Bleiben Leihspieler bei Dynamo? "Kein Geheimnis, dass wir einige halten wollen"
Dresden - Sören Gonther (39) ließ aufhorchen zur Pressekonferenz vor dem Spiel am Sonntag gegen Kiel. Es ging um den Abschied der sieben Leihspieler. Es ist noch nicht aller Tage Abend - so lassen sich seine Worte zusammenfassen. "Klar ist: Wenn man eine gut funktionierende Mannschaft hat, ist es das Ziel, einen Großteil zusammenzuhalten", sagte der Sportgeschäftsführer der SG Dynamo.
Julian Pauli (20), Konrad Faber (28), Jason Ceka, Thomas Keller (beide 26), Robert Wagner (22), Jonas Sterner (24) und Ben Bobzien (23) kehren nach der Saison zu ihren Stammvereinen zurück. Vorerst. "Dass wir großes Interesse daran haben, den einen oder anderen zu halten oder vielleicht erneut auszuleihen, ist kein Geheimnis. Konkrete Entscheidungen werden aber erst nach der Saison fallen. Aktuell beschäftigen wir uns mit vielen Wenn-dann-Szenarien", sagte der 39-Jährige.
"Das liegt auch daran, dass die abgebenden Vereine teilweise selbst noch in unklaren Situationen sind. Deshalb sind konkrete Gespräche oft noch nicht möglich. Nach dem letzten Spieltag wird dann vieles in Bewegung kommen - je nachdem, welche Entscheidungen gefallen sind oder sich noch verzögern", so Gonther.
Beispiel Keller: Steigt Heidenheim am Samstag oder in der Relegation ab, wird es wohl keine Chance geben, den Abwehrmann zu halten. Da würde er im besten Falle in der kommenden Saison eher gegen Dynamo spielen als für. Hält Heidenheim die Klasse, wäre die Möglichkeit sicher gegeben.
Nach TAG24-Informationen will Dynamo vor allem bei Sterner, Wagner und Bobzien klar Schiff machen. Darauf deutete auch ein Satz von Gonther hin: "Wenn wir am Sonntag unser Ziel erreichen, wollen wir den Schwung unbedingt mit in die neue Saison nehmen und keinen radikalen Umbruch einleiten."
SGD-Boss Gonther spricht über Wechselgerüchte um Amoako
Anders liegt die Sache bei Kofi Amoako (21), der zum HSV will - das berichten zumindest die Hamburger Medien. Dass der 21-Jährige nach dieser Saison zu halten ist, kann sich keiner wirklich vorstellen.
Auch Gonther ist da Realist: "Es ist kein Geheimnis, dass es schon im Winter Interesse gab. Uns ist bewusst, dass wir als Verein nicht allein am Steuer sitzen und gewisse Dinge nicht vollständig in der eigenen Hand haben. Deshalb habe ich das seit dem Winter im Hinterkopf und wir bereiten uns entsprechend auf solche Szenarien vor", erklärte er.
Nimmt der Sonntag einen positiven Verlauf, kann sich der Sportchef ab Montag voll in die Arbeit stürzen und zusammen mit Trainer Thomas Stamm (43) am neuen Kader basteln.
"Langweilig wird es danach definitiv nicht. Der Terminkalender wird sich schnell füllen", lachte er: "Aber zunächst geht es darum, am Sonntag unsere Hausaufgaben zu machen. Für mich persönlich wird die Zeit danach auf jeden Fall kein Urlaub."
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Titelfoto: Lutz Hentschel

