Dynamo-Coach Stamm über Vorfälle gegen Hertha: "Zu 100 Prozent hat das Einfluss auf uns alle gehabt"
Dresden - "Drei im Wäckla" sind eine fränkische Spezialität. Drei kleine Nürnberger Roster im Brötchen - werden viele Dynamo-Fans sicherlich am Samstag genießen. Drei Punkte wären ihnen aber im Abstiegskampf am liebsten. Das würde noch besser schmecken. Einfach wird es beim Club nicht, denn es gab in der Woche viel aufzuarbeiten.
Da wären die Gelbsperren von Kofi Amoako (20) und Robert Wagner (22), die schmerzende Schulter von Niklas Hauptmann (29), die ihn noch wackeln lässt fürs Spiel. Dann die Blessur am Fuß von Thomas Keller (26), auch hinter ihm steht noch ein Fragezeichen. Aber vor allem sind es die Ereignisse rund um die 20. Minute am Karsamstag beim 0:1 gegen die Hertha. Die Krawalle haben bei der Mannschaft durchaus Wirkung gezeigt.
"Zu 100 Prozent hat das Einfluss auf uns alle gehabt – alles andere wäre gelogen", gab Trainer Thomas Stamm (43) auf der Pressekonferenz vor dem Spiel am Samstag in Nürnberg zu.
Dennoch sei die Aufarbeitung intern schnell erfolgt. Bereits im Laufe der Woche habe das Thema zunehmend an Bedeutung verloren. "Vielleicht gab es am Sonntag noch das ein oder andere Gespräch, auch am Dienstag noch mal. Aber die Verantwortlichen kümmern sich intensiv darum, Dinge aufzuarbeiten, und halten das sehr gut von der Mannschaft fern", so Stamm.
Ergebnisse der Aufarbeitung sollen schon bald präsentiert werden. Tony Menzel beispielsweise erklärte schon am Dienstag: "Am Ende sind wir da, um Fußball zu spielen."
SGD-Trainer Stamm richtet Fokus aufs Auswärtsspiel gegen den 1. FC Nürnberg
Entsprechend präsentierte sich das Team zuletzt wieder konzentriert und klar in der Ausrichtung. Der Fokus liege nun vollständig auf der kommenden Aufgabe am Samstag in Franken. Dass die Geschehnisse zunächst Spuren hinterlassen haben, bewertet der Trainer als wichtigen Prozess.
"Bei Niederlagen ist es oft so, dass man sie erst verarbeiten muss, um dann Mitte der Woche wieder den Fokus aufs Wochenende zu richten. Und genau so war es hier jetzt auch. Deshalb hat es jetzt keinen Einfluss mehr auf das Spiel am Samstag", erklärte der Schweizer und ergänzte: "So etwas darf nicht passieren, deshalb muss man es aufarbeiten", sagte er. Entscheidend sei jedoch, rechtzeitig den Schalter umzulegen - was der Mannschaft gelungen sei.
Ob das tatsächlich so ist, werden die 90 Minuten im Max-Morlock-Stadion zeigen. Wenn ja, schmecken den Dynamos-Fans am Ende vielleicht die "Drei im Wäckla" und die drei Punkte. Wäre ein genussvoller Samstag.
Jeden Morgen die wichtigsten Nachrichten direkt in dein Postfach.
- Exklusive News rund um die SGD
- Spielberichte, Transfers & Hintergrundinfos
- Jederzeit abbestellbar
Titelfoto: Fotomontage (2): Lutz Hentschel
