RB Leipzig hat erst Probleme und zerlegt Heidenheim dann in neun Minuten!
Heidenheim - Lange Zeit war es ein ausgeglichenes Spiel zwischen dem 1. FC Heidenheim und RB Leipzig am Samstagnachmittag. Das Kellerkind hatte durchaus Chancen zur Führung, während die Sachsen Probleme hatten. Doch innerhalb von neun Minuten machten die Gäste dann drei Treffer und zerstörten damit jegliche Punktträume der Gastgeber. Endstand: 3:0 (0:0).
Die Rasenballer waren direkt auf Betriebstemperatur, schnürten die Heidenheimer sofort in der eigenen Hälfte ein. Nach vier Minuten hätte es auch schon klingeln können, doch Antonio Nusas Schuss von links klatschte nur an den linken Pfosten.
Eine Zeigerumdrehung später lag der Ball dann im Netz - aber David Raum stand vor dem Zuspiel auf den vermeintlichen Torschützen Christoph Baumgartner leicht im Abseits.
Nach der rasanten Anfangsphase beruhigte sich die Partie danach etwas. Bis zur 12. Minute jedenfalls, da hatten die Gastgeber die Riesenchance auf die Führung. Doch Arijon Ibrahimovic, frei vor Peter Gulacsi, schoss den Leipziger Schlussmann bei seinem Abschluss an.
In der Folge war es dann eine ausgeglichene Partie. Die favorisierten Gäste wirkten nicht mehr so griffig wie zu Beginn und die Männer von der Alm witterten durchaus die Chance, drei Zähler zu holen.
Nach etwas mehr als einer halben Stunde gab es plötzlich Diskussionsbedarf. Heidenheims Benedikt Gimber kam nach unglücklicher Romulo-Annahme mit der Hand an den Ball. Der VAR schaltete sich ein, Elfmeter gab es aber nicht. Anscheinend konnte selbst nach Prüfung der Bilder nicht komplett gelöst werden, ob die Berührung innerhalb des Strafraums war (33.).
RB Leipzig belohnt sich mit dem Treffer gegen den 1. FC Heidenheim
Unmittelbar nach Wiederanpfiff hatte RB erneut großes Glück. Wieder war es Ibrahimovic, der an der Strafraumgrenze an die Kugel kam, sich einmal drehte und abzog. Der Ball ging ganz knapp links vorbei (46.).
Dann aber der Gegenstoß der Sachsen über Yan Diomande, der steil geschickt wurde und links unten zum vermeintlichen 1:0 vollendete. Der Ivorer stand aber zuvor im Abseits (50.).
Kompletter Wahnsinn, was danach passierte. Die Rasenballer hatten innerhalb von einer Minute gefühlt fünf Abschlüsse im Strafraum, schafften es aber nicht, den Ball im Kasten unterzubringen. Immer stand ein Heidenheimer dazwischen (53.).
Aber die Roten Bullen wurden deutlich aktiver und belohnten sich in der 62. Minute dann auch endlich. Baku wurde auf rechts stark bedient, zog in die Mitte und schloss stark in den langen Winkel ab - keine Chance für Diant Ramaj im Tor, 1:0 aus Leipziger Sicht.
Spätestens jetzt war Leipzig komplett im Spiel. Nusa machte nur sechs Minuten später im Alleingang das 2:0 links unten. Drei Minuten später war es David Raum, der von links den Ball unter die Latte nagelte - 3:0 (71.).
Danach war die Sache natürlich erledigt. Heidenheim machte keine Anstalten, das Spiel noch zu drehen. In Anbetracht der bevorstehenden englischen Woche spielten es die Sachsen dann ganz locker herunter, bis abgepfiffen wurde.
Statistik zum Spiel 1. FC Heidenheim gegen RB Leipzig
19. Spieltag
1. FC Heidenheim - RB Leipzig 0:3 (0:0)
1. FC Heidenheim: Ramaj - Stergiou, Mainka, Gimber, Föhrenbach - Schöppner (84. Niehues), Dorsch - Ibrahimovic (63. S. Conteh), Beck (62. Schimmer), Honsak (77. Behrens) - Pieringer (77. Kerber)
RB Leipzig: Gulácsi - Raum (77. Finkgräfe), Bitshiabu (77. A. Maksimovic), W. Orban, Baku (90. Henrichs) - Schlager, Seiwald - Baumgartner (71. Gomis) - Nusa (71. Banzuzi), Romulo, Diomande
Schiedsrichter: Tobias Stieler (Offenbach) - Zuschauer: 15000 (ausverkauft)
Tore: 0:1 Baku (62.), 0:2 Nusa (68.), 0:3 Raum (70.)
Gelbe Karten: Gimber (5) / -
Titelfoto: Harry Langer/dpa

