Dynamo gegen Hertha BSC live: SGD verliert Skandalspiel trotz Überzahl gegen Alte Dame

Dresden - Hertha BSC hat das Top-Spiel der 2. Bundesliga am Samstagabend gegen Dynamo Dresden trotz Unterzahl mit 1:0 (0:0) gewonnen, doch das Sportliche rückte aufgrund eines riesigen Skandals früh in den Hintergrund: In der 19. Minute explodierte vor dem K-Block der SGD ein Böller, danach stürmten die heimischen Fans am Rande des Spielfeldes in Richtung Gästeblock. Schon zuvor standen Anhänger der Berliner im Innenraum. Vor dem Hertha-Block beschossen sich beide Lager dann aus Nah-Distanz mit Raketen und Pyrotechnik.

Die Dynamo-Fans brennen eine Fahne von Hertha BSC ab.
Die Dynamo-Fans brennen eine Fahne von Hertha BSC ab.  © Lutz Hentschel

Dabei wurden auf der Gegentribüne auch unbeteiligte Fans getroffen. Die Polizei rannte ins Stadion, die Fans von Dynamo zogen sich nach einer Weile wieder zurück. Nachdem die Beamten mindestens eine Viertelstunde zwei Ketten auf dem Rasen gebildet hatten, zogen sie sich gegen 21 Uhr zurück.

Es ist der größte Eklat in Dresden seit der Wiedereröffnung des damals umgebauten Rudolf-Harbig-Stadions am 15. September 2009. Noch nie haben bis dato die Anhänger im eigenen Rund während einer Partie den Rasen gestürmt und sind zum Gästeblock gerannt. Der Auslöser des Skandals ist noch völlig unklar. Dazu gibt es mehrere Varianten. Seit 21.09 Uhr lief die Partie wieder, sie wurde in der 19. Minute fortgesetzt.

Dynamo Dresdens Geschäftsführer Stephan Zimmermann sagte in der Halbzeit bei Sky: "Es ist nicht das, was wir sehen wollten, wir wollten ein Topspiel sehen. Realität ist leider, dass wir rund 100 Menschen auf dem Platz gesehen haben, die Pyrotechnik auf sich werfen. In den vergangenen Wochen gab es einige große Diskussionen über Sicherheit im Stadion, wo wir als Vereine die Faninteressen stärken wollen. Aber das heute war ein Schuss in den Ofen, voll daneben. Das ist nicht das, was wir sehen wollen."

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Dynamo Dresden Wechselgerüchte um Amoako: Was Stamm dem Dynamo-Juwel raten würde

Der Skandal ließ völlig unwürdig das Gedenken an den verstorbenen Ehrenspielführer Hansi Kreische in den Hintergrund treten.

Endstand:

Dynamo Dresden - Hertha BSC 0:1

Tore: 0:1 Alexander Rossipal (80./Eigentor)

Wir berichten für Euch im Liveticker vom Topspiel der 2. Bundesliga.

23.13 Uhr: Toni Leistner will Skandal-Szenen nicht bewerten

Der gebürtige Dresdner und Ex-Dynamo Toni Leistner wiegelte das Thema des Abends nach Abpfiff im Sky-Interview kurz und knapp ab.

"Ich bin jetzt nicht hier, um diese Szenen zu bewerten. Jeder weiß, dass solche Szenen nicht ins Stadion gehören, deswegen lasst uns über Fußball reden", so der Abwehrmann.

23.10 Uhr: Stephan Zimmermann und Dr. Peter Görlich verurteilen die Skandal-Szenen

Bereits in der Halbzeit äußerten sich die Geschäftsführer beider Klubs zu den Krawallen.

Alles dazu lest Ihr unter: "'Schuss in den Ofen': Das sagen die Klub-Bosse zu den Krawallen bei Dynamo gegen Hertha".

23.07 Uhr: Hertha-Matchwinner Tjark Ernst spricht über Ausschreitungen

In der Mixed Zone sprach Elfmeter-Killer Tjark Ernst über die Geschehnisse der ersten Halbzeit:

"Ich habe nur gesehen, wie Dynamo-Fans über den Platz gerannt sind und kurz darauf hat der Schiedsrichter schon abgepfiffen. Das ist extrem traurig, ein trauriger Tag für den Fußball, weil ich glaube, solche Sachen haben im Fußball nichts verloren. Fußball sollte vereinen. Es waren heute viele Leute im Stadion, die einfach ein schönes Fußballspiel sehen wollten, deswegen ist das sehr schade", so der Torwart der Berliner.

Hertha BSC gewinnt in Unterzahl bei Dynamo Dresden

22.48 Uhr: Das war's, das Spiel ist aus, Hertha BSC siegt mit 1:0 gegen Dynamo Dresden.

90.+3: Eitschberger kommt für Winkler bei der Hertha.

90. Minute: Es gibt sechs Minuten Nachspielzeit. Und da hat die SGD die Chance zum Ausgleich, doch Leistner rettet vor der Linie den Ball von Ernst, der zuvor den Schuss von Sterner prallen ließ.

89. Minute: Amoako geht, dafür kommt Nils Fröling.

85. Minute: Dynamo Dresden hat doppelt gewechselt. Herrman und Daferner sind für Hauptmann und Vermeij.

22.35 Uhr: 31.414 Zuschauer sehen das Spiel heute in Dresden

Hertha BSC geht in Unterzahl dank eines Eigentors von Alexander Rossipal in Führung

80. Minute: Hertha BSC schlägt in Unterzahl zurück und macht das 1:0. Nach einer Hereingabe von Fabian Reese steigt Marten Winkler hoch, neben ihm kommt Alexander Rossipal mit dem Kopf an den Ball und lenkt das Leder in die eigenen Maschen.

Tjark Ernst hält den Foulelfmeter von Vincent Vermeij

77. Minute: Tjark Ernst bewahrt die Hertha vor dem Rückstand, er hält den Elfmeter von Vincent Vermeij.

Elfmeter für Dynamo Dresden

22.26 Uhr: Jetzt prüft Schiedsrichter Sven Jablonski eine Szene im Strafraum. Es gibt Elfmeter für Dynamo. Paul Seguin war mit der Hand am Ball.

75. Minute: Dynamo drückt jetzt enorm und bringt einen Ball nach dem anderen in den Sechzehner. Amoako passt in Richtung Tor, Leistner klärt zur Ecke.

73. Minute: Wieder eine Riesenchance für Dynamo! Wagner bringt das Leder final aufs Tor, doch Ernst hält den Ball und schon einen anderen zuvor.

Rote Karte für Hertha BSC in der 66. Minute, Rudelbildung nach schlimmem Foul an Robert Wagner

66. Minute: Rote Karte für Josip Brekalo nach einem heftigen Foul mit offener Sohle gegen das Schienbein von Robert Wagner. Nach dem Einsteigen gab es eine heftige Rudelbildung.

Eichhorn und Dardai sind jetzt bei der Hertha für Sessa und Karbownik im Spiel.

65. Minute: Wieder ein Riese für Dynamo. Lemmer bringt den Ball von rechts scharf vors Tor, wo Bobzien mit dem Kopf an den Ball kommt, aber vergibt.

Beide Teams vergeben die Chancen zur Führung, Wechsel bei Dynamo Dresden

64. Minute: Wechsel bei Dynamo: Für Jason Ceka kommt Jakob Lemmer. Zuvor hat die Hertha ihrerseits die Riesenchance zur Führung, denn Kowniacki steht völlig frei, jagt das Leder aus der Drehung heraus aber vorbei.

62. Minute: Bobzien vergibt die Riesenchance zum 1:0 für Dynamo. Nach einem super Pass von Amoako kommt er an den Ball, das Leder zischt mit viel Tempo nur knapp am rechten Pfosten vorbei.

59. Minute: Nach einem Foul an Julian Pauli sieht Fabian Reese die Gelbe Karte.

58. Minute: Fabian Reese hat jetzt wieder eine gute Chance für die Hertha, sein Schuss geht knapp am rechten Pfosten vorbei.

22.06 Uhr: Die aktive Fanszene der Hertha scheint den Block komplett verlassen zu haben. Es hängen keine Fahnen mehr, es herrscht keine Stimmung, die Reihen haben sich schwer gelichtet.

21.56 Uhr: Die zweite Halbzeit läuft wieder

Jetzt geht's weiter.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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