Schwäbe mit Penis-Parade! RB Leipzig verzweifelt an Kölns Keeper

Köln - Dank seines herausragend parierenden Marvin Schwäbe und einer geschlossenen Abwehrleistung hat der 1. FC Köln den vierten Auswärtssieg in Serie von RB Leipzig verhindert. Beim torlosen Remis am Samstag hatte sogar das beste Stück des Torhüters einen hohen Anteil, dass er seine Weiße Weste wahrte.

Spielten zwei Jahre zusammen bei RB Leipzig: Rückkehrer Timo Werner (vorn) und der ihn hier attackierende Benno Schmitz.
Spielten zwei Jahre zusammen bei RB Leipzig: Rückkehrer Timo Werner (vorn) und der ihn hier attackierende Benno Schmitz.  © Marius Becker/dpa

Zunächst wurde aber Timo Werners "Leidensgeschichte" weitergeschrieben.

Nachdem sich schon am Mittwoch gegen die TSG Hoffenheim Teile der eigenen Fans wegen ausgelassener Chancen und mehrerer Abseitsläufe gegen ihn gestellt hatten, ließ der Nationalstürmer auch in Köln die erste Großchance aus, schoss zentral nach herrlicher Silva-Vorlage neben den Pfosten (3.).

"Den muss er machen, klar, weiß er selber und hat auch den Anspruch", sagte sein Coach Marco Rose nach dem Abpfiff. "Trotzdem kommt er morgen zum Training und wir machen weiter."

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Lange Zeit war es ein absolut ausgeglichenes, aber intensives und munteres Duell, bei dem beide Teams offensiv zwar Ideen hatten, die die Hintermannschaften aber immer wieder zunichtemachten.

Dann aber hatten die seit 17 Pflichtspielen ungeschlagenen Gäste zwei weitere gute Chancen: Erst konnte Jeff Chabot - einer von drei ehemaligen Leipzigerin in der FC-Startelf - nach Werners Super-Pass vom Flügel in die Mitte vor André Silva klären (25.).

Und auch der Portugiese kam in der nächsten Szene herrlich von Konrad Laimer freigespielt nicht an Marvin Schwäbe vorbei (26.).

Diese Riesenchance in der 26. Minute ließ RB Leipzigs André Silva (l.) liegen.
Diese Riesenchance in der 26. Minute ließ RB Leipzigs André Silva (l.) liegen.  © Marius Becker/dpa

FC Köln gegen RB Leipzig: Fünf Gelbe Karten in der ersten Halbzeit

Gleich mehrfach langten beide Teams ordentlich hin (hier Leipzigs Dominik Szoboszlai, r., gegen Jonas Hector) und verursachten schon in den ersten 45 Minuten fünf Gelbe Karten.
Gleich mehrfach langten beide Teams ordentlich hin (hier Leipzigs Dominik Szoboszlai, r., gegen Jonas Hector) und verursachten schon in den ersten 45 Minuten fünf Gelbe Karten.  © Marius Becker/dpa

Es ging hochintensiv weiter, die Fouls blieben regelmäßig letztes Mittel, Schiedsrichter Martin Petersen musste schon im ersten Durchgang fünfmal (!) in die Brusttasche greifen.

Kölns dickstes Ding gehörte Maina, der die Kugel nach Traumpass aus dem Mittelfeld mit dem ersten Kontakt an den kurzen Pfosten jagte, auch Dejan Ljubicics Nachschuss ging nicht rein (37.).

Zwei Ex-Bullen wurden vor dem Kabinengang auch noch mit Gelb verwarnt: Benno Schmitz' Einsteigen gegen Werner und auch Eric Martels gegen Silva waren dem Schiri zu viel.

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Dass davor David Raums Bodycheck gegen Maina nicht geahndet wurde, ließ die Stimmung vor 49.200 Zuschauern im Rhein-Energie-Stadion überkochen.

Nur anderthalb Minuten nach Wiederbeginn zappelte das Spielgerät im Kölner Kasten, doch Silva stand vor seinem Assist für Torschütze Werner in der verbotenen Zone (47.).

Leipzigs Silva musste mehrfach einstecken.
Leipzigs Silva musste mehrfach einstecken.  © Picture Point/Roger Petzsche

RB Leipzigs Ex-Stürmer Davie nach 15 Minuten wieder ausgewechselt

Timo Werners Treffer zum vermeintlichen 1:0 zählte nicht.
Timo Werners Treffer zum vermeintlichen 1:0 zählte nicht.  © Picture Point/Roger Petzsche

Auch in den zweiten 45 Minuten erlangten weder Steffen Baumgarts Jungs noch der Pokalsieger die Oberhand. Die 1 hinter auf der Anzeigetafel war für beide Klubs im Bereich des Möglichen.

Eine der besseren Gelegenheiten gehörte dem schnellen Maina, der in der 60. Minute nach Hereingabe vom linken Flügel im Zentrum lauerte, am Abschluss allerdings gehindert wurde.

Die folgenden Einwechslungen frischer Akteure sollten es letztlich ebenfalls nicht mehr bringen. Weder die Leipziger Emil Forsberg und Yussuf Poulsen als auch der 15 Minuten nach seiner Einwechslung angeschlagen runtergenommene FC-Stürmer Davie Selke - der am Samstag vierte eingesetzte Ex-Bulle - ließen das Netz zappeln.

Gute Nachricht am Rande: Bei seinem ersten Startelf-Einsatz seit dem 1. Spieltag am 7. August spielte Lukas Klostermann für RB über die volle Distanz.

Willi Orban (l.) nimmt Steffen Tigges in die Mangel.
Willi Orban (l.) nimmt Steffen Tigges in die Mangel.  © Marius Becker/dpa

Statistik zum Bundesliga-Spiel FC Köln gegen RB Leipzig

1. FC Köln - RB Leipzig 0:0

Aufstellungen

1. FC Köln: Schwäbe - Schmitz, Hübers, Chabot, Hector - Martel, Skhiri - Maina (85. Adamyan), Ljubicic (55. Huseinbasic), Kainz (73. Thielmann) - S. Tigges (73. Selke (85. Lemperle))

RB Leipzig: Blaswich - Klostermann, Orban, Gvardiol - Henrichs, Laimer, Schlager (83. Haidara), Raum (61. Halstenberg) - Szoboszlai (68. Forsberg), André Silva (83. Y. Poulsen), Werner

Schiedsrichter: Martin Petersen (Stuttgart)

Zuschauer: 49.200

Gelbe Karten: Martel (2), Schmitz (2), Adamyan (2) / Szoboszlai (1), Laimer (4), Gvardiol (1), Henrichs (6)

Beste Spieler: Schwäbe, Chabot / Gvardiol, Laimer

Erstmeldung vom 4. Februar, 17.24 Uhr, aktualisiert um 18.13 Uhr.

Titelfoto: Marius Becker/dpa

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