Freiburger Wahnsinn! Katapultiert sich der SC jetzt in die Champions League?

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Freiburg - Trainer Julian Schuster (41) konnte seine Tränen nicht mehr zurückhalten, die Fans bereiteten sich schon Minuten vor dem Abpfiff auf den Platzsturm vor: Nach dem Einzug ins Finale der Europa League gab es beim SC Freiburg kollektiv kein Halten mehr.

Freiburgs Europa-Helden feierten nach dem Finaleinzug ausgelassen auf dem Rasen.
Freiburgs Europa-Helden feierten nach dem Finaleinzug ausgelassen auf dem Rasen.  © Tom Weller/dpa

Die Breisgauer stehen nach dem 3:1-Erfolg im Halbfinale-Rückspiel gegen den SC Braga nicht nur im Endspiel in Istanbul (20. Mai), sondern dürfen jetzt sogar von der Champions League träumen. Denn holt der aktuelle Tabellensiebte der Bundesliga den Titel gegen Aston Villa, spielt der SC kommende Saison tatsächlich in der Königsklasse.

Der Doppeltorschütze Lukas Kübler (33) powerte sofort nach Abpfiff bei RTL: "Wenn wir im Finale stehen, wollen wir auch den Titel holen". "Der ganze Tag, die Stimmung war unglaublich. Wir müssen jetzt einfach den letzten Schritt noch gehen. Jetzt haben wir das wichtigste Spiel der Vereinsgeschichte. Das ist für Freiburg einmalig", erklärte Matthias Ginter.

Kapitän Vincenzo Grifo (33) war glücklich, aber auch völlig fertig. "Es ist einfach überragend. Diese Mannschaft, dieser Verein, diese Stadt hat es einfach so verdient, im Finale zu stehen. Was wir die letzten Jahre geleistet haben. Wenn wir dürfen, wird sicherlich gefeiert. Die Nacht wird nicht so viel geschlafen. Aber mit wenig Schlaf kann man auch performen am Sonntag", kündigte er an.

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Am Sonntag um 15.30 Uhr muss sein Team beim HSV ran. Bis dahin dürfte das Team die Feierlichkeiten überstanden haben. Die beiden verbleibenden Partien in der Bundesliga kann Freiburg nicht gänzlich austrudeln lassen, für den Klub geht es noch um den letzten freien Platz im internationalen Geschäft.

Trainer Julian Schuster (41) ließ sich das Bad in der Freiburger Fankurve nicht nehmen.
Trainer Julian Schuster (41) ließ sich das Bad in der Freiburger Fankurve nicht nehmen.  © Tom Weller/dpa
Lukas Kübler (33) trug mit seinem Doppelpack entscheidend zum Freiburger Finaleinzug bei.
Lukas Kübler (33) trug mit seinem Doppelpack entscheidend zum Freiburger Finaleinzug bei.  © Tom Weller/dpa

Eine frühe Rote Karte für Braga ebnete dem SC Freiburg den Weg ins Finale

Igor Matanović (23) genoss den Einzug mitten im Platzsturm.
Igor Matanović (23) genoss den Einzug mitten im Platzsturm.  © Tom Weller/dpa

Der Vorsprung auf Eintracht Frankfurt beträgt ein schmales Pünktchen, auf den FC Augsburg sind es vier. Der aktuelle siebte Rang würde dem FC einen Platz in den Conference-League-Playoffs garantieren.

Gewinnt Freiburg das Finale der Europa League, ist man darauf nicht mehr angewiesen. Im ungünstigsten Fall stehen die Badener am Ende aber mit leeren Händen da, was Europa angeht.

Nach der 1:2-Hinspielniederlage in Portugal ebnete am Donnerstagabend eine ganz frühe Rote Karte für Bragas Mario Dorgeles (6. Minute) den Freiburger Weg ins Endspiel. Lukas Kübler traf nur 13 Minuten später zum 1:0, Johan Manzambi erhöhte noch vor der Pause (41.) auf 2:0. Den Deckel drauf machte erneut Kübler mit seinem 3:0 in der 72. Minute. Das 3:1 der Portugiesen durch Pau Victor war nur noch Ergebniskosmetik.

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Bei sieben gewonnen Heimspielen in der Europa League, ist es für den SC fast ein bisschen schade, jetzt fürs Endspiel nach Istanbul zu müssen, doch die Begegnung am Bosporus am 20. Mai wird für den Klub das absolute Highlight.

Trainer Julian Schuster könnte sich mit einem Titelgewinn ein kleines Denkmal setzen. Selbst seinem charismatischen Vorgänger Christian Streich (60) gelang mit dem SC ins seiner 13-jährigen Amtszeit kein Titelgewinn. Schuster betreut das Team seit 2024.

Titelfoto: Tom Weller/dpa

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