Dynamos tragische Figur Amoako untröstlich: "Entscheidenden Zweikampf verloren!"
Dresden - Kofi Amoako (20) machte bei Dynamo Dresden am Sonntag gegen den FC Schalke 04 erneut ein ganz starkes Spiel, erhielt Szenen-Applaus. Dennoch war er aufgrund des von ihm verursachten Elfmeters bei der 0:1-Niederlage untröstlich.
Alles in Kürze
- Kofi Amoako untröstlich nach Elfmeter bei 0:1-Niederlage.
- Amoako hatte Schalkes Kenan Karaman zu Fall gebracht.
- Dynamo-Trainer Thom Stamm kritisiert Ungeduld seiner Spieler.
- Amoako war vor Elfmeter-Szene einer der besten Spieler.
- Elfmeter-Szene wird Amoako noch Wochen begleiten.

"Ich habe den entscheidenden Zweikampf dieses Spiels leider verloren", sagte der sichtlich enttäuschte U20-Nationalspieler in der Mixed Zone.
Ehrlich und offen redete er nach der Partie Klartext: "Mir war von Anfang an klar: Das ist ein Elfmeter. Als ich mich umgesehen habe und gesehen habe, ich bin in der Box, war mir klar, es ist ein Elfmeter. Ich weiß nicht genau, was passiert ist, aber am Ende lagen wir beide auf dem Boden und der Ball ist weitergerollt. In dem Moment war mir klar, mit VAR ist es ein Elfmeter", beschrieb er die spielentscheidende Situation.
In der 83. Minute hatte er den Knappen-Kapitän Kenan Karaman zu Fall gebracht. Trainer Thoms Stamm (42) schätzte die Szene wie folgt ein:
"In der ersten Phase beim Elfmeter sind wir einen Tick zu ungeduldig. Latzo (Lars Bünning, Anm. d. Red.) kann einen Tick sauberer herausschieben und begleiten, weil wir genügend Spieler hinter dem Ball haben, in der Vier-gegen-Zwei-Situation muss nicht, darf nicht, auf keinen Fall jemand auf Balleroberung gehen. Dann kriegen wir die Räume nochmal ein bisschen besser verdichtet und dann macht es Kofi auch, will auf Balleroberung unten gehen, muss den Zweikampf oben führen."
Dynamo Dresden: Elfmeter-Szene wird Kofi Amoako noch ein, zwei Wochen begleiten

Bis zu seiner Elfmeter-Situation war Kofi Amoako wieder einer der auffälligsten Dynamo-Akteure.
Die Fans quittierten das bei seiner Auswechslung trotz des verursachten Elfmeters mit heftigem Applaus.
Als der Neuzugang des VfL Wolfsburg in der 63. Minute mit unbändigem Einsatz und Willen mehrfach dem Gegner den Ball auf Höhe des eigenen Sechzehners abgenommen oder zurück erkämpft hatte, bis er schließlich im Aus landete, tobte der ganze K-Block.
Für den Moment konnte das über die Niederlage nicht hinwegtrösten: "Am Ende steht Schalke eins, Dynamo null und das ist extrem bitter jetzt", sagte der 20-Jährige, der zugab, dass sie Szene "ein, zwei Wochen im Hinterkopf bleiben wird."
Titelfoto: Imago / Jan Huebner