Auf was muss sich Rocco Reitz jetzt einstellen? "Entscheidung alles andere als leicht für mich"
Leipzig - Spätestens seit klar war, dass Xaver Schlager (28) RB Leipzig im Sommer verlassen will, war Rocco Reitz (23) das primäre Transfer-Ziel der Sachsen. Am letzten Montag, noch mitten in der Rückrunde, konnte dann der Transfer für die kommende Spielzeit bestätigt werden. Ein zweischneidiges Schwert.
Denn die Fans von Borussia Mönchengladbach sind bekanntlich keine großen Fans der Roten Bullen. Es wird spannend zu sehen sein, wie sie Reitz in den kommenden Wochen empfangen werden.
"Natürlich kann ich verstehen, dass der eine oder andere meinen Entschluss nicht nachvollziehen kann. Aber glaubt mir: Die Entscheidung war alles andere als leicht für mich", schrieb der zukünftige Leipziger nach der Transfer-Verkündung auf Instagram.
Ob das zur Besänftigung reicht? Abwarten.
Dass der Schritt auf dem Papier logisch war, lässt sich nicht abstreiten. Reitz hat definitiv gute Chancen auf einen Stammplatz, ist noch jung und entwicklungsfähig - eben genau das, was die Rasenballer suchen.
In seinem wohl gut dotierten Vertrag bis 2031 soll laut "Sky" keine Ausstiegsklausel stehen. RB schießt also großes Vertrauen vor. Auch der Faktor, dass der 23-Jährige gute Aussichten auf internationalen Fußball in der kommenden Saison hat, war sicherlich ein guter Grund, von den Fohlen, die durchaus noch im Abstiegskampf stecken, wegzugehen.
RB Leipzigs Marcel Schäfer mit großen Aufgaben im Sommer
Für Leipzigs Sportgeschäftsführer Marcel Schäfer (41) war der vorzeitige Wechsel aber natürlich auch ein Segen. Der kommende Sommer könnte hart werden.
RB muss 100 Millionen Euro durch Spielerverkäufe generieren. Könnte zwar schon reichen, wenn Castello Lukeba (22) oder Yan Diomande (19) die Seiten wechseln. Aber auch dann müsste sich Schäfer ja um Ersatz kümmern.
So oder so wird das in Leipzig sicher zwar kein Umbruch, aber mindestens ein spannender Transfersommer werden.
Titelfoto: Marius Becker/dpa
