Almancil (Portugal)/Leipzig - Neben 23 Profis reisten auch sechs Jugendspieler mit RB Leipzig ins Trainingslager nach Portugal (TAG24 berichtete vor Ort im Ticker). Ein großes Privileg für die Youngster, die aber jetzt erst recht Gas geben müssen.
"Wir sehen in den Spielern etwas und haben die Einschätzung, dass sie von den Jugendspielern, die wir zur Auswahl haben, am ehesten dieses Niveau bringen, das wir im Training haben wollen", sagte Ole Werner (37) zum Auftakt des Camps an der Algarveküste.
Der Coach wollte einige Positionen abgedeckt haben, um etablierte Kicker rausnehmen zu können, wenn bei ihnen die Belastung gesteuert werden muss.
Besonders ein Name fiel bei den Einschätzungen zur Wichtigkeit der Youngster mehrfach: Samba Konaté (16). Der 1,90 Meter große Stürmer kam im Sommer aus dem Nachwuchs von Cavigal Nizza nach Sachsen und überzeugte offenbar auch jetzt die Profis.
"Samba schießt ein Tor im internen Testspiel, hat super tiefe Laufwege und ein gutes Tempo", beobachtete Christoph Baumgartner (26).
Und Benjamin Henrichs (28) lernte den Franzosen in seiner Rehaphase kennen, als dieser gerade Sprinttests im Trainingszentrum absolvierte. "Jetzt ist er bei uns schon mit 16 Jahren dabei - da merkst du, dass da viel Qualität ist."
Benjamin Henrichs: "Aus so einem Trainingslager kannst du sehr viel mitnehmen"
Dennoch wollte der Rechtsverteidiger, der nach seinem Achillessehnenriss 25 Minuten im internen Trainingsspiel auf dem Platz stand, keinen der sechs Jugendlichen hervorheben, "weil sie es alle gut machen. Sie müssen natürlich noch einiges lernen, aber aus so einem Trainingslager kannst du sehr viel mitnehmen."
Und da spricht Henrichs aus Erfahrung, damals war er selbst als 17-Jähriger bei den Leverkusen-Profis dabei. Der Nationalspieler ist "relativ zuversichtlich, dass wir den ein oder anderen vielleicht demnächst in der Bundesliga mal sehen".
Der Weg in den Profikader ist aber noch lang. ÖFB-Star Baumgartner: "Wenn du aus dem Nachwuchs hochkommst, ist das hier hohes Niveau – sich da durchzusetzen, ist nicht einfach. Die Jungs müssen Gas geben, dranbleiben und speziell jetzt noch mal mehr machen. Weil, klar ist es schön, im Trainingslager dabei zu sein, aber davon kannst du dir am Ende des Tages auch nichts kaufen – da gehören noch ein paar Schritte dazu."