Schiedsrichter-Ärger bei RB Leipzigs Werner: "Angebot des Handschlags komplett ignoriert!"

München - RB Leipzig hatte sich viel vorgenommen, wollte nach zwei klaren Pleiten in der Liga den großen FC Bayern München zumindest im DFB-Pokal ärgern. Daraus wurde aber nichts. Der Rekordmeister siegte am Mittwochabend mit 2:0, warf die Sachsen damit aus dem Wettbewerb. Es hätte aber durchaus auch anders kommen können.

Schiedsrichter Daniel Siebert (41) wirkte beim Spiel der Bayern gegen RB Leipzig nicht immer sicher.
Schiedsrichter Daniel Siebert (41) wirkte beim Spiel der Bayern gegen RB Leipzig nicht immer sicher.  © Picture Point / Roger Petzsche

Gerade eine - möglicherweise entscheidende - Szene ging den Gästen richtig auf die Nerven.

In der 27. Minute wurde der pfeilschnelle Antonio Nusa (20) womöglich knapp außerhalb des Strafraums von Josip Stanisic (25) gefoult. Schiedsrichter Daniel Siebert (41) ließ weiterlaufen.

Erst kurz danach wurde die Szene schließlich überprüft. Entscheidung: Ein klares Foul, aber wohl eben nicht im Elfmeterbereich. Weil sich da der VAR auch nicht einschalten darf, bekamen die Sachsen nicht einmal Freistoß.

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RB-Coach Ole Werner (37) regte sich am Spielfeldrand maßlos auf, kassierte dafür auch von Siebert sofort den gelben Karton. Es sollte nicht die einzige Entscheidung des Unparteiischen sein, mit der er nicht zufrieden war. Letztendlich wollte er aber nach Abpfiff Frieden schließen, was aber nicht zustande kam.

"Er hat mein Angebot des Handschlags einfach komplett ignoriert. Ich weiß nicht, ob das Absicht war", so der Trainer nach dem Spiel bei "Sky". Werner verstand zudem nicht, wie man das Foul grundsätzlich auch nicht sehen konnte. "Und es war für mich klar mehr im Strafraum", fügte er hinzu.

Sah auch Ex-Schiedsrichter Manuel Gräfe (52) so, der auf "X" schrieb: "Klarer Elfer für RBL! Klares Beinstellen darf Ref auch selbst sehen, aber innerhalb der VAR !"

RB Leipzigs Trainer Ole Werner (37) regte sich besonders über eine Szene auf.
RB Leipzigs Trainer Ole Werner (37) regte sich besonders über eine Szene auf.  © Picture Point / Roger Petzsche

RB Leipzigs Werner zufrieden mit der Leistung seines Teams

Am Ende nutzte aber alles Meckern nichts. Die Münchner zogen dank einer souveränen zweiten Halbzeit verdient ins Halbfinale ein. Die Rasenballer hatten gerade auf die beiden Gegentore keine Antwort mehr. Werner war trotzdem zufrieden mit seinem Team: "Wir haben eine Leistung gezeigt, die uns mit erhobenen Haupt vom Platz gehen lässt."

Für die Roten Bullen geht es nun am Sonntag in der Bundesliga daheim gegen den VfL Wolfsburg weiter.

Titelfoto: Picture Point / Roger Petzsche

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