BVB-Wahnsinn in Leipzig: RB verschenkt Führung in der Nachspielzeit

Leipzig - RB Leipzig hat das Topspiel am Samstagabend in der Bundesliga gegen Borussia Dortmund im heimischen Rund nicht gewinnen können. Zum siebten Mal in dieser Saison verspielten die Sachsen eine Führung. Am Ende stand es 2:2 (2:0).

Alle Spieler waren direkt auf Betriebstemperatur. Folglich kam es auch zu der ein oder anderen Auseinandersetzung.  © Jan Woitas/dpa

Dabei sah es im ersten Durchgang noch so gut aus für die Hausherren. Christoph Baumgartner traf zwei Mal aus der gleichen Position, nachdem der Ball flach in den Strafraum gebracht wurde.

Ein Eigentor nach Wiederanpfiff holte die Gäste aber zurück ins Spiel. Lange sah es trotzdem nach einem Sieg für die Roten Bullen aus, bis ausgerechnet Leipzigs Sommerflirt Fabio Silva in der fünften Minute der Nachspielzeit das 2:2 machte.

Schon von Beginn an ging es heiß her: Abtasten fand in der Anfangsphase nicht wirklich statt.

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In der achten Minute wurde es dann zum ersten Mal gefährlich. Erst auf Seiten von RB, als Romulo abschloss aber Gregor Kobel genau richtig stand. Auf der anderen Seite stürmte im Gegenzug Maximilian Beier aufs Tor zu. Doch Maarten Vandevoordt konnte sich auch auszeichnen und parierte den Flachschuss.

Dann ging es über links Dortmund mal zu schnell. Yan Diomande setzte sich stark durch und gab in die Mitte zu Christoph Baumgartner, der nur noch einschieben brauchte (20.). Die Gastgeber blieben auch nach der Führung dran, waren jetzt gefühlt immer einen Tick schneller als der BVB. Immer wieder schafften es die Roten Bullen, gefährliche Flachpässe in den Strafraum zu schieben. Baumgartner hätte dadurch fast seinen zweiten Treffer gemacht, verpasste aber knapp rechts (28.) und kurz darauf links (37.).

Aller guten Dinge sind drei? Dachte sich auch Baumgartner, der in der 39. Minute einen weiteren Querpass von David Raum zum 2:0 über die Linie drückte.

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RB Leipzig und Borussia Dortmund lieferten sich eine temporeiche erste Halbzeit.  © PICTURE POINT / S. Sonntag
RB Leipzig belohnte sich kurz vor Mitte der ersten Hälfte mit einem Treffer.  © David Hammersen/dpa

Zweite Halbzeit zwischen RB Leipzig und Borussia Dortmund

Der identische Spielzug von der Seite flach in den Strafraum auf Christoph Baumgartner führte für RB mehrfach zum Erfolg.  © Jan Woitas/dpa

Nicht selten verspielten die Rasenballer in dieser Saison eine Führung. Leipzig war also eigentlich gewarnt. Trotzdem erzielten die Gäste in der 50. Minute den Anschluss.

Nach einer Ecke von links rutschte der Ball unglücklich auf den Kopf von Romulo durch und von dort in den eigenen Kasten.

Aber auch die Hausherren kamen gut aus der Kabine, waren in der Folge erpicht darauf, den alten Abstand wieder herzustellen.

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Mitte der zweiten Hälfte wurde es insgesamt etwas ruhiger. Dortmund fiel nicht viel ein, RB machte kurz vor dem entscheidenden Abschluss zu viele Fehler. So liefen die Minuten herunter.

Dann hatte plötzlich Ridle Baku die Riesenchance zum 3:1. Der Rechtsverteidiger war schon an Kobel vorbei und schloss ab, doch Ramy Bensebaini klärte auf der Linie (73.).

Schließlich war die Schlussphase angebrochen. Schwarz-Gelb warf alles nach vorn, was den Rasenballern platz zum Kontern brachte. Man merkte aber beiden Teams an, dass die hohe Intensität Körner gekostet hatte. So sah alles danach aus, als würde RB den Sieg heimbringen. Doch in der fünften Minute der Nachspielzeit machte ausgerechnet Leipzigs Silva mit seinem ersten Saisontreffer noch den 2:2-Endstand.

Mit seinen beiden Treffern war Christoph Baumgartner Leipzigs bester Mann auf dem Platz.  © David Hammersen/dpa

Statistik zum Spiel RB Leipzig gegen Borussia Dortmund

23. Spieltag

RB Leipzig - Borussia Dortmund 2:2 (2:0)

RB Leipzig: Vandevoordt - Baku (82. Henrichs), W. Orban, Lukeba, Raum - Seiwald - Schlager (65. Nusa), Baumgartner - Gruda (81. Banzuzi), Romulo (81. Harder), Diomande (90.+4 Finkgräfe)

Borussia Dortmund: Kobel - Reggiani (65. Couto), Anton, Bensebaini - Ryerson, Jo. Bellingham, F. Nmecha (64. Chukwuemeka), Svensson - Sabitzer (76. Adeyemi) - Guirassy (72. F. Silva), Beier (64. Brandt)

Schiedsrichter: Benjamin Brand (Gerolzhofen)

Zuschauer: 47.800 (ausverkauft)

Tore: 1:0 Baumgartner (20.), 2:0 Baumgartner (39.), 2:1 Romulo (50./Eigentor), 2:2 F. Silva (90.+5)

Gelbe Karten: Romulo (1), Lukeba (2) / Bensebaini (4), Reggiani (1), Ryerson (5), F. Silva (3)

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Tabelle 1. Bundesliga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Bayern München 23 85:21 60
2 Borussia Dortmund 23 49:22 52
3 TSG 1899 Hoffenheim 23 49:30 46
4 VfB Stuttgart 22 41:29 42
5 RB Leipzig 23 44:32 41
6 Bayer 04 Leverkusen 22 43:28 39
7 Eintracht Frankfurt 23 46:49 31
8 SC Freiburg 22 32:36 30
9 1. FC Union Berlin 23 29:37 28
10 FC Augsburg 23 28:41 28
11 Hamburger SV 22 25:32 26
12 1. FC Köln 23 33:39 24
13 1. FSV Mainz 05 23 26:38 22
14 Borussia Mönchengladbach 22 25:37 22
15 VfL Wolfsburg 23 33:49 20
16 SV Werder Bremen 22 22:42 19
17 FC St. Pauli 22 20:39 17
18 1. FC Heidenheim 22 19:48 13

Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Deutscher Meister. Wer auf den Rängen 17 und 18 steht, steigt in die 2. Bundesliga ab. Der drittletzte Platz (Position 16) darf in der sogenannten Relegation um den Klassenerhalt spielen. Der Gegner ist der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.

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