Leipzig - Seit Wochen war Kevin Kampl (35) wegen des Todes seines Bruders Seki (51) bei RB Leipzig freigestellt, um für seine Familie da zu sein. Nun löst er seinen Vertrag beim Bundesligisten auf.
Wie sein bisheriger Verein am Samstag mitteilte, wird das Kapitel RB Leipzig für den 35-Jährigen - zumindest als aktiver Profi - zum 31. Januar beendet.
"Die achteinhalb Jahre bei RB Leipzig werde ich für immer im Herzen tragen", äußerte sich der gebürtige Solinger. "Gemeinsam haben wir Geschichte geschrieben, die ersten Titel für den Klub gewonnen, große Momente erlebt und auch schwierige Phasen immer als Einheit gemeistert. Ich war in Leipzig sehr, sehr glücklich und bin sehr stolz auf das Erreichte."
Sport-Geschäftsführer Marcel Schäfer (41) könnte dem Publikumsliebling, der von seinem Noch-Arbeitgeber als "prägende Persönlichkeit und Identifikationsfigur" bezeichnet wird, aber einen Job im Klub anbieten, wenn er sich dafür bereit fühlt: "Die Tür bei RB Leipzig steht für Kevin immer offen."
Schäfer weiter: "Seine Entscheidung, in dieser Situation die Kräfte ausschließlich für seine Familie zu bündeln, verdient allergrößten Respekt und unterstreicht einmal mehr seinen einwandfreien Charakter."
Kevin Kampl zieht mit Familie in Heimatstadt Solingen zurück
Er werde mit seiner Frau und den Kindern in seine Heimat Solingen zurückkehren, um seine Familie bei der Trauerbewältigung zu unterstützen und sich um seinen schwerkranken Papa zu kümmern.
Dadurch ist es wahrscheinlich, dass die aktive Profikarriere des 28-fachen slowenischen Nationalspielers beendet sein dürfte. Dennoch wolle er sich die Option offenhalten, möglicherweise in einer unterklassigen Liga weiter zu kicken, wenngleich sich Gedanken daran aktuell "unrealistisch" anfühlen würden.
Eine offizielle Verabschiedung Kevin Kampls von RB Leipzig ist im Rahmen des Heimspiels gegen den FC Bayern München am 17. Januar geplant.
Kampl war seit Ende Oktober freigestellt. Er absolvierte unter anderem 283 Pflichtspiele für Leipzig, für die er seit 2017 unter Vertrag stand, zudem 73 für Bayer Leverkusen und 19 für Borussia Dortmund.
Erstmeldung am 3. Januar, 15 Uhr. Aktualisiert 15.29 Uhr.