Dynamo: Keller biss trotz Hüftschmerzen bis zum Ende auf die Zähne
Dresden - Thomas Keller (26) bekam kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit den Ellenbogen eines 96ers auf den Hüftknochen, das summte ordentlich. Raus konnte er nicht mehr, Dresden hatte beim 0:0 in Hannover schon fünfmal gewechselt.
"Ich wäre auch nicht raus, auf keinen Fall. Das wäre nicht infrage gekommen", sagte der gebürtige Münchner nach den insgesamt knüppelharten 104 Minuten.
Ein Kämpfer vor dem Herren. Er schleppte sich die letzten Minuten übers Feld, ging trotzdem weiterhin resolut in die Zweikämpfe. Aber nach jedem griff er sich an die Hüfte. Auch beim Laufen. Zweimal ließ er sich auf den Platz fallen.
"Das war schon schmerzhaft. Ich hatte da so ein leicht brennendes Gefühl", beschreibt er den Schmerz. "Mein Laufen war nicht mehr ganz so rund. Aber ich habe es dann gut bis zum Ende durchgezogen", so Keller.
Und das war nicht ganz so einfach. Die Begegnung war intensiv, der Platz durch den Dauerregen tief. Das hat Körner gekostet. "Zwölf Minuten Nachspielzeit, dann kommen auf die Nachspielzeit noch einmal zwei Minuten obendrauf. Dann waren die Zweikämpfe intensiv. Der Rasen war weich. Aber wir haben alles reingeworfen", zog er von seinen Mannen den Hut:
"Wir haben es gut ausgehalten, gut wegverteidigt. Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung. Offensiv gab es natürlich ein paar Situationen, die wir besser ausspielen können, gerade im Umschaltverhalten", sah er einen kleinen Kritikpunkt.
Dynamo Dresden holt wieder gegen einen Top-Gegner einen Punkt, muss sich aber offensiv steigern
Der Punkt war daher wichtig, er befreite von der Last der roten Laterne, die nun wieder in Fürth baumelt. Anders als beim 2:2 auf Schalke hatte Dynamo diesmal keine Chance, den Lucky Punch zu setzen.
Ärgerlich? "Ich hatte es schon mal gesagt: Wichtig ist, dass wir am letzten Spieltag über dem Strich stehen. Die letzten drei Spiele waren allesamt gegen Gegner aus den Top-Vier-Platzierungen. Wir haben auf Schalke einen Punkt geholt, jetzt auf Hannover. Jeder ist für uns wichtig. Die Spiele, die wir für uns entscheiden müssen, die kommen noch", so der 26-Jährige.
Dass es in jenen Partien in der Offensive besser laufen muss, das weiß er. In Hannover gab es in der ersten Hälfte vereinzelt Ansätze, in der zweiten kaum noch.
"Wir hatten nicht die glasklaren Chancen, aber ein, zwei Momente, in denen wir am Ende zu unsauber sind", erkannte auch Trainer Thomas Stamm (42). Das muss besser werden bis zu den entscheidenden Begegnungen. Aber jetzt kommt erst mal mit Darmstadt ein weiteres Top-Vier-Team. Da ein Sieg, das würde auch zählen.
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Titelfoto: imago/Beautiful Sports

