkau wurde aufgrund der gemeldeten Hitze aber inzwischen abgesagt und soll zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden.

Mehr zum Thema 1. FC Lokomotive Leipzig: