Gala im CL-Duell: RB Leipzig demontiert Hoffenheim in 45 Minuten
Leipzig - Was für eine Machtdemonstration von RB Leipzig, was für eine Albtraum-Halbzeit von der TSG Hoffenheim! Die Roten Bullen nahmen den direkten Kontrahenten im Kampf um die Champions-League-Plätze am Freitagabend schon in den ersten 45 Minuten nach allen Regeln der Kunst auseinander. Am Ende gewannen die Sachsen 5:0 (4:0).
Es brauchte nur eine kurze Abtastphase, dann bewies die Mannschaft von Trainer Ole Werner jene Effizienz, die in den vergangenen Wochen oftmals gefehlt hatte.
Denn gleich der erste Torschuss war drin: Yan Diomande schickte Nicolas Seiwald zur Grundlinie, wo der Österreicher den Ball an Hranac vorbeispitzelte und Romulo bediente.
Der Mittelstürmer schloss ab - und ließ den kurz abwehrenden Oliver Baumann gar nicht gut aussehen. Brajan Gruda bedankte sich brav und staubte zum 1:0 ab (17.).
Kurz darauf der Doppelschlag: Hoffenheim bekam eine Raum-Ecke von links nicht richtig geklärt, im zweiten Anlauf fand der DFB-Verteidiger Christoph Baumgartner am langen Pfosten, der zur zweiten Bude einnickte (21.).
Und auch die dritte gute Gelegenheit zappelte im Netz: Dieses Mal flankte Gruda aus dem Halbfeld auf den völlig freien Baumgartner in der Mitte, der das Leder per Volley-Flugeinlage in den Maschen versenkte. Dabei sah TSG-Keeper Baumann aber wieder nicht einwandfrei aus, während die Red Bull Arena feierte.
Kurz vor der Pause folgte dann sogar noch der vierte Streich: Erst kombinierten sich Diomande und Seiwald erschreckend simpel durch die Sinsheimer Reihen, ehe der Ivorer auf Gruda rüberlegte, der erneut leichtes Spiel hatte und zum 4:0 einschob (44.). Es war einfach eine traumhafte Sahne-Hälfte der Hausherren, denen alles gelang!
Benjamin Henrichs trifft erstmals seit seiner Rückkehr
Nach dem Seitenwechsel ließen es die Messestädter dann deutlich ruhiger angehen und schenkten den Gästen vor heimischer Kulisse etwas Gnade, ohne zu irgendeinem Zeitpunkt Zweifel an der deutlichen Führung aufkommen zu lassen.
Ein Geschenk gab es auch noch für Benjamin Henrichs, der sein erstes Tor seit seiner Rückkehr und Erholung von dem Achillessehnenriss erzielte, der ihn monatelang ausschaltete.
Über Raum und den eingewechselten Antonio Nusa landete das Leder beim Rechtsverteidiger im Sechzehner, der nicht lange fackelte und es humorlos zum sportlichen Schlusspunkt unter die Latte nagelte (78.).
Dank des auf ganzer Linie überzeugenden Kantersieges sprang die Werner-Elf am Freitagabend vorbei an den Hoffenheimern in der Tabelle auf Platz drei, allerdings kann der VfB Stuttgart am Sonntagabend (19.30 Uhr) in Augsburg noch nachziehen.
Statistik zum Bundesligaspiel zwischen RB Leipzig und der TSG Hoffenheim
Bundesliga, 27. Spieltag
RB Leipzig - TSG 1899 Hoffenheim 5:0 (4:0)
RB Leipzig: Vandevoordt - Baku (76. Henrichs), W. Orban, Lukeba, Raum (82. Finkgräfe) - Seiwald - Schlager (66. Banzuzi), Baumgartner - Diomande (66. Nusa), Romulo (76. Harder), Gruda
TSG 1899 Hoffenheim: Baumann - Coufal, Hranac (46. Hajdari), Kabak, Bernardo (76. Damar) - Prömel - Prass, Burger - Lemperle (69. Moerstedt), Asllani (46. Kramaric), Touré (69. Campbell)
Schiedsrichter: Sven Jablonski (Bremen) -
Zuschauer: 40.980
Tore: 1:0 Gruda (17.), 2:0 Baumgartner (21.), 3:0 Baumgartner (30.), 4:0 Gruda (44.), 5:0 Henrichs (78.)
Gelbe Karten: W. Orban (4) / Bernardo (7)
Titelfoto: PICTURE POINT / Roger Petzsche, Julius Frick/dpa

