Ex-Veilchen im Anflug? Dynamo wohl heiß auf diesen Profi
Dresden - Über zwei Wochen ist die Saison jetzt schon vorbei, die Dynamo-Fans warten sehnsüchtig auf die ersten Neuzugänge. Noch ist nichts spruchreif. Lediglich Brooklyn Ezeh (Hannover 96) und Joel Bichsel (beide 24, 1. FC Saarbrücken) rauschten mit Geschwindigkeit durch die Gerüchteküche. Jetzt liegt ein neuer Name im Topf: Nicolai Rapp (29) vom Karlsruher SC.
Liest man sich durch den badischen Blätterwald, dann taucht der 29-Jährige immer wieder als Verkaufskandidat beim KSC auf. Der defensive Mittelfeldspieler passe angeblich nicht zum "geplanten intensiven Spielstil" des neuen Chefcoachs Maximilian Senft (36). Dabei läuft Rapps Vertrag noch bis zum 30. Juni 2027.
Sollte Dynamo zugreifen, würde das durchaus Sinn ergeben. Rapp ist zwar defensiver Mittelfeldspieler, hat aber viele seiner insgesamt 211 Zweitligaspiele als Innenverteidiger absolviert. Er ist also vielseitig einsetzbar.
Nach dem Abgang von Kofi Amoako (21) ist ein neuer Staubsauger nötig, die Stelle von Thomas Keller (26) in der Innenverteidigung ist auch noch nicht neu besetzt.
Rapp ist gebürtiger Heidelberger und wurde im Nachwuchs der TSG Hoffenheim ausgebildet. In der Saison 2016/17 wurde er nach Fürth ausgeliehen, wo er sein Profidebüt in der 2. Liga feierte.
Im Sommer 2017 wechselte er fest zum FC Erzgebirge, wurde dort Stammspieler und Leistungsträger.
Nicolai Rapp kam viel rum in seiner Karriere
Im Januar 2019 sicherte sich Union Berlin seine Dienste. Nach einer Saison als Leihspieler in Darmstadt landete er bei Werder Bremen, stieg mit Werder auf und spielte bis Januar 2024 dort, da ging er per Leihe für ein halbes Jahr nach Kaiserslautern, um dann im Sommer beim KSC zu unterschreiben.
In Karlsruhe spielte er in zwei Saisons in 60 von 76 möglichen Spielen. Rapp ist also schon gut herumgekommen in der Republik.
Dynamo würde einen erfahrenen Allrounder im besten Fußball-Alter bekommen, der robust agiert und trotzdem eine feine Klinge schlägt.
Er zum Beispiel mit möglicherweise Rückkehrer Robert Wagner (22) zusammen im defensiven Mittelfeld - das hätte was.
Titelfoto: IMAGO/Zink

