Dresden - Brooklyn Ezeh (25) will einfach nur noch nach vorne schauen. Für Dynamos neuen Außenverteidiger beginnt in Dresden eine ganz neue Zeitrechnung. Der Ballast aus der Vergangenheit soll endgültig abgeworfen werden.
"Ich sage mal so, im Leben passieren immer Dinge, die man nicht erwartet, die mal negativ sind. Genauso wie Positives passieren kann", erklärt der 25-Jährige. "Es geht darum, weiterzumachen, nach vorne zu schauen und das Beste daraus zu machen. Und genau so schaue ich nach vorne und versuche, das Beste aus mir zu machen."
Kurz nach seinem Wechsel zu Wehen Wiesbaden im Sommer 2023 wurde Ezeh im Herbst in Polizeigewahrsam genommen und in eine psychiatrische Einrichtung gebracht, weil er im psychischen Ausnahmezustand in einem ICE randaliert hatte - endgültig Vergangenheit, jetzt will er bei der SGD ganz andere Schlagzeilen schreiben.
Schon Kofi Amoako (21) hatte vor fast genau einem Jahr über Dynamo und seine Fans gesagt: "Wenn du alles gut machst, wirst du richtig gefeiert." Nicht mehr und nicht weniger gilt auch für den Außenverteidiger.
Nur in Tritt kommen muss er schnellstmöglich. Konkurrent Alexander Rossipal (30) auf der linken Abwehrseite hat in der Vorsaison mit starken Leistungen richtig Eigenwerbung gemacht. Ezeh dagegen machte nur fünf Partien in der Regionalliga Nord, nur zwei davon im Jahr 2026.
Brooklyn Ezeh freut sich auf die gemeinsame Zeit mit seiner neuen Mannschaft
Im Sommertrainingslager im oberösterreichischen Windischgarsten kann sich der "großartige Kicker und Mensch" (Dynamo-Geschäftsführer Stephan Zimmermann) in Form bringen und für höhere Aufgaben in der 2. Bundesliga empfehlen.
Beim gebürtigen Hamburger stehen aber noch andere Sachen im Vordergrund: "Im Trainingslager wächst man als Mannschaft noch mehr zusammen. Man verbringt auch die Abende zusammen, man spielt Karten und so weiter. Darauf freue ich mich, dass man mehr übereinander lernen kann und sich mehr kennenlernt. Und einfach auch die coolen Trainingseinheiten, dass man zusammen Gas geben kann."
Fast so wie auf seinem Motorrad, das seit knapp einer Woche in Dresden steht. "Das ist ein Cruiser-Motorrad, da geht es nicht darum, 300 km/h mit zu fahren. Einfach ein bisschen die Fahrtluft genießen und Spaß haben."
Aber erst einmal steht in diesen Tagen harte Arbeit in Österreich auf dem Programm.