Dynamo-Matchball um den Klassenerhalt: Zu-Null-Keeper Schreiber gibt Marschroute vor

Dresden - Im Grunde ist die Formel für den vorzeitigen Klassenerhalt am Samstag in Braunschweig ganz einfach. Gelingt Dynamo das siebte Zu-null-Spiel in der Rückrunde, ist es geschafft. Tim Schreiber (24) lächelt, als er diesen Satz hört und nickt. "Stimmt." Unmöglich erscheint das nicht, im Gegenteil.

Peilt gegen Eintracht Braunschweig einen Sieg an: SGD-Keeper Tim Schreiber (24).  © Lutz Hentschel

Dresden ist die drittbeste Mannschaft der Rückrunde, hat da die beste Abwehr mit nur 16 Gegentoren vor Schalke und Hannover (je 18). Zudem blieb Dresden in der zweiten Halbserie schon sechsmal ohne Gegentor. Das schaffte sonst keiner. Das sind nur einige Zahlen des Aufschwungs, sie geben Mut, heben das Selbstvertrauen.

"Wenn man kein Gegentor kassiert, kann man zumindest nicht verlieren - im schlimmsten Fall spielt man 0:0. Natürlich nehmen wir uns immer vor, jedes Spiel zu gewinnen, aber manchmal gibt ein Spiel das einfach nicht her", so der 24-Jährige, der aber nichts davon wissen will, auf Unentschieden zu spielen. So ein Plan hat meistens Egon-Olsen-Charakter, er geht schief. "Wir wollen dort gewinnen", so Schreiber.

Dynamo geht in Braunschweig also auf Sieg: "Ich spreche mich darüber auch mit Thomas Keller (26), Friede Müller und Julian Pauli (beide 20) ab - also mit allen, die bei uns für die Defensive zuständig sind. Unser größtes Ziel ist es, zu null zu spielen. Am besten in den letzten zwei Spielen kein Gegentor zu kassieren. Mal schauen - wenn es eins wird, wäre das schon gut, wenn es beide werden, umso besser", gibt Dynamos Nummer 1 seine persönliche Zielstellung bekannt.

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Dynamo Dresden reicht ein Punkt zum Klassenerhalt

Bleibt der 24-Jährige ohne Gegentor, hält Dynamo die Klasse.  © Lutz Hentschel

Wer sich noch an die Tage nach dem Hinspiel in Dresden erinnert, glaubt fast, in einem anderen Film zu sein. Dynamo lag früh 0:2 hinten, spielte eine fürchterliche erste Hälfte, die schlechteste der Saison, glich aus und verlor dennoch 2:3.

"Ja, das war eine andere Zeit", kneift Schreiber die Augen zusammen. Wer da gesagt hätte, im Rückspiel kann Dynamo den Klassenerhalt klarmachen, die Jacke mit dem Reißverschluss auf dem Rücken wäre seine gewesen. Jetzt ist es so.

"Ich denke, das ist auch ein großer Unterschied in der Rückrunde: Wir sind insgesamt stabiler geworden. In der Hinrunde haben wir einfach zu viele einfache Gegentore kassiert. Solche Spiele, in denen wir zu null spielen, geben uns natürlich viel Selbstvertrauen - gerade für die Defensive. Das kann einen richtig beflügeln", so Schreiber, der einen weiteren Pluspunkt für Dynamo sieht: "Braunschweig hat mehr Druck, hat weniger Punkte. Wir können im Grunde befreit aufspielen." Und den nötigen Punkt holen.

Tabelle 2. Bundesliga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Schalke 04 32 49:28 67
2 SV 07 Elversberg 32 60:36 59
3 Hannover 96 32 56:40 58
4 SC Paderborn 07 32 55:43 58
5 SV Darmstadt 98 32 56:42 51
6 Hertha BSC 32 44:37 48
7 1. FC Kaiserslautern 32 49:47 46
8 Karlsruher SC 32 50:60 43
9 1. FC Nürnberg 32 41:42 42
10 Holstein Kiel 32 42:43 41
11 VfL Bochum 1848 32 46:45 40
12 SG Dynamo Dresden 32 51:50 38
13 Arminia Bielefeld 32 47:48 36
14 1. FC Magdeburg 32 49:56 36
15 Eintracht Braunschweig 32 34:52 34
16 Fortuna Düsseldorf 32 30:49 34
17 SpVgg Greuther Fürth 32 45:66 34
18 SC Preußen Münster 32 37:57 29

Die Tabelle der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Zweitliga-Meister und steigt in die 1. Bundesliga auf. Letzteres gilt auch für Rang 2. Platz 3 spielt mit dem drittletzten Rang der Bundesliga um Aufstieg oder Verbleib in Deutschlands höchster Fußball-Spielklasse.

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