Dynamo-Leihe Wagner warnt: Klassenerhalt noch nicht fix!

Dresden - Kaiserslauterns Trainer Torsten Lieberknecht (52) hätte es nicht besser ausdrücken können: "Jede Niederlage nagt und schmerzt. Dementsprechend sehen wir uns immer in der Pflicht, unseren Fans was zurückzugeben und für die Fanseele zu spielen", erklärte er vor der Partie bei Dynamo Dresden.

Sieht den Klassenerhalt noch nicht in trockenen Tüchern: Dynamos Robert Wagner (22, r.).  © Lutz Hentschel

Bei der SGD sah man das nach der Niederlage in Düsseldorf mit Sicherheit nicht anders, trotzdem lässt man sich auch von gewissen Dingen nicht aus dem Konzept bringen. Auch nicht von den gut hörbaren Pfiffen, als es gegen die Roten Teufel mit 0:0 in die Kabine ging. Mitunter wird pausenlos auf so manchem Sitzplatz gemeckert, unzufriedene Fans schreiben E-Mails an Pressevertreter, dass doch bitte kritischer berichtet werden soll.

Unverständlich, hatte man doch bei Schwarz-Gelb das große Ziel Klassenerhalt auch nach der Niederlage in Düsseldorf und erst recht nach dem Heimsieg gegen Kaiserslautern in der eigenen Hand! Noch zur Winterpause hat wohl kaum einer damit gerechnet.

"Die Einzigen, die daran geglaubt haben, waren wir intern", meint Robert Wagner (22). "Was wir für eine Rückrunde spielen, ist beachtlich. Gerade mit dem Druck am Anfang sind wir sehr gut umgegangen, waren immer da, wenn wir da sein mussten."

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Es müsste schon mit dem Teufel zugehen, wenn es für die SGD bei noch zwei ausstehenden Spielen gegen einen direkten Konkurrenten und bereits gerettete Kieler schiefgehen würde. Aber Wagner warnt: "Wir sind rechnerisch noch nicht fix, deswegen müssen wir weiter dranbleiben und so viele Punkte aus den letzten zwei Spielen nehmen, wie es geht."

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Dynamos Wagner erwartet in Braunschweig ein unfassbar schweres Spiel

Wie man ihn kennt. Der 26-Jährige wird sich auch im Abstiegsduell mit Eintracht Braunschweig wieder voll ins Zeug legen.  © Robert Michael/dpa

Gegen Kaiserslautern ging es nach dem Rückschlag in Düsseldorf vor allem um Sicherheit. "Die Null zu halten, ist immer sehr wichtig. Dann verlierst du schon mal nicht. Das ist die Basis, die wir auf den Platz bringen wollten. Dass die Null steht, gut verteidigen und wenn wir da Nagelstiche setzen und ein Tor machen, umso besser", so der Mittelfeldspieler.

Am Samstag in Braunschweig komme das nächste "unfassbar schwere Spiel", meint die Freiburg-Leihgabe. "Und da versuchen wir einfach, wieder drei Punkte zu holen und den Klassenerhalt fix zu machen."

Denn das große Ziel ist in greifbarer Nähe. "Wenn man dann am Ende es geschafft hat, ist es sicherlich ein sehr befreiendes Gefühl. Aber das ist erst dann nach dem Spiel, und wir müssen voll da sein in den 90 Minuten. Deswegen tut es uns gut, nicht so weit in die Zukunft zu schauen und immer im Hier und Jetzt zu bleiben und das Spiel voll anzugehen."

Tabelle 2. Bundesliga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Schalke 04 32 49:28 67
2 SV 07 Elversberg 32 60:36 59
3 Hannover 96 32 56:40 58
4 SC Paderborn 07 32 55:43 58
5 SV Darmstadt 98 32 56:42 51
6 Hertha BSC 32 44:37 48
7 1. FC Kaiserslautern 32 49:47 46
8 Karlsruher SC 32 50:60 43
9 1. FC Nürnberg 32 41:42 42
10 Holstein Kiel 32 42:43 41
11 VfL Bochum 1848 32 46:45 40
12 SG Dynamo Dresden 32 51:50 38
13 Arminia Bielefeld 32 47:48 36
14 1. FC Magdeburg 32 49:56 36
15 Eintracht Braunschweig 32 34:52 34
16 Fortuna Düsseldorf 32 30:49 34
17 SpVgg Greuther Fürth 32 45:66 34
18 SC Preußen Münster 32 37:57 29

Die Tabelle der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Zweitliga-Meister und steigt in die 1. Bundesliga auf. Letzteres gilt auch für Rang 2. Platz 3 spielt mit dem drittletzten Rang der Bundesliga um Aufstieg oder Verbleib in Deutschlands höchster Fußball-Spielklasse.

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