Dynamo auf der Suche nach Personal: Deutschsprachige Spieler sind das Beuteschema

Dresden - Still ruht der See bei der SG Dynamo. Gerüchte gibt es zuhauf, verpflichtet wurde bisher aber nur Tom Zimmerschied (24) vom Halleschen FC. In acht Tagen steigen die Schwarz-Gelben wieder ins Training ein. Bis dahin muss Sportgeschäftsführer Ralf Becker (52) noch einiges abarbeiten, denn alle offenen Stellen will er sicher nicht erst Mitte, Ende Juli schließen.

Tom Zimmerschied (24, obenauf) ist Dynamos erster externer Neuzugang.
Tom Zimmerschied (24, obenauf) ist Dynamos erster externer Neuzugang.  © Hendrik Schmidt/Deutsche Presse-Agentur GmbH/dpa

Mit Zimmerschied wurde die Lücke auf der linken Außenbahn geschlossen. In der zentralen Abwehr gibt es Baustellen, da wurde bereits in der Vorwoche Tobias Kraulich (24) vom SV Meppen ins Spiel gebracht. Offiziell ist es noch nicht.

Ebenso bei Lucas Cueto (27), der vom Karlsruher SC kommen soll. Er ist ein Mann, der als Zehner fungieren kann.

Beide würden aber ins Beuteschema von Becker passen: "Der Schwerpunkt liegt auf deutschsprachigen Spielern. Die Spieler sollen die Sprache vom Trainer verstehen. Wir wollen da nicht viel Risiko eingehen. Wir haben keine Zeit, Dinge ein halbes Jahr zu probieren und versuchen, unsere Mentalität zu vermitteln", sagt er.

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"Es ist nicht ausgeschlossen, dass wir auch mal einen Spieler aus dem Ausland holen, aber unser Kernmarkt ist festgezurrt."

Auf dem Markt sind klangvolle Namen wie zum Beispiel Dominik Martinovic (26), dessen Vertrag in Mannheim ausläuft. Zwölf Tore und sieben Vorlagen in der abgelaufenen Saison klingen so schlecht nicht.

Dynamo-Sportchef Becker sieht völlig andere Ausgangslage als im Vorjahr

Dynamos Sportgeschäftsführer Ralf Becker (52, M.) schreitet voran. Ob er alle Wünsche des Trainerteams um Chef Markus Anfang (49, l.) und Athletiktrainer Matthias Grahé (54) erfüllen kann?
Dynamos Sportgeschäftsführer Ralf Becker (52, M.) schreitet voran. Ob er alle Wünsche des Trainerteams um Chef Markus Anfang (49, l.) und Athletiktrainer Matthias Grahé (54) erfüllen kann?  © imago/Dennis Hetzschold

Mit Namen spekuliert Becker natürlich nicht.

"Wir werden versuchen, das Personal so zu besetzen, dass wir versuchen, diese Dinge besser zu machen. Wir konnten jetzt zwölf Monate lang erkennen, was perfekt passt oder ob wir an der einen oder anderen Stelle ein anderes Profil benötigen", sagt der 52-Jährige. Gepasst hat Arslan (30), nicht gepasst hat, dass nur er regelmäßig getroffen hat. Das ist die größte Baustelle.

Bauchschmerzen hat Dynamos Sportchef trotz allem nicht, egal, was jetzt noch passiert.

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"Wir haben ganz andere Voraussetzungen als vor einem Jahr. Wir wollen die Arbeit kontinuierlich weiter fortsetzen. Wir haben keine einzige Veränderung im Trainerteam oder dem Staff, das hat sich alles jetzt zwölf Monate eingespielt. Wir werden gut arbeiten, haben einige junge Spieler auf dem Platz, die 21, 22, 23 sind. Wir gehen davon aus, dass jeder Spieler sich weiterentwickelt."

Das erste Testspiel von Dynamo steht auch fest. Die SGD gastiert am Sonntag, 25. Juni, um 15.30 Uhr beim Königswarthaer SV.

Titelfoto: imago/Dennis Hetzschold

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