Dynamos neuer Goalgetter? Keller leitet Neustart ein

Dresden - Schon am Sonntag gegen Arminia Bielefeld könnte Thomas Keller (26) seinen eigenen Rekord einstellen. In der Saison 2019/20 machte Dynamo Dresdens Innenverteidiger in 16 Drittliga-Spielen drei Tore. Nach zwei Partien für Schwarz-Gelb sind es bereits zwei.

Thomas Keller (26, r.) traf gegen Magdeburg zum entscheidenden 2:1. Es war bereits das zweite Tor des Innenverteidigers im zweiten Spiel für Dynamo Dresden.
Thomas Keller (26, r.) traf gegen Magdeburg zum entscheidenden 2:1. Es war bereits das zweite Tor des Innenverteidigers im zweiten Spiel für Dynamo Dresden.  © Andreas Gora/dpa

"Ich habe gerade zum Sören Gonther schon gesagt, dass er mich als Stürmer verpflichtet hat", scherzte der Innenverteidiger nach dem 2:1 in Magdeburg, wo er zum Endstand traf. "Die meisten Innenverteidiger fangen ja als Stürmer an und wandern dann im Laufe der Jugend immer weiter nach hinten. So war es bei mir auch. Ist schon ein paar Jahre her, vielleicht habe ich noch ein bisschen was mitgenommen aus der Zeit."

So kann es jedenfalls weitergehen, zumal Keller wie schon eine Woche zuvor beim Sieg gegen Greuther Fürth nach einer Standardsituation traf - Dynamos neuer Stärke, auch dank ihm.

Gegen die Franken war es der Dosenöffner zum 1:0, an der Börde der Siegtreffer. Warum nicht daran anknüpfen? "Ich bleibe grundsätzlich erst mal bei meinem Hauptjob, dem Verteidigen. Und was sich vorne dann ergibt? Da versuche ich natürlich immer, gefährlich zu sein, auch in den nächsten Spielen. Wie und ob ich da noch mal treffe, werden wir dann sehen", so Keller.

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Mit seiner Hauptaufgabe lief es aber gegen - zugegeben sehr starke Magdeburger - gar nicht so gut. Da brauchte es schon das ein oder andere Glück. Darauf ausruhen kann man sich nicht. Auch der Abwehrspieler fordert: "Von Spiel zu Spiel denken, unseren Job erledigen und dann sehen wir, wohin die Reise geht."

Dynamo Dresden kann wieder Selbstvertrauen tanken

Hat seit seiner Ankunft in Dresden nur Grund zum Feiern: Thomas Keller (r.).
Hat seit seiner Ankunft in Dresden nur Grund zum Feiern: Thomas Keller (r.).  © Lutz Hentschel

Der 26-Jährige ist schnell im Team und im System Thomas Stamm (42) angekommen. "Die zwei Spiele jetzt waren extrem wichtig für uns. Gerade im Punkt Selbstvertrauen. So ein bisschen die Laster aus der Hinrunde abschütteln, einen Cut reinhauen und einfach wie einen Neustart sowie von vorne beginnen. Das haben wir jetzt in den zwei Spielen geschafft", findet Keller.

Er ist unbelastet gekommen, auch die anderen Neuen um Robert Wagner (22), Jonas Sterner (23) & Co. Sie haben auch für diesen Neustart nach einer äußerst enttäuschenden Hinrunde gesorgt.

"Für mich ist es in erster Linie so, dass ich sage: Ich will hierherkommen und direkt funktionieren und die Jungs auch irgendwie unterstützen mit dem, was ich kann. Und ich versuche, sie auch zu coachen. Zwei Spiele haben wir das gut geschafft und es macht unglaublich viel Spaß mit den Jungs", so der Abwehrspieler.

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Gewonnen ist aber noch nichts. Auch Keller fordert: "Wir dürfen jetzt aber auch nicht zufrieden werden, sondern genau so weitermachen, gut arbeiten unter der Woche und das nächste Spiel genauso wieder anknüpfen."

Vielleicht ja auch wieder mit einem Standardtor ...

Titelfoto: Lutz Hentschel

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